Weihnachtsmarkt in Staffel
Kleiner Markt für eine große Sache
An den Ständen wurde für „Friedensdorf International“ gesammelt - Benefiz hat seit 19 Jahren Tradition
Staffel. Den Organisatoren des Staffeler Weihnachtsmarktes, Eva Keuler, Klaus Winkler und Franz-Josef Keuler war es auch in diesem Jahr wieder gelungen, einen Weihnachtsmarkt rund ums und im Gemeindehaus auf die Beine zu stellen, bei dem an 20 verschiedenen Ständen und Buden die Aussteller die zahlreichen Besucher mit ihren Produkten lockten.
Nicht zu übersehen und immer belagert die Bude mit der „Staffeler Nikolausmütze“ - der Glühwein mit der Sahnehaube, einst von Eva Keuler und Agnes Retterath kreiert, gehört längst zu den Markenzeichen des Staffeler Weihnachtsmarktes. Aber auch die Kesselinger Funkengarde erfreut alljährlich die Besucher mit ihren frisch „gepuderten“ Waffeln und selbstgebackenem Kuchen an ihrem Stand, und dann gab es auch noch leckere Plätzchen von den jungen Damen mit den roten Nikolausmützen.
Auf dem kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt fühlten sich die Besucher so richtig heimelig und rückten beim Plausch an den Stehtischen und im Glühweinstübchen eng zusammen.
Hier kamen auch die Gaumenfreuden nicht zu kurz, da so allerlei Leckeres im Angebot war, von Reibekuchen, Spießbraten oder die fein geräucherte Wildwurst bis hin zum ländlichen Brotsortiment. Hier musste keiner hungern. Der „Hof Blasweiler“ war mit seinen Produkten ebenso vertreten wie der Imker im Saal des Gemeindehauses.
Für den guten Zweck drehte der „Berger Drehorgelmann“ Walter Radermacher als Nikolaus unentwegt seine Runden durch die Menschenmenge und sammelte für die Deutsche Krebshilfe. Spenden konnten die Weihnachtsmarktbesucher aber auch an den einzelnen Ständen, an denen die Spendendosen für das „Friedensdorf International“ in Oberhausen standen, und wer noch ein nützliches Weihnachtsgeschenk suchte, der lag beim Kochbuch vom Friedensdorf genau richtig, denn der Erlös ging ebenfalls unmittelbar in den Spendentopf für verletzte und kranke Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten. So unterstützt der Staffeler Weihnachtsmarkt seit nun schon 19 Jahren alljährlich ein Hilfsprojekt mit den Spenden der Marktbetreiber und der Festbesucher.
Während der Außenbereich eher das rustikale Ambiente bot, waren im Saal das Filigrane und Kunst angesagt. Hier erhielt vor den Augen der Käufer das Wein- oder Sektglas seine Gravur, und gleich nebenan röhrte der Hirsch auf den Drucken von Angelika Furth, oder es zeigte sich der eher abstrakte Abdruck der Mittelahr mit dem Ahrlauf und seinen angrenzenden Weinbergen bis hinauf in die waldreichen Höhengemeinden im Kesselinger Tal nach Staffel. Die Buchautorin Petra Schier aus Heckenbach hatte ebenfalls wieder ihre historischen Romane ausgelegt, und neben den Hör- und Kinderbüchern war neu im Sortiment eine Krimireihe mit bereits fünf erschienen Werken unter dem Pseudonym „Mila Roth“.
Am Nachmittag wurde es dann sehr weihnachtlich, als die Blaskapelle Kesseling ihre Instrumente aufgebaut hatte und die Weihnachtsmarktbesucher mit ihrer Musik erfreute. Danach erwarteten die Kinder mit Spannung den Nikolaus, der in seinem Gabensack für alle Kinder ein Geschenk dabei hatte.
In der Abenddämmerung war es dann die Jagdhörner der Jagdhornbläsergruppe vom Hegering Rheinbach, die weiter die Stimmung auf dem Staffeler Weihnachtsmarkt hochhielt, und so eingestimmt auf die beginnende Adventszeit saßen noch viele bis in die Abendstunden zusammen. So war dann auch zu hören, dass sich die Organisatoren ebenso wie die zahlreichen Besucher aus nah und fern auf das Jubiläum 20 Jahre „Staffeler Weihnachtsmarkt“ im nächsten Jahr freuen.
Die Organisatoren des Staffeler Weihnachtsmarktes (v. l.) Klaus Winkler, Eva Keuler und Franz-Josef Keuler konnten wieder mit dem Erfolg der Veranstaltung zufrieden sein.
Im Gemeindehaus konnte man einer Glasschleiferin bei der Arbeit zusehen - und natürlich auch das eine oder andere der filigranen Kunstwerke käuflich erstehen.
