Pius im Hemmessener Dom: Erhalt durch Spendenaktion und Kunstprojekt
aus Bad Neuenahr-Ahrweiler
Bad Neuenahr-Hemmessen. Das sind bittere Tage für die Gemeinde von Pius. Wie einladende, bergende Arme hatte sich bislang das Gebäudeensemble aus Kirche, Pfarrheim, Pfarrhaus und Campanile Besuchern entgegengestreckt. Nun hat die Abrissbirne kurzen Prozess gemacht. Einst als zentrale Kirche für eine neues Stadtzentrum sehr großzügig entworfen vom hiesigen Architekten Stefan Leuer, verliefen zahlreiche und sehr engagierte und kreative Versuche die Gebäude nach der Flut einem neuen Zweck zuzuführen, ins Leere.
Für viele Mitbürgerinnen und Mitbürger ging damit eine Ära zuende- und damit viele Jahrzehnte einer wirklich lebendigen Gemeinde und einer aktiven und kreativen Jugendarbeit. Pius war für viele Zuhause, Familie, Ort des Glaubens und des Ringens mit Gott, Gemeinschaft mit Schwestern und Brüdern.
Ein kleines bisschen Pius wird immerhin erhalten bleiben. Elemente der Verglasung werden an die Kirche, die Gemeinde und diese guten Jahre erinnern. Sie werden, künstlerisch neu arrangiert, im Hemmessener Dom eine Bleibe finden. Werden den Raum in ein feierliches Licht tauchen, das zum Innehalten und Verweilen einlädt. Auf Anraten des hiesigen Kooperators und Kunsthistorikers Dr. Arno-Lutz Henkel hat sich der Förderkreis Hemmessener Dom dieses Projekt zueigen gemacht: kein günstiges, aber ein lohnendes Unterfangen, bestätigt einhellig der Vorstand. Er wird es durch die Installation einer guten Lichtanlage erweitern, „damit dieser einzigartige Raum für eine flexible Nutzung, liturgisch, wie kulturell, einen würdigen Rahmen bietet“.
Das Projekt wird durch eine große Spendenaktion unter dem Leitwort „Lichtblicke - Pius im Dom“ begleitet. Ihren Auftakt bildet eine umfangreiche Ausstellung von Fensterideen von Schülerinnen und Schülern und dem Entwurf der tatsächlichen Umsetzung, begleitet von Führungen und einem kleinen Sommerfest im benachbarten DomCafé am Sonntag, den 23. August.
Rückfragen und weitere Informationen: Markus Hartmann, Vorsitzender des Förderkreises, 0160-96609869.
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Eine Ära ging brachial zuende. Foto: Bernhard Meinke
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