Villa Aurora-Osterkonzert in Bad Neuenahr
Musikalischer Hochgenuss
Britta Bauer und Manfred Knoll gastierten in Jugendstilvilla
Bad Neuenahr. Osterkonzerte haben im Hause Hotel Villa Aurora in Bad Neuenahr eine lange Tradition. Für Seniorchef Lothar Lindner konzertieren Britta Bauer (Querflöte) und Manfred Knoll (Klavier) „gefühlte hundert Jahre in unserem Hause.“
Britta Bauer absolvierte Studien der Querflöte, Musikpädagogik und Musikwissenschaft an der Musikhochschule in Köln, der Universität Mozarteum in Salzburg und dem Conservatoire Supérieure de Musique et de Danse in Paris. Um ihre musikalische Ausbildung abzurunden, bildete sie sich zusätzlich weiter bei international renommierten Flötisten und Komponisten, wie beispielsweise Prof. Peter-Lukas Graf, Wolfgang Schulz, Soloflötist der Wiener Philharmoniker, Irena Grafenauer, Soloflötistin der Münchner Philharmoniker, Prof. Pierre-Yves Artaud, Paris, Arlette Biget, Orléans und Karlheinz Stockhausen. Manfred Knoll, Pianist und Klavierpädagoge, wurde zunächst von Erika Wenderoth und anschließend von den beiden Pianisten Peter von Pachmann und Heinz Prandl ausgebildet.
Nach Abschluss seines Studiums an der Fachakademie für Musik und Musikhochschule Nürnberg unterrichtete er das Fach Klavier hauptberuflich an der Musikschule des Landkreises Ahrweiler, die er darüber hinaus für drei Jahre leitete. Seit Herbst 2006 führt er mit Michael Adami die musikalische Bildungseinrichtung PriMus. Als eine Perle der Salonmusik erklang von Georg Friedrich Händel die Sonate für Querflöte und Basso continuo G-Dur mit den Sätzen Adagio - Allegro - Adagio - Bourrée anglaise - Minuetto. Mit dem Klavierstück „Etüde Opus 2, No. 1“ gedachte Manfred Knoll dem 100. Todestag des Komponisten Alexander Scriabin, dessen spätere Werke an die Zwölftonmusik angelehnt sind.
Romantisch präsentierte sich das „Chanson de Matin“ von Edvard Elgar.
Neben klassischen Komponisten standen auch zeitgenössische Werke auf dem Programm, wie das „Prélude et Danse“ des 1959 geborenen Pascal Proust. Das „Café 1930“ des argentinischen Komponisten Astor Piazzolla kündigte Britta Bauer als „ein Werk voller Sehnsucht und Schwere aber mit glitzernden Hoffnungspassagen“ an.
Improvisierend tastete sich das Duo an „The Girl from Ipanema“ von Antonio Carlos Jobim an, um in Jazzmanier die Melodielinie heraus zu kristallisieren.
Mit lang anhaltendem Beifall verabschiedete das Publikum nach einer Zugabe das Duo, um mit einem Sektempfang das Konzert ausklingen zu lassen.
