Lokalsport | 26.04.2026

Ehrenamt im Fokus

Langjähriger Unterstützer August Werres prägte ABK 54 Ahrbrück nachhaltig

Der vor kurzem Verstorbene wurde durch den ABK 54 Ahrbrück geehrt

Ahrbrück. Als der Erste Vorsitzende des ABK 54 Ahrbrück e.V, Franz-Josef Christ und sein Stellvertreter Arno Furth Mitte März nach Andernach fuhren um einen langjährigen Unterstützer des Vereins zu ehren (der Mittelahrbote berichtete drüber) dachte niemand daran, dass die Fahrt am vergangenen Freitag einen traurigen Hintergrund haben würde. August Werres, ehemaliges Vereinsmitglied und treuer Unterstützer über Jahrzehnte war unerwartet verstoben.

August Werres, Jahrgang 1932, wurde in Niederdürrenbach im Kreis Ahrweiler geboren. In Alter von fünf Jahren zog er mit seiner Familie nach Ahrbrück. Hier verbrachte er seine Kindheit und Jugend. Zwischen 1939 und 1943 besuchte er die Grundschule Ahrbrück. Schon früh entwickelte er eine enge Verbundenheit zu seinem Heimatort und eine ausgeprägte Leidenschaft für den Sport – Eigenschaften, die sein Leben prägten. Er berichtete voller Stolz, dass er zu den ersten Wintersportlern im Ahrtal gehörte. Das Skilaufen hatte er sich auf Skiern beigebracht, die ihm ein Schreiner des Luftwaffenübungsplatzes angefertigt hatte.

Als am 08. 08. 1954 der ABK 54 Ahrbrück gegründet wurde, gehörte August Werres zu den Männern, die den Verein von Beginn an mit aufbauten. Als Gründungsmitglied trug er zur Entwicklung des Vereins bei. Über viele Jahre hinweg war er in verschiedenen Funktionen im Vorstand tätig und setzte sich mit großem Engagement für die sportliche und organisatorische Weiterentwicklung des Vereins ein.

Sein sportliches Wirken war ebenso vielseitig wie leidenschaftlich. Fußball, Skifahren und Tennis gehörten zu seinen großen Interessen, und er war in allen drei Disziplinen aktiv. Besonders im Fußball prägte und unterstützte er die frühen Mannschaften des ABK 54 und wurde so zu einer festen Größe im Vereinsleben.

Aus beruflichen Gründen verließ August Werres später seine Heimatgemeinde Ahrbrück. Trotz der räumlichen Distanz blieb seine emotionale Bindung zum Ahrtal und zum ABK 54 bestehen. Er verfolgte die Entwicklung seines Heimatvereins mit großem Interesse.

Ein weiteres Kapitel seines Engagements war seine Mitwirkung als Zeitzeuge an einem Buchprojekt über den ehemaligen Luftwaffenübungsplatz Ahrbrück (Die Rheinzeitung berichtete). Durch dieses Projekt lebten viele seiner Beziehungen zu Jugendfreunden wieder auf, und seine Erinnerungen wurden zu einem wertvollen Beitrag.

Schon lange vor der verheerenden Flutkatastrophe vom 14. auf den 15. Juli 2021 unterstützte August Werres den ABK 54 finanziell. Nach der Flut, die Ahrbrück und das gesamte Ahrtal schwer traf, verstärkte er sein Engagement noch einmal deutlich. Gelder, die er anlässlich persönlicher Jubiläen erhielt, stellte er dem Verein und dem Ort zur Verfügung – ein Ausdruck seiner tiefen Verbundenheit gegenüber seiner Heimat.

Zum 70‑jährigen Vereinsjubiläum des ABK 54 im Jahr 2024 konnte er aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich an den Feierlichkeiten teilnehmen. Der Vereinsvorstand besuchte ihn daher in Andernach, um ihm die vorbereitete Ehrenurkunde zu überreichen.

In dieser Würdigung wurde sein jahrzehntelanges Engagement, seine Treue zum Verein und seine außergewöhnliche Verbundenheit zum Ahrtal hervorgehoben. Als besondere Anerkennung erhielt er zudem die Goldene Vereinsnadel – eine Auszeichnung, die nur bei besonderen Verdiensten um den Verein verliehen wird.

Dem Verein war es deshalb eine Verpflichtung ihm die letzte Ehre zu erweisen

August Werres hat dem ABK 54 Ahrbrück über Jahrzehnte die Treue gehalten. Sein Engagement und seine Verbundenheit machen ihn zu einer Persönlichkeit, die im Gedächtnis des Vereins einen bleibenden Platz einnimmt.

August Werres  überrichte der Vereinswirtin Annemie Leuer zum 50-sten Blumen

August Werres überrichte der Vereinswirtin Annemie Leuer zum 50-sten Blumen Foto: ABK54

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  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
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