Luftsportverein Mönchsheide Aeroclub Bad Breisig-Andernach e.V.
In sechs Tagen um die Welt
29. Bad Breisiger Segelflugwochen Mönchsheide: 36 Teams aus ganz Deutschland
Bad Breisig. Traditionell beginnt Auswerter Andreas Knapp das Abschlussbriefing der Bad Breisiger Segelflugwoche (BBSW) mit einer Statistik über die Flüge des vergangenen Wettbewerbes. „In 201 Flügen absolvierten die 36 Teilnehmer eine Strecke von insgesamt über 36.000 Kilometern“. Dass nur gut ein Fünftel der Flüge nicht wieder auf der heimischen Mönchsheide endeten, zeigt die immer gut zum Wetter und zur Leistungsfähigkeit der Piloten passende Aufgabenstellung durch den Sportleiter Gerd Doepner und den Meteorologen Bernd Fischer vom ausrichtenden Luftsportverein Mönchsheide (LVM). Sportlich war es vor allem für den LVM eine sehr erfolgreiche Woche, denn in gleich zwei von drei Klassen eroberten die heimischen Piloten das oberste Siegerpodest. In der Offenen Klasse bestätigte Bernd Dolba (ASW22BE) seine Favoritenstellung. Mit konstant vorderen Tagesplatzierungen, darunter drei Tagessiegen, gewann er souverän vor dem Team Gunter und Thomas Schmidt (ASH 25, LSV Egge) und Jahn Loth (Ventus 2cM, aeroclub Bonn Hangelar). Das Team Jürgen Koch/Lars Schöttler (HpH 304 Shark) vom LSV Bad Neuenahr kam am Ende auf Platz 9. Alice Toups (Ventus 2bx, LVM) konnte beruflich bedingt nicht an allen Tagen teilnehmen und beendete die BBSW auf Rang 10. Auch in der Standard-Klasse gab es einen Favoriten-Sieg: Thomas Wartha (LS8/15m, LSC Erftland) brachte es gleich auf vier Tagessiege und hielt damit den zweitplatzierten Patrick Kreimer (Discus CS, FSV Oberhausen) auf Distanz.
Mit Martin Wagner als Drittem konnte der LVM in dieser ebenfalls einen Piloten auf dem Treppchen platzieren. Einen Tagessieg konnte der 1. Vorsitzende des LVM dabei vorweisen: Heribert Arenz, als einziger mit einem Holzflugzeug gestartet, zeigte mit Tagesplatz 2 am letzten Wertungstag, das er sich mit seiner „Elfe“ nicht vor den Kunststoff-Flugzeugen zu verstecken braucht. Er flog in der Gesamtwertung auf Rang 8. Von der SFG Wershofen schaffte das Team Norbert und Heike Mülligen (Taurus) am Ende Platz 10. Erwartet spannend war das Rennen um die vorderen Plätze in der Doppelsitzerklasse: Die Nase knapp vorne hatte das Team Karin Wiesenthal und Markus Geisen (Arcus M). Zwar gelang ihnen „nur“ ein Tagessieg, aber an allen Wertungstagen erreichten die Fluglehrer des LVM vordere Tagesplätze. Diese Konstanz war am Ende auch nötig, um die mehrfachen Gewinner der BBSW, das Team Uwe und Margret Richter und Burkhard Hannemann (Duo Discus, LSC Erftland) auf den zweiten Rang zu verweisen. Platz drei ging an Thorsten Kleinblotekamp und Gerd Pust (Duo Discus, FSV Oberhausen).
Das zweite LVM-Team Bernd Fischer und Bernd Goretzki brauchte etwas Zeit, um ans Laufen zu kommen. Mit zwei Tagessiegen an den beiden letzten Wertungstagen zeigten aber auch sie, was aus dem Vereins-Duo Discus T herauszuholen ist. In der Gesamtwertung reichte es am Ende dann aber doch nur für Rang 9. Etwas Pech hatte auch das Team Thomas Marr, Dietmar Spranger und Dominic Kneipp mit dem Vereins-Duo Discus XL des LSV Bad Neuenahr. In aussichtsreicher Position liegend und mit einem Bein bereits auf dem Treppchen stehend, mussten sie am letzten Tag leider außen landen und verloren so viele Punkte auf die Spitze. Sie beendeten den Wettbewerb als Sechste.
Unabhängig vom sportlichen Wettkampf und der Jagd nach Kilometern hat die BBSW wieder einmal gezeigt, dass sie in der Deutschen Segelflugszene ein Kleinod ist. Und so setzen die Ausrichter auch im nächsten Jahr zur Jubiläums-Ausgabe der BBSW auf die besondere Atmosphäre eines der schönsten Segelfluggelände in Rheinland-Pfalz und natürlich die einzigartige Gemeinschaft unter den Fliegern.
Von links nach rechts, stehend: Karin Wiesenthal, Markus Geisen (1. Platz Doppelsitzer), Burkhard Hannemann, Uwe und Margret Richter (2. Platz Doppelsitzer), Gunter und Thomas Schmidt (2. Platz Offene), Jahn Loth (3. Platz Offene), Thorsten Kleinblotekamp (3. Platz Doppelsitzer). Kniend: Thomas Wartha (1. Platz Standard), Gerd Pust (3. Platz Doppelsitzer). Es fehlen: Bernd Dolba (1. Platz Offen), Patrick Kreimer (2. Platz Standard), Martin Wagner (3. Platz Standard). Foto: Gerhard Marx
