Dernauer Weinkönigin ins Amt eingeführt
Nora Heimermann zeigte sich als Bühnenprofi
Verabschiedung von Vorgängerin Evelyn Creuzberg
Dernau. Freude auf die vor ihr liegende, aber auch Erinnerung an die schöne gemeinsame Zeit als Dernauer Weinprinzessinnen 2011/2012 bewegte Nora Heimermann, als sie am Samstagnachmittag die Krone von Vorgängerin und Freundin Evelyn Creuzberg aufgesetzt bekam.
„Dieses Jahr war unvergesslich, und so soll es auch das kommende werden“, sagte sie freudestrahlend. Souverän und charmant machte die bereits routinierte ehemalige Weinprinzessin während der Proklamation Lust auf das Jahr mit ihr als Repräsentantin des Weinorts.
Dieser Meinung war auch Ortsbürgermeister Alfred Sebastian: „Haben wir nicht gut gewählt“, fragte er rhetorisch das Publikum und ergänzte seine einleitenden Worte, dass die Gäste eine Woche nach der Bundestagswahl mit ihrem Besuch des Winzerfests in Dernau richtig gewählt hätten. Zudem stellte er die in der Tat „hohe Wahlbeteiligung“ an diesem Tag auf dem Festplatz fest.
Ein Hauch Wehmut
Vor dem Amtsantritt von Nora Heimermann lag zunächst ein Hauch Wehmut in der Luft. Die scheidende Weinmajestät Evelyn Creuzberg musste in ihrer Abschiedsrede doch arg mit den Tränen ringen. „A year to remember“, habe sie die erste Rede ihrer Regentschaft vor einem Jahr abgeschlossen. Diese Bemerkung zu ihrem Weinköniginnenjahr wolle sie nun wiederholen. Sie verglich dieses mit einem Fußballspiel - allerdings mit nur drei Spielerinnen. „Mit Euch“, sagte sie an ihre beiden Weinprinzessinnen Jana Großgarten und Tanja Kreuzberg gewandt, „hatte ich die besten Teammitglieder, die man sich vorstellen kann.“ Und in Richtung der drei Nachfolgerinnen sagte sie: „Auch Ihr werdet Siege und Pokale mit nach Hause bringen.“ Ein Lob und den Siegelring des Orts für Evelyn Creuzberg gab es von Bürgermeister Sebastian: „Mit Fachkompetenz und Charme hast Du das Publikum stets überzeugt“, sagte er zufrieden.
Noch eine ehemalige Weinkönigin kam an diesem Nachmittag ans Mikrofon. Goldjubilarin Marita Josten (geb. Poppelreuter) sprach noch einmal ihre Abschiedsworte von vor 50 Jahren - auch heute noch passend für ein Winzerfest - und berichtete: „Damals beschränkte sich unser Auftritt auf das Fest selber. Über die Grenzen des Ortes kam man während der Regentschaft nicht.“ Anschließend forderte sie Ortsbürgermeister Alfred Sebastian zum Tanz auf, „wenn ihm das recht ist“.
Das war es, und so sah man beim Ehrentanz nicht nur die aktuellen Weinrepräsentantinnen auf der Bühne, sondern als schönes Paar auch die Goldjubilarin und den Bürgermeister. Der konnte sich also über Bewegung nicht beklagen, hatte er doch schon zuvor ausgiebig mit den Weinköniginnen und -prinzessinnen zur Musik der Rhein-Ahr-Spatzen auf der Bühne geschunkelt.
Silberjubilarin Sonja Krupp (l.) und Goldjubilarin Marita Josten auf der Bühne.
