Mitgliederversammlung des Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V.
Landesgartenschau 2022 als „große Chance für Stadt und Region“
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Eine ganze Reihe statistischer Zahlen, aber auch diverse Zukunftsplanungen standen jüngst bei der Mitgliederversammlung des Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. auf der Tagesordnung. Dabei konnte Geschäftsführer Andreas Wittpohl vom statistischen Landesamt ermittelte, moderate Wachstumszahlen vermelden. Bei den zehn Tourismusdestinationen in Rheinland-Pfalz belegt das Ahrtal trotz eines verregneten ersten Halbjahres und des verheerenden Starkregenereignisses samt damit einhergehender Medienberichte den dritten Platz. Ebenfalls leicht angestiegen sind die Übernachtungszahlen, die man ohne ein gesundes Wachstum aus den Augen zu verlieren weiterhin steigern möchte. „Mehr Gäste sichern nicht nur mehr Steuereinnahmen, sondern auch mehr Lebensqualität für uns alle hier in Bad Neuenahr-Ahrweiler und im Ahrtal“, so Wittpohl. Insgesamt 403.179 Gäste bei 1.080.685 Übernachtungen wurden von Januar bis September 2016 im Ahrtal gezählt, was einer Steigerung im Vergleich zu 2015 von 0,5, bzw. 1,0 Prozent entspricht. Nach den Jahren großer Umbrüche konnte sich 2016 also auf Konsolidierung und Etablierung konzentriert werden. Verlängert wird nach fünf erfolgreichen Jahren die so genannte „Ahrtal-Kooperation“, mit den Bürgermeistern der Kommunen des Ahrtals, die eben jenes als verständliche Marke und Destination gemeinsam vermarkten. Überhaupt, so Wittpohl, sei die Vernetzung mit den Ahrtal-Kommunen und dem Ahrwein e.V. hervorragend. Dies drücke sich nicht zuletzt durch die jüngste Entstehung von 15 neuen Wanderwegen rund um Bad Neuenahr-Ahrweiler, den Lückenschluss des „AhrSteig“ sowie weitere Rundwege, beispielsweise im Sahrbachtal oder bei Sinzig, aus. Im kommenden Monat wird die Zertifizierung des „AhrSteig“ als Premium-Wanderweg durch den Deutschen Wanderverband erwartet.
Förderung von barrierefreiem Tourismus
Als auserkorene Modellregion in Rheinland-Pfalz für barrierefreien Tourismus, das Projekt heißt „Tourismus für Alle“, finden derzeit Detaildiskussion mit dem Wirtschaftsministerium statt um zu erörtern, welche Maßnahmen gefördert werden können. Andreas Wittpohl wies auch auf Veranstaltungsformate wie die von November bis Februar stattfindende Veranstaltungsreihe „In Winter Veritas“ oder die „Ahrweiler Freiheitswochen“ hin, die nicht nur hochfrequentierte Events mit viel Prominenz gebracht hätten, sondern auch eine sehr hohe Presseresonanz – nicht nur lokal, sondern auch bundesweit. Die 2. Ahrweiler Freiheitswochen vom 10. bis 19. März 2017 werden auch wieder – im gesamten Kreis Ahrweiler – mit dem Schirmherrn, Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Töpfer und dem Preisträger Karl Kardinal Lehmann und weiteren sehr bekannten Referenten, wie z.B. Herrn Norbert Blüm, Akzente setzen und die Auslastung der gastgebenden Betriebe zwischen Karneval und Ostern beleben. Fünfzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zwei Auszubildende und zwei Kräfte für den Ahrwein e.V. sind derzeit beim Ahrtal-Tourismus beschäftigt. Dies entspricht 11,3 Ganztagsstellen inklusive Geschäftsführung. Sorgen bereitet den Touristikern der zunehmende Preisdruck, der durch verschiedene Internet-Plattformen immer größer wird. Eine Entwicklung, der man sich beim Ahrtal-Tourismus stellen wird und muss. Um die Schlagkraft nach außen zu stärken, mehr Effizienz zu erreichen und insbesondere für die digitalen rasanten Entwicklungen gerüstet zu sein, soll neben inhaltlichen Veränderungen mit den Beteiligten am Standort auch eine neue Struktur geschaffen werden. Erste Gespräche auf Basis der Ergebnisse eines Vorstands-Workshops haben bereits begonnen. Dabei möchte man eine ausgewogene Balance zwischen der „Online-Welt“ und der Betreuung vor Ort finden. In den Ahr-Thermen fanden während der Monate April, Mai und Juni Sanierungsarbeiten an den Whirlpools sowie am Bewegungsbecken mit Kosten von rund 300.000 Euro statt, was zu deutlichen Besucherrückgängen führte. Ohne diese drei Monate konnte bis Ende Oktober ein Besucher- und Umsatz-Plus von 17 Prozent im Vergleich zu 2015 verzeichnet werden.
Wandel vom „klassischen Kurbad“ zum „zukunftsfähigen Gesundheitsstandort“
Thematisiert wurde an diesem Abend natürlich auch die bevorstehende Landesgartenschau 2022, die der Ahrtal-Tourismus-Vorsitzende Maternus Fiedler als „herausragende Chance von der wir auch im Vorfeld schon profitieren“ bezeichnete. Dem schloss sich auch Bürgermeister Guido Orthen an: „Die Entscheidung der Landesregierung, die Landesgartenschau 2022 nach Bad Neuenahr-Ahrweiler zu vergeben, war die wohl wichtigste Nachricht für diese Stadt in 2016. Und ich sage auch: diese Entscheidung gibt dieser Stadt, und wenn man es will: auch der Region, die größte Chance seit Bestehen der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Landesgartenschau ist für uns ein Quantensprung auf dem Weg des Wandels vom klassischen Kurbad zu einem zukunftsfähigen Gesundheitsstandort. Für Stadt und Region werden wir so wichtige Impulse und nachhaltige Strukturen schaffen können. Gesellschaftlich betrachtet besteht hier die einzigartige Gelegenheit, die Infrastruktur in unserer Stadt zeitgemäß zu modernisieren. Und die touristische Bedeutung liegt auf der Hand: Die hoffentlich hohen Besucherzahlen während der Landesgartenschau 2022 werden für hohen Umsatz sorgen. Darüber hinaus verspreche ich mir von den positiv gestimmten Besuchern auch einen öffentlichkeitswirksamen Multiplikator-Effekt. Will heißen: Die Besucher der Landesgartenschau werden über ihre Kommunikationswege auch andere Menschen anregen, als Tourist nach Bad Neuenahr-Ahrweiler zu kommen.“
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