Kommentar zum Leserbrief „Wohl der Bevölkerung aus den Augen verloren?“ in „Blick Aktuell“ 15/2015
Nachhaltige Entscheidung nutzt Schwimmbegeisterten
In etlichen Sitzungen haben der Rat der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie seine Ausschüsse das Für und Wider von Neubau und Sanierung des Hallenbades in Bachem erörtert. Zahlreiche Standorte und Konzepte wurden geprüft und am Ende eine Standortentscheidung getroffen. Hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung am Standort Bachem wird die Diskussion weitergehen und ein optimales Ergebnis zu suchen sein.
Vor dem Hintergrund dieser langjährigen öffentlichen Diskussion ist es jedoch unfair, den Verantwortlichen im Stadtrat vorzuwerfen, das „Wohl der Bürger aus den Augen verloren“ zu haben (Leserbrief in Blick aktuell 15/2015). Ein solcher Vorwurf zielt darauf ab, Entscheidungen im Rahmen legitimer demokratischer Prozesse im Nachgang zu diskreditieren. Niemand kann ernsthaft behaupten, die Fraktionen und deren Mitglieder im Stadtrat hätten es sich mit der Standortentscheidung leicht gemacht. Denn anders als behauptet, sind die möglichen Auswirkungen des neuen Standortes Bachem auf die Auslastung der Sportplätze im Stadtgebiet, die Möglichkeiten der umliegenden Schulen zur Nutzung eines neuen Hallenbades (und damit auch für den Schwimmunterricht), die Frequentierung des Bades durch verschiedene Altersgruppen von Badegästen, eine mögliche Kombination von neuem Hallen- und bestehendem Freibad sowie die Mindestanforderungen an ein neues Hallenbad intensiv diskutiert worden. Dies war notwendig, als sich herausstellte, dass ein Neubau oder eine umfassende Renovierung des alten Twin am jetzigen Standort nicht finanzierbar ist.
Insofern sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass die Alternative zu einem Neubau an neuem Standort und einer Verwertung des alten Grundstücks lediglich darin bestanden hätte, künftig gar kein Hallenbad mehr in der Kreisstadt zu haben und so niemandem in den nicht so schönen Jahreszeiten die Möglichkeiten zum Schwimmenlernen oder Schwimmtraining zu bieten. Schulen, Vereine und alle am Schwimmen interessierte werden Nutznießer dieser langfristig nachhaltigen Entscheidung des Stadtrates sein und dafür gebührt allen Fraktionen und Ratsmitgliedern Respekt.
Bad Neuenahr-Ahrweiler
