Hochmut kommt vor dem Fall!
Stellungnahme zur Insolvenz der Aktiengesellschaft Bad Neuenahr
Was stand nicht alles in der Zeitung! Wie hat Reinicke von der AG Bad Neuenahr geschwärmt, als er sein Amt antrat! Als ungeschliffenen Rohdiamanten hat er die AG bezeichnet, als Flagschiff der Stadt. Es trifft zu: die Aktiengesellschaft hat über viele Jahre viel für die Stadt getan. Und die Stadt hat über viele Jahre auch viel für die AG getan, vielleicht schon zuviel.
Christoph Reinicke hat alles getan, das Klima in der Stadt zu vergiften, legt sich vorsorglich mal mit dem Rat, dem Bürgermeister, dem Ahrtaltourismus, neuerdings auch mit dem Kreis und dem Landrat und mit dem Weltkonzern Coca Cola an. Das ist nicht mutig. Es ist übermütig, und Übermut tut selten gut. Das ist eine alte Volksweisheit. Es wurde geprahlt: Die Chinesen kommen in Scharen, um die Dienstleistungen der AG in Anspruch zu nehmen (das heißt im Fitnessstudio zu strampeln und sich massieren zu lassen). Alle anderen Dienstleistungen im Badehaus machen ja wohl andere! Kürzlich sollten es dann die Saudis sein, die den Geldregen über die AG bringen. Vielleicht sogar die saudische Königsfamilie?!
Leider alles heiße Luft. Der Gang mit schwarzem Anzug und Zylinder ist davon übrig geblieben. Hochmut kommt eben vor dem Fall. Und die Mitarbeiter der AG werden die Dummen sein.
Ich wünsche der Stadt, der ich mich immer noch verbunden fühle, und den Bürgerinnen und Bürgern, dass sich alles zum Besseren gestaltet: Von der Schaumschlägerei zur Substanz, von der Selbstdarstellung hoch dotierter Funktionsträger zum ernsthaften Dienst an der Sache und zum Engagement für diese Stadt und ihre Menschen. Ihnen alles Gute!
Elisabeth Graff, Berlin
