Ausbildung beim Technischen Hilfswerk Ahrweiler
Helfer funken jetzt digital
Neue Geräte machen die Übermittlung von vertraulichen Daten sicherer
Ahrweiler. Kürzlich lernten die Helfer des THW Ahrweiler unter der Leitung des Bereichsausbilders Thomas Wruck den Umgang mit den neuen digitalen Funkgeräten. Neben dem Kennenlernen der Technik war der Umgang mit diesen Geräten Teil der Ausbildung.
Analoge Technik hat ausgedient
Bisher verwendeten die sogenannten „Behörden mit Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS)“, wie Polizei, Feuerwehr und THW, in der Funkkommunikation analoge Geräte. Nun werden diese Gerätschaften Zug um Zug durch Funkgeräte ersetzt, die digital arbeiten. „Die Umstellung auf digitale Geräte war notwendig, da bisher fehlende oder zu schwache Verschlüsselungsmöglichkeiten beim Analogfunk dazu führten, dass im Funkverkehr vertrauliche und personenbezogene Daten nur unzureichend geschützt waren“, weiß Wruck zu berichten.
Zeitgemäße Kommunikation
Durch die Nutzung von digitalen Funkgeräten erhält das THW die Fähigkeit, eine zeitgemäße Kommunikation im Einsatzfall durchzuführen. Gerade elektronische Daten zu übermitteln, wird erleichtert. So können Meldungen in elektronischer Form übersendet werden. Somit sinkt die Gefahr, dass Inhalte der Meldung unbeabsichtigt bei der Übermittlung verfälscht werden. Ferner verbessert sich bei der Nutzung des Digitalfunks die Übertragungsqualität, da Nebengeräusche automatisch herausgefiltert werden. „War es früher bei Funkgesprächen üblich, dass Knacken und Rauschen das Gespräch überlagerten, so ist dieses mit dem Digitalfunk Geschichte“, stellt Wruck fest.
Um die Helfer mit den elf neuen digitalen Funkgeräten des THW-Ortsverbands in Ahrweiler vertraut zu machen, erfolgte durch den Bereichsausbilder eine gründliche Einweisung. Nach einem Theorieunterricht, in dem die Unterschiede zwischen Analog- und Digitalfunk, der Netzaufbau, die Technik und die Gerätekunde ausgebildet worden sind, konnten die Helfer dieses Wissen in der Praxis ausprobieren. Dabei funkten die Helfer von verschiedenen Stellen im Landkreis Ahrweiler und sammelten so die ersten praktischen Erfahrungen im Umgang mit diesen Funkgeräten.
Gleichzeitig frischten die THW-Helfer ihr Wissen in der Kartenkunde auf. „Das THW wird oftmals eingesetzt, wo kein Navi einen hinführen kann und es schon einmal ausfällt. Daher ist es für die Helfer wichtig, diese vermeintlich veralteten Techniken zu beherrschen“, erklärt Wruck die Notwendigkeit dieser Ausbildungsinhalte.
