Kalte Nahwärme in Liers
Kalte Nahwärme in Liers: Klimafreundliche kommunale Wärmeversorgung mit Umgebungstemperatur
aus Ahrbrück
Liers. Im Hönninger Ortsteil Liers entsteht derzeit ein „kaltes Nahwärmenetz“. Doch was verbirgt sich hinter diesem Begriff? Wie ist die Idee für das Lierser Wärmenetz entstanden? Wie weit ist der Ausbau inzwischen fortgeschritten und wie soll es weitergehen?
Darüber informiert der stellvertretende Projektleiter Günther Wischnewski am Freitag, 4. September, ab 17:00 Uhr bei einer Führung vor Ort in Liers. Der Klimastammtisch Ahr lädt alle Interessierten herzlich ein, sich über diese zukunftsweisende Form der kommunalen Wärmeversorgung zu informieren und Fragen zu stellen.
Bei einer kalten Nahwärmeversorgung wird keine heiße Heizungswasserleitung von Haus zu Haus geführt. Stattdessen zirkuliert im Netz Wasser mit einer relativ niedrigen Temperatur. Die benötigte Wärme wird vor Ort mithilfe von Wärmepumpen auf das für Heizung und Warmwasser erforderliche Temperaturniveau gebracht.
Die Wärmequelle kann beispielsweise das Erdreich sein. Dort wird die im Boden gespeicherte Umweltwärme aufgenommen und über das Nahwärmenetz zu den angeschlossenen Gebäuden transportiert. Eine Wärmepumpe im jeweiligen Haus macht diese Wärme nutzbar. Im Sommer kann das System teilweise auch zur Kühlung eingesetzt werden.
Ein großer Vorteil: Es wird keine fossile Energie wie Öl oder Gas benötigt. Wird die Wärmepumpe mit erneuerbarem Strom betrieben, kann die Wärmeversorgung besonders klimafreundlich erfolgen.
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Kalte Nahwärme in Liers - Einladung zu Führung und Information Foto: Rudolf May