Abwechslungsreiche einwöchige Wanderfreizeit des TV 06 Bad Neuenahr
Im Herzen der Lüneburger Heide unterwegs
Bad Neuenahr. Am Fuße des Wilseder Berges und umrandet vom Naturschutzgebiet Lüneburger Heide hatte die 40-köpfige Reisegruppe des TV 06 Bad Neuenahr in Undeloh ihr Domizil. Es war die Zeit der Heideblüte und vom Hotel starteten die Wanderlustigen jeden Tag zu den Attraktionen in der vielfältigen Kulturlandschaft. Auf der von sommerlich warmen Temperaturen begleiteten Hinfahrt erlebte die Gruppe zunächst die prächtige Herzogstadt Celle.
Jeder Tag begann mit der morgendlichen Gymnastik unter Leitung der Reiseleiterin Veronika Steger. Zum Kennenlernen der näheren Umgebung wanderten die TV06ler durch die blühende Heidelandschaft mit ihrer besonderen Flora und Fauna.
Der nächste Tag führte die Gruppe zur Salz-und Hansestadt: Lüneburg. Besonders eindrucksvoll waren das Nebeneinander der 50 in vielen Stilarten und Bauzeiten errichteten Häuser am Platz „Am Sande“ oder auch der Stintmarkt, Lüneburgs altes Hafenviertel mit dem Alten Kran und seinen pittoresken Häusern ist heute eine romantische Kneipenmeile.
Pferdekutschenfahrt durch die Heidelandschaft
Am darauffolgenden Sonnentag besichtigte die Gruppe den Heidegarten in Schneverdingen. Ein besonderes Ereignis war die Pferdekutschenfahrt durch die Heidelandschaft zum Wilseder Berg, der mit 169 Metern höchsten Erhebung im norddeutschen Tiefland. Auf einer Rundwanderung auf dem Plateau hatte man einen herrlichen Blick auf eines der schönsten Heidetäler, den Totengrund, oder auch den Steingrund, der stark von eiszeitlich abgelagerten Steinen bedeckt ist. Der Tag klang mit einem Grillabend aus.
Geschichte wurde fühlbar gemacht beim Besuch der Oldendorfer Begräbnisstätte. Nach dieser Besichtigung sah man viele Aktive vom TV 06 in der Heide hocken. Spontan erklärten sie sich bereit, Heidesträucher für die bevorstehende Proklamation der Heidekönigin in Amelinghausen zu pflücken. Der Besuch des Lopausees, ob am Ufer oder auf dem Wasser, brachte für jeden Erholung pur. Die anschließende Rückfahrt durch den wenig besiedelten Naturpark Südheide mit seinen Wäldern und Mooren sowie den schmucken kleinen Häusern mit den gekreuzten hölzernen Pferdeköpfen an den Giebeln unterstrich die Worte des Heidedichters Hermann Löns von „einer Heide mit 100 Gesichtern“.
Eindrucksvoll gestaltete sich der Besuch im Kloster Lünen wie auch das technische Wunderwerk des Doppel-Schiffshebewerkes Scharnebeck. Die Schifferstadt Lauenburg, die vor wenigen Monaten vom Hochwasser heimgesucht wurde, präsentierte sich mit ihren bunten Fachwerkhäusern. In den Gesprächen mit den Einwohnern wurden die nachhaltigen Schäden des Hochwassers bewusst gemacht. Während der Besichtigung der Unter- und Oberstadt waren Zeitzeugen aus schifffahrtstechnischer Vergangenheit und Gegenwart zu entdecken.
Der einwöchige Aufenthalt hielt für alle Reiseteilnehmer ein abwechslungsreiches Programm bereit und jeder konnte in die facettenreiche Lüneburger Heide eintauchen.
