Gewinner kommt vom Hotel Eifelstube Ahrweiler
Max-Maier-Wanderpokal für Stefan Dung
Sechs angehende Köche traten an
Kreisstadt. Allein beim Vorlesen läuft einem das Wasser im Mund zusammen: Lachs-Panna-Cotta auf lauwarmem Pastinakencarpaccio, dazu Rosenkohlmousseline auf einem Möhren-Ingwer-Gelee als Vorspeise, rosa gebratenes Lammkaree unter einer Walnuss-Senf-Kruste, Rotwein-Schalottensauce, Paprikagemüse, Kartoffel-Sellerie-Gratin als Hauptgang sowie Dreierlei von der Orange mit Himbeerragout als Dessert. Mit diesem kulinarischen Feuerwerk sicherte sich der Nachwuchskoch Stefan Dung vom Hotel Eifelstube in Ahrweiler den begehrten Max-Maier-Pokal und setzte sich damit gegen fünf Mitbewerber aus der Region durch. Mit aufs Treppchen hatten es auch Pascal Schmitz vom Lindner-Hotel am Nürburgring und Markus Geyermann vom Seehotel Maria Laach geschafft. Sie sind die drei Besten beim Küchenwettkampf 2013 des traditionell vom Club der Köche Rhein-Ahr vergebenen Pokals. Ebenso wie ihre Konkurrenten sind sie allesamt Koch-Azubis des dritten Ausbildungsjahres an der Berufsschule Bad Neuenahr.
Zum Wettstreit
Den Wettstreit am Herd um den Max-Maier-Pokal gibt es schon seit 37 Jahren. Da das eine lange Zeit ist und der Platz für Gravuren mit den Gewinnernamen auch irgendwann einmal ausgeschöpft ist, musste ein neuer Pokal her. Der kam auch dieses Mal wieder von der Familie Franz Simon, die den legendären Koch Max Maier bis zu seinem Tod 1975 versorgte. Über den Kochvirtuosen, Vorreiter der Diätetik und Gründungsvorsitzenden des Clubs der Köche weiß Franz Simon daher einiges zu berichten. In Erinnerung an den ehemaligen Chefkoch des Kurhotels wird der Max-Maier-Pokal Jahr für Jahr ausgeschrieben, um den Nachwuchs eine Plattform für ihre kulinarischen Kreationen zu bieten. Unbändig war daher der Eifer der sechs Titelaspiranten: Für sie hieß es ab 11 Uhr am Vormittag Nerven behalten, gegen die Zeit kochen und die sechs Juroren mit einem Drei-Gang-Menü von sich und seinen Kochkünsten überzeugen. In der Küche des Jugendgästehauses Bachem, das von Maria und Wolfgang Appel geleitet wird, wurden Köstlichkeiten gezaubert. Nach einer theoretischen Vorentscheidung innerhalb der BBS Bad Neuenahr hatten sich sechs der angehenden Köche für die Endausscheidung qualifiziert, um dort ihr Können unter Beweis zu stellen. Die sechs nächstplatzierten Auszubildenden bekamen den Auftrag, eine Plattenshow für das Gästebuffet zu gestalten. Die Teilnehmer waren: Marian Plich (Hotel Zum Stern Heimersheim), Maximilian Schapdick und Philipp Wurdel (Hotel Café Lang Altenahr), Matthias Kürsten und Emran Ahmeti (Hotel Lochmühle Mayschoß) sowie Jaqueline Steinheuer (Altenzentrum Villa am Buttermarkt Adenau).
Stefan Dung überzeugte die Jury
Doch am meisten konnte schließlich Stefan Dung von seinen Künsten überzeugen und erhielt den begehrten Wanderpokal aus den Händen von Kurt Herrmann, Vorsitzender des mehr als 90 Mitglieder zählenden Clubs der Köche Rhein-Ahr, begleitet von großem Beifall der geladenen Gäste. Zum Jurorenteam gehörte im Übrigen auch der Vizepräsident des Vereins der Köche Deutschlands, Andreas Becker. Er kam nicht ohne Grund an die Ahr, denn der Vorjahressieger Falko Weiß verewigte sich nicht nur auf dem Max-Maier-Wanderpokal, sondern wurde darüber hinaus in Saarbrücken bester Nachwuchskoch des Landesverbandes Wets und verfehlte den Titel bester Nachwuchskoch Deutschlands nur knapp. Kurt Hermann motivierte den diesjährigen Sieger Stefan Dung, ebenfalls beim Landesentscheid um den Rudolf-Achenbach-Pokal mitzumachen. Vielleicht kommt so der beste Nachwuchskoch des Landes auch in diesem Jahr wieder von der Ahr? RERE
