+Sozialminister Alexander Schweitzer übergibt Auszeichnung an Gimmiger Bürger
Rudi Frick erhält Bundesverdienstkreuz
Kreisstadt. Sein Name steht für vielfältiges Engagement: Rudi Frick aus Gimmigen hat letzte Woche aus der Hand des rheinland-pfälzischen Sozialministers Alexander Schweitzer das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommen.
„Sie haben sich durch Ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im sozialen und im kommunalpolitischen Bereich Verdienste um die Gesellschaft erworben“, betonte der Minister im Rahmen einer Feierstunde in Mainz in seiner Laudatio. „Es ist erstaunlich und in besonderem Maße anerkennenswert, wie Sie sich seit vielen Jahren und in vielfältiger Weise für unsere Gesellschaft und Ihre Mitmenschen engagieren. Dies hat unser Bundespräsident auf Vorschlag unserer Ministerpräsidentin zum Anlass genommen, Sie mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland auszuzeichnen“, teilte Schweitzer mit.
Vielfältiges Engagement
Der 66-jährige Berufsoffizier Frick engagiert sich in vielerlei Hinsicht. Sein Ehrenamt hat viele Facetten.
Seit über 30 Jahren ist er kommunalpolitisch aktiv. So war Frick von 1979 bis 2002 Mitglied des Sozialhilfeausschusses des Landkreises Ahrweiler. Im Jugendhilfeausschuss des Landkreises engagierte sich von 1984 bis 2004. Von 1996 bis 1999 war er Mitglied im Kreistag und gehörte von 1984 bis 2009 dem Rat der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler an. Von 1999 bis 2009 war er Fraktionsvorsitzender. Seit 2009 übt Frick das Amt des ehrenamtlichen Beigeordneten der Stadt aus. Den Ortsteil Gimmigen vertrat er ferner zunächst von 1984 bis 1989 und ist seit 1994 Ortsvorsteher.
Seit mehr als 30 Jahren engagiert er sich auch im sozialen Bereich: So ist er vor allem bei der Arbeiterwohlfahrt, kurz genannt AWO, tätig. Rudi Frick war von 1979 bis 2000 Vorsitzender des AWO-Kreisverbandes Ahrweiler und ist seit 2000 Vorsitzender im AWO-Bezirksverband Rheinland/Hessen-Nassau. Im Bundespräsidium der Arbeiterwohlfahrt ist er stellvertretender Vorsitzender. Seit dem Jahr 2005 außerdem Vorsitzender der AWO International, einem Fachverband der Arbeiterwohlfahrt für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe. Dabei geht es nicht primär nur um die Bewältigung von Naturkatastrophen, sondern auch um die vielen strukturellen Probleme, die AWO International im Blick hat. Beispiel: Wie geht man künftig mit Schwellenländern um? Was tun, wenn die Wirtschaft weiter wächst, die aber die soziale Schere immer weiter auseinandergeht? Nur einige Fragen, mit denen sich AWO International beschäftigt. Politisch Druck erzeugen und Aufmerksamkeit erregen - das ist die Herausforderung für viele Jahre, ist auch Rudi Frick überzeugt. Ob in Mittelamerika oder in Afrika, AWO International wahrt stets den Blick auf die benachteiligten Menschen auf der Welt. Mit entsprechenden Projekten will man Chancengleichheit schaffen. Im eigenen Land kann die AWO auf 150 000 Ehrenamtliche zählen.
Daneben ist Frick seit vielen Jahren im Vorstand von SOLIDAR, einem europäischen Netzwerk von Nichtregierungsorganisationen und gewerkschaftlichen Organisationen. In der Brüsseler Zentrale des internationalen Netzwerkes mit 57 Organisationen aus der Arbeiterbewegung geht es bei Anhörungen vor Kommissaren und Parlament um Gemeinnützigkeitsrechte und um eine europaweite Ausschreibungspflicht öffentlicher Sozialdienstleistungen abzuwehren, die den Markt für kommerzielle Geschäftsmodelle weitet. Der 66-Jährige ist zudem seit 2011 Vorsitzender des Hilfsbündnisses „Aktion Deutschland Hilft“, einem Bündnis von 20 Hilfsorganisationen, außerdem ist er Vorsitzender des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik in Frankfurt am Main.
Neben seinem kommunalpolitischen und sozialen Wirken ist Rudi Frick auch im örtlichen Vereinsleben engagiert. Von 1997 bis 2005 leitete er den Hockey- und Tennis-Club Bad Neuenahr als Vorsitzender. Sein Name ist wie kaum ein anderer verbunden mit den Deutschen Seniorenmeisterschaften im Tennis, die alljährlich in Bad Neuenahr stattfinden. Auch die Pflege des Brauchtums und die Förderung guter nachbarschaftlicher Verhältnisse im Ortsleben liegen dem in Gimmigen wohnhaften Frick am Herzen, was nicht zuletzt durch seinen Vorsitz in der Bürgergesellschaft Gimmigen zum Ausdruck kommt. Diese Funktion hat er seit 2009 inne.
