Allgemeine Berichte | 05.02.2013

Regina Meinhof wagt den Neuanfang

Freunde und Wegbegleiter machten der evangelischen Pfarrerin den Abschied schwer

V.l.: Friedemann Bach, Horst Gies, Regina Meinhof, Dr. Wilfried Glabach und Bürgermeister Guido Orthen bei der Verabschiedung.IX

Bad Neuenahr. Als Gemeindepfarrerin war Regina Meinhof schwerpunktmäßig für die Kinder- und Jugendarbeit sowie die Kirchenmusik zuständig. Über elf Jahre hinweg hat sie Generationen begleitet, war gerne in der Gemeinde tätig, stand stets mit Rat und Tat zur Seite und hatte immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöten der Menschen. Das wird auch weiterhin so bleiben, nur eben an neuer Wirkungsstätte: Denn Regina Meinhof verlässt beruflich, nicht privat, ihre „Traumgemeinde“ in Bad Neuenahr und zieht es fortan nach Koblenz, wo sie als Berufsschulpfarrerin tätig sein wird. Zahlreiche Wegbegleiter und Freunde nutzen die Möglichkeit bei der feierlichen Verabschiedung, Danke zu sagen. Sie blickten auf ihre ganz persönlichen Erlebnisse mit der Pfarrerin, zu deren Kerngebieten neben der Kinder- und Jugendarbeit und der Kirchenmusik, die Organisation des Konfirmationsunterrichts und der Kindertagesstätte gehörten. Neben rührenden Worten und viel Abschiedsmelancholie überraschten Renate Knieps mit Regina Helmrich von der Evangelischen Kindertagesstätte mit einer Schultüte für den Neuanfang. Und auch sonst gab’s einige Überraschungen und viel Lob für die allseits geschätzte Pfarrerin.

Neubeginn bedeutet Umbruch

Im Rahmen eines Empfangs nach dem Gottesdienst wurde sie von der evangelischen Kirchengemeinde Bad Neuenahr verabschiedet. Für das Presbyterium dankte Pfarrer Wilfried Glabach für ihr zehnjähriges Engagement im Heilbad. Dass man über die Jahre nicht nur dienstlich häufiger miteinander in Kontakt getreten war, sondern sich auch menschlich näher gekommen sei, davon berichteten Andrea Kien-Groß, Dekanatsreferentin der katholischen Schwesternkirche, und der Moderator der Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler, Pastor Peter Dörrenbächer. „Neubeginn bedeutet Umbruch“, so Andrea Kien-Groß.m Pastor Dörrenbächer erinnerte sich gerne an die vielen gemeinsamen Begegnungen in elf Jahren, besonders an die gemeinsamen Gottesdienste.

Viel Lob für Regina Meinhof

Der Posaunen und Juniorposaunenkreis brachte der für Kirchenmusik zuständigen Pfarrerin unter Leitung von Pfarrer Rüdiger Stiehl ein Ständchen mit dem Hinweis für die Zukunft: „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“. Mit einem Dank für ihren musikalischen Einsatz im Gospelchor schlossen sich Sigrid Warnecke und Ute Wallat an. Für Landrat Jürgen Pföhler bedankte sich Ahrweilers Ortsvorsteher und der Landtagsabgeordnete Horst Gies mit einem Weinpräsent - sozusagen „die Medizin des Ahrtals“. Er wolle ihr das Ahrweiler Wappen noch zukommen lassen, um an ihrer neuen Wirkungsstätte in Koblenz auf die eigentliche Herkunft hinweisen zu können. Doch das wird wohl gar nicht nötig sein: Denn auch wenn die neue Wirkungsstätte nun einige Kilometer entfernt liegt, bleibt Regina Meinhof ihrer Heimat dennoch treu. Auch Bürgermeister Guido Orthen war voll des Lobes für die langjährige Pfarrerin, die mit ihrem Mann Helmut und den drei Söhnen Jonathan, David und Simon in Bad Neuenahr lebt. Er bedankte sich für jeglichen Einsatz in der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und für die gute Zusammenarbeit vor allem im Bereich der Evangelischen Kindertagesstätte.. „Staat und Stadt haben viele Gemeinsamkeiten mit der Kirche“, so das Stadtoberhaupt. „Eine der wichtigsten ist es, den Mensch im Blick zu haben“, was auf Pfarrerin Regina Meinhof ebenso zutreffe. Die Evangelische Jugend unter Leitung von Thilo Mohr und mit Begleitung von Andrea Stenzel am Klavier erinnerte an das erste Kindermusical, in dem das Kind von damals und die Jugendliche von heute, Carolin Werner, noch einmal ihren Gesangspart vortrug. In einem zweiten Lied, bei dem Regina Meinhof mitsang, wurde die herzliche Verbundenheit ausgedrückt - außerdem überreichte die Jugend eine Fotodokumentation von vielen gemeinsamen Erlebnissen. Als Kindertagesstättenleiterin übergab Renate Knieps mit Regina Helmrich die bereits erwähnte Schultüte für den Neuanfang in den Berufsbildenden Schulen in Koblenz. Sie dankten für die Vorbereitung und Durchführung von Gottesdiensten, für die Unterstützung in Zeiten, als die Kita vor der Schließung stand, aber auch für die vielen Musikproben im Kindergarten.

Zum Abschluss des offiziellen Teiles übergab Pfarrer Friedemann Bach stellvertretend für seine Amtskollegen ein Geschenk und würdigte Regina Meinhofs seelsorgliche Art im Miteinander. Sie selbst sei von so viel Herzlichkeit und Würdigung bei einer Abschiedsfeier erfreut und zugleich berührt gewesen. Gerne sei sie in der Gemeinde tätig gewesen, viel Dank, Sympathien, Wertschätzung und Freundschaft sei ihr von ihren Wegbegleitern entgegengebracht worden. Eine besondere Rolle spielte dabei stets ihre Familie. Am Abend nutzten noch viele Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen die Möglichkeit zur persönlichen Begegnung. RERE

Pastor Dr. Wilfried Glabach überreichte Gutscheine zum Abschied an Pfarrerin Meinhof.

Pastor Dr. Wilfried Glabach überreichte Gutscheine zum Abschied an Pfarrerin Meinhof.

V.l.: Friedemann Bach, Horst Gies, Regina Meinhof, Dr. Wilfried Glabach und Bürgermeister Guido Orthen bei der Verabschiedung.Fotos: IX

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