Männerchor Bachem
Konzertreise im Norden
Bachem. Traditionell alle zwei Jahre begibt sich der Männerchor Bachem 1904 e. V. auf eine Konzertreise in eine Gegend Deutschlands oder des nahen Auslands, um dort Land und Leute kennenzulernen und diesen das eigene Liedgut näherzubringen. Dieses Jahr zog es den Chor in den Norden - in die Hansestadt Bremen. Das kleine Team um Uwe und Karl hatten die Organisation abgeschlossen und so stand der große Reisebus der Firma Dardenne am Tag von Christi Himmelfahrt pünktlich um 6 Uhr zur Abreise bereit. Die Sänger waren versammelt, um das traditionelle Lied „Am kühlenden Morgen“ zu singen. Dann konnte die Fahrt für die aus 65 Personen bestehende Reisegruppe, dabei 33 Sänger, ihre Ehefrauen und Freunde, beginnen. Diese führte zunächst nach Beckum zu einer schönen Windmühle, an der ein kräftiges Frühstück eingenommen wurde und ein Müller für Führungen bereitstand. Später in der Rattenfängerstadt Hameln gelandet, wurde die Reisegruppe durch die Mitreisenden Klaus, Ursula und Willi an die Hand genommen, welche die Geschichte und Bauweise mancher der sehr vielen imposanten Fachwerkhäuser erklärten. Natürlich durfte ein Kurzauftritt des Chores auf dem Markt mit mehreren volkstümlichen Weisen nicht fehlen, der bei nicht angesagtem Sonnenwetter schnell eine kleine Zuhörerschaft versammelte. In einem der schönsten Häuser, dem Rattenfängerhaus, wurde dann das Mittagessen eingenommen, um anschließend direkt nach Bremen weiterzufahren. Während der Fahrt erklärte Uwe Interessantes rechts und links der Straßen und ließ dabei auch so manch lustige Geschichte oder einen kleinen Witz einfließen. So verging die Fahrzeit sehr schnell und man konnte am Abend pünktlich im Bremer Ratskeller, umgeben von riesigen uralten und herrlich verzierten Weinfässern, das Abendessen einnehmen und nebenbei die Atmosphäre dieser mittelalterlichen Weinhandelsmetropole aufnehmen. Am nächsten morgen startete die Reisegruppe nach einer erholsamen Nacht im Hotel Steigenberger zu einer Stadtrundfahrt, der sich eine Stadtführung zu Fuß durch das Zentrum Bremens anschloss. So lernte man die Außenbereiche mit den schönen Parks sowie die Anlagen an der Weser genauso kennen wie die herrliche Innenstadt mit der Böttcherstraße und dem Marktplatz mit seinem weithin sichtbaren Roland. Zu Ende ging der Rundgang im Schnoorviertel mit seinen vielen kleinen Gässchen zwischen den historischen Hafenhäuschen. In einem dieser Häuser, dem Geschichtenhaus, empfing die Reisenden eine Gruppe von Schauspielern, die auf mehreren kleinen Bühnen mit historischen Kulissen die Geschichten zur Stadt und den früher darin lebenden Leuten erzählten. Und die machten das richtig toll! Somit hatten sie sich natürlich ein Ständchen des Männerchores verdient, womit sich der Chor verabschiedete, um anschließend für ein paar Stunden individuell die Stadt zu erkunden. Dies wurde genutzt, um entlang der Schlachte an der Weser im Schatten der dortigen Bäume ein kühles Bier zu trinken oder in einem der vielen Cafés am Markt ein Eis zu schlecken. Später führte der Bus die höchstzufriedenen Bachemer dann in den Norden der Stadt zu der „Deutschland“, dem dort ankernden Segelschulschiff der zivilen Schifffahrt, wo ein umfangreiches Buffet auf die hungrigen Besucher wartete. Der ehemalige Marinesoldat Klaus und ein Crewmitglied ließen es sich nicht nehmen, der Gesellschaft etwas zu dem Schiff zu erzählen. Beide fanden sehr interessierte Zuhörer. Später nach dem Essen wurde das Sachliche beiseitegelegt und es wurde bei einem herben „Becks“ so richtig gesellig. Hierfür sorgte unsere Mundharmonikatruppe, zu deren Musik fleißig mitgesungen wurde, und der Vortrag von Heinz, der die Charaktere mancher unserer Chormitglieder unter die Lupe nahm. Aber man übte sich auch in einem anderen Genre, dem Theaterspiel, in dem es natürlich um die Liebe eines Prinzenpaares ging. Es war wieder ein sehr schnelllebiger Abend. Der darauf folgende Samstag war insbesondere vom Gesang geprägt. So hatte man eine große Ausnahme errungen, im St.-Petri-Dom zu Bremen im Rahmen einer Führung ein Kurzkonzert zu geben. Ein zufällig anwesender Chor aus dem Raum Gießen bemerkte dies und nahm Kontakt mit den Bachemern auf. Kurz darauf standen beide Chöre in der Mitte des Domes und sangen gemeinsam – so, als hätte man monatelang zusammen geprobt. Beide Chöre sind sich sicher, dass dies nicht das letzte Zusammentreffen war. Im Weiteren setzte der Bachemer Männerchor sein Konzert allein fort und begeisterte so die zahlreichen spontanen Zuhörer. Bevor die Reise zum „Neustädter Chantychor“ begann, wurde die „Schüttinger Brauerei“ aufgesucht und wer wollte, fand dort eine riesige, 1200g schwere und hervorragend schmeckende Haxe vor. Nur wenige konnten diese jedoch bezwingen. Und da war dann erst mal eine wohltuende Mittagspause im Hotel Steigenberger notwendig, um dann ausgeruht die kurze Reise zur Festwiese des Chantychores anzutreten. Dort traf man gespannt auf die befreundeten Sänger, die schon dreimal, zuletzt im Mai 2017, zu Besuch in Bachem verweilten. Es wurde ein bunter Nachmittag mit herrlichem Wetter und viel Gesang, der obwohl gegensätzlich doch so schön und harmonisch war. Zur Freude der Besucher wurde das „Schifferlied“ zum Schluss gemeinsam vorgetragen. Viele Gespräche bei gutem Essen und Trinken sowie der Austausch wohlgemeinter Gastgeschenke rundeten diesen, bis in den Abend dauernden Besuch ab. Am Sonntag ging die schöne Reise schon zu Ende. Aber einen Höhepunkt gab es noch. So führte der Heimweg über Bad Zwischenahn, wo man den Rhododendron in voller Blüte bewundern und am Uferbereich des Zwischenahner Meeres unter strahlender Sonne flanieren konnte. Dann begann die Fahrt nach Bachem und es war vorbei mit dem schönen Wetter, das uns über alle vier Tage auf dieser geselligen und äußerst erlebnisreichen Fahrt begleitete.
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