Allgemeine Berichte | 20.07.2026, 20:34 Uhr

Golfen für den guten Zweck

Mit Herz und Sportsgeist

Beste Laune herrschte auf dem Platz des Golf- und Landclubs Bad Neuenahr bei Spielern, Sponsoren und Engagierten in der Hospizarbeit.
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Benefizturnier mit Golfern aus ganz Deutschland auf der Anlage in Bad Neuenahr-Ahrweiler erbringt fünfstellige Summe für die Hospizarbeit im Kreis Ahrweiler. Launige Aktionen und ernster Appell

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Sie hatten den Schwung raus und waren mit dem Herzen beim Sport und beim guten Zweck:

Die 82 Teilnehmer aus der Region und darüber hinaus, die beim Golf-Turnier von und für die Hospiz-Stiftung Rhein-Ahr-Eifel antraten.

Die Anlage des Golf- und Landclubs Bad Neuenahr-Ahrweiler (GLC) bot bei angenehmen Temperaturen die Kulisse für das „schöne Spiel“, das ihnen am Start der Stiftungsratsvorsitzende Kay Andresen wünschte und auf das die Spieler beim abschließenden abendlichen Beisammensein mit unterhaltsamem Programm gerne zurückblickten.

In Teams von überwiegend vier Personen hatten sich die passionierten Golfer am Morgen auf den 18-Loch-Kurs begeben. Beim Abschlagen zählten nicht Einzelrekorde sondern der jeweils beste Schlag eines Teammitglieds und am Ende das Teamergebnis. Nicht der sportliche Ehrgeiz, sondern Gemeinschaftsgeist, Geselligkeit und Benefizgedanke standen auch rund um die Siegehrung im Vordergrund.

„Es hat uns wahnsinnige Freude gemacht“, erklärte Teilnehmerin Margit Delfing. „Wunderbar, dass so etwas gemacht wird“, fügte die Andernacherin an. Damit bezog sie sich auch auf die Absicht des Turniers: die Hospizarbeit im Kreis Ahrweiler bekannter zu machen und Schwerkranke und Sterbende im Kreis Ahrweiler sowie deren Angehörige zu unterstützen. „Dass Menschen sich dafür engagieren“, sei aller Ehren wert und für sie ein Grund, dabei zu sein und zu spenden, so Delfing. Ebenso sah es ihre Mitspielerin Sabine Mohrs, die genauso von einem „tollen Tag“ schwärmte. Auch sie lobte den Einsatz insbesondere der ehrenamtlichen Hospizbegleiter, die sich um Menschen im letzten Lebensabschnitt kümmern.

Zwischen dem Pitchen und Putten sorgten die Küche des stationären Hospizes im Ahrtal im Halftime-House und abschließend das Köhlerhof-Team für Stärkungen. Zudem schloss sich eine Verkostung des Dernauer Weingut Gebrüder Bertram an. Dieses hat die diesjährigen Hospizweine kreiert: Ein Blanc de Noir und ein Spätburgunder mit einem von Stephan-Maria Glöckner designten Etikett mit der hospizlichen Botschaft „DA SEIN“ - gemeint sind Beistand und Zuwendung für andere Menschen.

Bei einer launigen Auktion versteigerten Hospizstiftungsbotschafter und Ex-Fifa-Schiedsrichter Edgar Steinborn und Clubmitglied Udo Groß aus Steinborns Fundus einen Geißbock-Figur und weitere Fanartikel des 1. FC. Köln sowie ein von den Spielern signiertes Borussia-Dortmund-Trikot mit Zubehör. Nicht weniger munter ging es bei einem spaßigen Putt-Tunier mit kuriosem Golfschläger aus Heizungsrohr und Betonfuß zu. Getanzt und gesungen wurde zur Musik der Band „Barlala“. Und spannend wurde es bei einer Tombola, für die Turnier-Organisatorin Uschi Klapp-Dittmann 100 hochwertige Preise zusammengetragen hatte. GLC-Präsident Andreas Zeitler hatte wie im Vorjahr für den guten Zweck die Anlage und sein Team kostenfrei in den Dienst der guten Sache gestellt – nicht zuletzt, weil er findet: „Menschlichkeit und Zusammenhalt sind oft das wertvollste Geschenk, das wir einander machen können.“

Insgesamt kamen aus Startgeldern und den Aktionen wie Auktionserlös, Losverkauf und Spenden fünfstellige Summe für die Hospizbewegung im Kreis Ahrweiler zusammen. Was damit gemacht wird, erklärte Ulrike Dobrowolny. Als Vorstand der Hospiz-Stiftung Rhein-Ahr-Eifel und Vorsitzende des Hospiz-Vereins Rhein-Ahr verwies sie darauf, dass in einer alternden Gesellschaft und bei immer knapperen Kassen der Kranken- und Pflegeversicherungen die Lage für Menschen am Lebensende nicht leichter wird. Ein Baustein für die hospizliche Versorgung im Kreis Ahrweiler soll neben dem ambulanten Verein, der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) und dem stationären Hospiz das geplante Tageshospiz sein. „Wenn Sie uns unterstützen, dann unterstützen Sie, dass wir uns neue Möglichkeiten überlegen, wie wir für Menschen Angebote machen können. Denn weil wir mehr Alte werden, brauchen wir mehr Angebote und mehr Gespräche darüber und mehr Auseinandersetzung mit dem Thema Tod und Sterben“, so Dobrowolny. Zugleich appellierte sie an jeden: „Sie müssen sich frühzeitig informieren und auseinandersetzen mit dem Ende, wie Sie es haben wollen, weil die Medizin immer mehr kann und Sie entscheiden müssen, was die Medizin und diejenigen, denen Sie eine Vollmacht erteilen, für Sie tun oder lassen sollen.“

Hospiz-Verein Rhein-Ahr

Zum Unterhaltungsprogramm des Tages gehörte auch ein spaßiges Putt-Turnier mit einem kuriosen und extra schweren Golfschläger

Zum Unterhaltungsprogramm des Tages gehörte auch ein spaßiges Putt-Turnier mit einem kuriosen und extra schweren Golfschläger Foto: Andrea Simons

Bei einer launigen Versteigerung von Bundesliga-Artikeln: Hospizstiftungsbotschafter und Ex-Fifa-Schiedsrichter Edgar Steinborn und Clubmitglied Udo Groß (3. und 4. v.l.) mit Kay Andresen und Reinhold Harst (1.und 2. v.l.)

Bei einer launigen Versteigerung von Bundesliga-Artikeln: Hospizstiftungsbotschafter und Ex-Fifa-Schiedsrichter Edgar Steinborn und Clubmitglied Udo Groß (3. und 4. v.l.) mit Kay Andresen und Reinhold Harst (1.und 2. v.l.) Foto: Andrea Simons

Zum launigen Abendprogramm begrüßten Ulrike Dobrowolny (2.vl, stehend), Vorstand der Hospiz-Stiftung Rhein-Ahr-Eifel, und GLC-Präsdent Andreas Zeitler (rechts) die Gäste im Clubhaus

Zum launigen Abendprogramm begrüßten Ulrike Dobrowolny (2.vl, stehend), Vorstand der Hospiz-Stiftung Rhein-Ahr-Eifel, und GLC-Präsdent Andreas Zeitler (rechts) die Gäste im Clubhaus Foto: Andrea Simons

Beste Laune herrschte auf dem Platz des Golf- und Landclubs Bad Neuenahr bei Spielern, Sponsoren und Engagierten in der Hospizarbeit. Foto: Andrea Simons

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