Prächtige Stimmung bei der Heimersheimer Prunksitzung
Närrische Landskroner boten ihren Gästen in der Festhalle ein mitreißendes Programm
Heimersheim. Karneval der urwüchsigen Art feierte die Heimersheimer Karnevalsgesellschaft Närrische Landskroner bei ihrer Prunksitzung in der vollbesetzten Festhalle. Ein „Super-Programm“ versprach den erwartungsvollen Jecken der famose Sitzungspräsident Andreas Marquard in seiner Begrüßung und hatte nicht übertrieben, denn die prachtvolle Prunksitzung löste sein Versprechen ein, wie die vergnügten Narren schnell erlebten Den Rahmen bildeten für das tolle Programm die Show des Funkencorps „Rot-Weiß“ zum Auftakt und zum prächtigen Abschluss der Auftritt des fröhlichen Gesangsduo Jeckediz (Andreas Hoss und Dirk Schoenemakers), als die Uhr schon auf Mitternacht vorrückte. Der Nachwuchs wird bei der Heimersheimer Karnevalsgesellschaft sorgsam gepflegt. Bestes Beispiel „Ne arme Jung“ (Rene Gäb). 14 Jahre jung, verstand es die breite Klaviatur des Frohsinns in der Bütt auszuspielen. Dass er für sein freches Mundwerk immer wieder Backpfeifen kassiert, darf nicht verwundern, bestes Beispiel: Gefragt vom Lehrer, was denn eine Mumie ist, kam die jecke Antwort „Eingelegte Könige“. Und Patsch gab es was auf die Ohren. Auffallend war, dass zahlreiche einheimische Kräfte auf der Bühne standen und glänzten. Das gilt auch für die Tanzformationen „Rythm Delight“, „Rio Palace“ und „One Vision“, die sich alle drei schon weit über Heimersheim hinaus einen Namen wegen ihres großen Könnens ertanzt haben. Fast schon Urgesteine des Karnevals auf der Bühne sind die „Ahrtalblömchen“ (Rainer Groß und Wolfgang Krupp)“. Bei ihrem jecken Zwiegespräch schlugen die Beifallswogen hoch hinaus, sie kamen ohne eine Zugabe nicht von der Bühne und legten ihr bekanntes Lied von den reifen Pflaumen nach. Eine tolle Nummer präsentierten die Heimersheimer Möhnen. Als spanische Tänzerinnen begeisterten sie das große Publikum. Der besondere Gag war der auf Bühne gezeigte Stierkampf, als plötzlich ein wilder Stier auf die Bühne trampelte. Aber schnell war ein mutiger Torero unter den Spanierinnen gefunden. An diesem Spaß hatten auch der Heimersheimer Prinz Karneval Helmut III. und sein Adjutant Sigi Belz sowie Kinderprinzessin Anna I. und ihrer Adjutantin Jolina ihre helle Freude. Als FC-Fan outete sich der „Tuppes vom Land“ (Jörg Runge), eine großartige Leihgabe des Kölschen Karnevals. Er baute in seiner phantastisch irren Rede geschickt ein, dass am Nachmittag der FC 2:1 gegen Aue gewonnen hatte. Und nochmal Kölscher Stimmungsimport in der Heimersheimer Narrhalla: „Ne kölsche Köbes“ (Axel Höfel) zeigte, dass die Heimersheimer Karnevalsgesellschaf einmal mehr das richtige Näschen für die Auswahl für Büttenstars hat. Umjubelt waren die „Heimesche Boore“ mit ihrem jecken Tanz. Senatoren der Karnevalsgesellschaft tobten auf der Bühne im Sonntagsdress mit breiter Schärpe wie einst die Heimersheimer Bauern. Die Leitung dieser tollen und fröhlichen Truppe hatte Hans Zimmer. GMI
Rene Gäb als „Ne arme Jung“.
