Petra Elsner, MdL, zum Equal Pay Day: Entgeltgleichheit herstellen
Lohnungerechtigkeit überwinden
Region. „Auch dieses Jahr haben Frauen wieder erst am 21. März so viel verdient, wie ihre männlichen Kollegen bereits Ende Dezember des Vorjahres in der Tasche hatten. Auch wenn sie genauso gut und genauso viel gearbeitet haben wie ihre männlichen Kollegen“, zieht die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Petra Elsner eine ernüchternde Bilanz zum diesjährigen Equal Pay Day.
„Noch immer bekommen Frauen in Deutschland rund 22 Prozent weniger Gehalt als Männer. Damit rangieren wir im europäischen Vergleich auf einem der letzten Plätze. Dies ist eine skandalöse Lohnungerechtigkeit mit gravierenden Folgen“, so Elsner. Problematisch ist vor allem die überproportionale Beschäftigung von Frauen in Minijobs und Teilzeitarbeit. Nach einem familienbedingten Ausstieg oder einer vorübergehenden Reduzierung der Erwerbstätigkeit finden sie sich oft in diesen geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnissen wieder. „Hier brauchen wir dringend eine Neuordnung, um eine langfristige Existenzsicherung für die Frauen und ihre Familien zu gewährleisten.
Denn in knapp einem Fünftel der Haushalte, in denen mehrere Personen leben, ernähren heute Frauen die Familie. Die Armutsrisiken dieser Familien sind durch die Entgeltslücke mit verursacht“, so Elsner. „Zudem erhalten Frauen dadurch im Durchschnitt deutlich weniger Rente als Männer und laufen so weitaus häufiger Gefahr, von Altersarmut betroffen zu sein.“ Elsner: „Wir brauchen den flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn als Lohnuntergrenze, weil Frauen besonders häufig für Dumpinglöhne arbeiten müssen.
Zudem ist eine gesetzliche Regelung zur Durchsetzung der Entgeltgleichheit, die Unternehmen verpflichtet, ihre Entgeltpraxis geschlechtergerecht zu gestalten, längst überfällig. Alle Appelle an die Wirtschaft sind bisher ebenso gescheitert wie freiwillige Verpflichtungen der Unternehmen. Frauen müssen gerecht am Erwerbsleben beteiligt werden. Dazu ist es entscheidend, die bestehende Entgeltlücke zu bereinigen.“
Pressemitteilung Büro
von Petra Elsner, MdL (SPD)
