Allgemeine Berichte | 08.09.2014

1050 Jahr Feier in Kirchsahr

Römer in Kirchsahr

Vergangenheit und Zukunft wurde bei den Jubiläumsfeierlichkeiten angesprochen

Neben der Reproduktion der Urkunden-Abschrift aus dem Goldenen Buch von Prüm, die Landrat Pföhler (Mitte) an Ortsbürgermeister Kai Köpcke (l.) überreichte, stiftete er noch einen Baum. Achim Haag (r.). -SES-

Kirchsahr. „Die Römer waren sicher auch in Kirchsahr, weil in der Nähe des Entenbachs römische Grabbeigaben gefunden wurden, und auf den Hochtürmen noch Reste von einem römischen Ringwall liegen, deshalb ist unsere Geschichte weitaus älter als 1050 Jahre“, gab Ortsbürgermeister Kai Köpcke bei der Geburtstagsfeier zur 1050 Jahr Feier bekannt. So wird spätestens 964 Kirchsahr unter dem Namen „sarna“ in einer Urkunde des Klosters Prüm erstmalig erwähnt.

Die Urkunde beschreibt die Schenkung eines Hofes von Arnulf und seiner Frau Alvrada an das Kloster. Im Jahr 1150 wird schon eine Pfarre „sarno inferiore“ (Untersahr) erwähnt. Der zweite Teil der Feierlichkeiten, im Juni wurde das Jubiläumsjahr mit einer Kulturwoche eröffnet, begann mit einem Festgottesdienst, zelebriert von Pastor Axel Spiller.

„Ich freue mich, dass wir dieses Fest als „Gemeinschaft“ mit der Pfarrgemeinde begehen“, begrüßte Ortsbürgermeister Kai Köpcke die Bürgerinnen und Bürger aus Kirchsahr und den Ortsteilen, Binzenbach, Burgsahr, Hürnig und Winnen. Der Ortsbürgermeister ließ die Geschichte noch einmal Revue passieren.

So wurde um 1364 die Grundherrschaft Burgsahr als Teil des Altenahrer Burglehens Uprath erstmals benannt. In den nächsten 600 Jahren passierte nicht viel. Das Leben im Sahrbachtal war hart von dem kargen Ertrag aus der Landwirtschaft konnte man nicht leben, ebenso wenig brachte die harte Arbeit im Blei- und Zinkbergbau, der noch bis 1942 betrieben wurde, ein.

Mit dem Ausbau der Talstraße um 1900, und 1924 dem Anschluss an das Stromnetz kam Kirchsahr der Neuzeit etwas näher. Seit 1945 hat sich das Leben im Sahrbachtal entscheidend verbessert Köpckes Vorgänger haben in der Zeit Kirchsahr zu dem gemacht, durch Gründung der Feuerwehr, Bau der Wasserleitung, Einrichtung des Wochenendgebietes, Errichtung der Martinshütte, Ausbau der alten Schule zum Gemeindehaus, Kinderspiel- und Bolzplatz, Kanalbau und DSL Versorgung- um nur einige zu nennen- was es heute ist.

Dann stellte Kai Köpcke die Frage, „Was haben 1050 Jahre mit unserem Dorf, mit unserer Gemeinde und den Einwohnern gemacht?“ Er erinnerte sich, als er vor 15 Jahren das erste Mal nach Kirchsahr kam, war er fasziniert von dem Idyllischen Kleinod inmitten von Bergen, Wäldern und Wiesen.

Hier spürt man noch was Natur ist, wie sich der Kreislauf der Jahreszeiten auswirkt und was das für Tiere und Pflanzen bedeutet. Auch von den Menschen war der gebürtige Norddeutsche angetan.

„Die Kirchsahrer sind offen, hilfsbereit und geradeaus sie haben das Herz am rechten Fleck. Wenn man nach Kirchsahr zieht, wird man integriert und kann ein Teil der Gemeinschaft sein. Man wird aufgenommen, man ist eingeladen, sich einzubringen und mit zu leben, das nennen wir Heimat. Deshalb bin ich stolz ein Teil dieser 1050 Jahre alten Gemeinde zu sein, Kirchsahr du hast alles richtig gemacht, bleib, so wie du bist“, so Köpcke. „Mit seinen 1050 Jahren gehört Kirchsahr zu den ältesten Orten im Kreis Ahrweiler. Hier ist bürgerschaftliches Engagement wichtiger Bestandteil einer Gesellschaft mit menschlichem Gesicht“, betonte Landrat Jürgen Pföhler in seiner Rede. Weiter führte er aus, das dieses Engagement Interessen wahrt, und durch Pflege von Tradition und Brauchtum sowie dem Aufbau sozialer Netzwerke eine lebens- und liebenswerte Heimat schafft, die auch in der Zukunft Bestand hat.

Auch Bürgermeister Achim Haag betonte die Gemeinschaft der Bürger als eine Investition für die Zukunft. „Jeder Bürger ist für die Gemeinschaft ein Mosaikstein mit Ecken und Kanten. Diese Unterschiede mit den Ecken und Kanten in ihren Ideen gibt der Gemeinschaft den richtigen Zusammenhalt“.

Neben der Reproduktion der Urkunden-Abschrift aus dem Goldenen Buch von Prüm, die Landrat Pföhler (Mitte) an Ortsbürgermeister Kai Köpcke (l.) überreichte, stiftete er noch einen Baum. Achim Haag (r.). Foto: -SES-

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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