Lohrsdorfer Ortsbeirat nimmt seine Arbeit
Hans-Jürgen Juchem zum Ortsvorsteher ernannt
Lohrsdorf. Der neue Lohrsdorfer Ortsbeirat nimmt seine Arbeit auf - mit der einstimmigen Wahl von Hubert Rössel zum stellvertretenden Ortsvorsteher sowie der Ernennung von Hans-Jürgen Juchem zum Ortsvorsteher und Schriftführer. Diese Aufgabe übernahm Bürgermeister Guido Orthen. Die konstituierende Sitzung des Ortsbeirates wartete zwar nicht mit großen Aufregerthemen auf, dennoch waren wieder zahlreiche Bürger gekommen, um die erste Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus in der neuen Legislaturperiode zu verfolgen. Ortsumgehung, Untertunnelung der Bundesstraße: In kaum einem Ortsteil ist der politische Diskurs so lebendig wie in Lohrsdorf.
Der neue Ortsbeirat setzt sich zusammen aus vier CDU-Mitgliedern sowie einem SPD-Mitglied. Hinzu kommt Ortsvorsteher Juchem, der ebenfalls der CDU angehört und seit Kurzem auch als städtischer Beigeordneter unterwegs ist. Vereidigt werden mussten weder der Ortsvorsteher Juchem noch sein Stellvertreter Rössel, denn beide hatten ihre Ämter bereits in der vergangenen Legislaturperiode inne. Und der alte Eid hat noch Bestand.
In seiner Absprache lobte Hans-Jürgen Juchem die Unterstützung der Dorfbewohner: „Ihr Kommen ist für mich ein schönes Zeichen für die Verbundenheit der Bevölkerung mit ihren gewählten Vertretern.
Die große Zahl von Besuchern bei den Ortsbeiratssitzungen in den vergangenen fünf Jahren zeigt ihr Interesse am Geschehen in unseren Orten.“ Auch auf den neuen Ortsbeirat kämen in den nächsten fünf Jahren eine Reihe von Aufgaben und Projekte zu, so Juchem. Dazu zähle der Weiterbau der B 266 neu, die Untertunnelung der B 266, ein Bahnhaltepunkt, ein Fuß- und Radverbindungsweg von Lohrsdorf nach Heimersheim, die Dorfverschönerung und Strukturverbesserung in Lohrsdorf, die Herstellung der Straße „In den Auen“ sowie die Ausweisung von Wanderwegen Rund um die Landskrone.
Juchem machte deutlich, dass man sich in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit befinde. „Deshalb ist es wichtig, bei allen Maßnahmen Kosten und Nutzen genau abzuwägen und zu fragen, kann sich die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler das leisten, kann der Haushaltsetat das verkraften?“. Andererseits müsse der Blick in die Zukunft gerichtet werden, so der neue und alte Ortsvorsteher.
Bürgermeister Guido Orthen lobte indes: „Lohrsdorf ist ein gutes Beispiel dafür, dass man sich als Ortsteil mit der Stadt eng zusammengehörig fühle, aber trotzdem seine eigene Identität behalten hat“.
