Lokalsport | 30.09.2013

DFB-Pokal, 2. Runde: SC 07 Bad Neuenahr - 1.FFC Frankfurt 0:5 (0:2)

SC lieferte dem haushohen Favoriten einen tollen Kampf

Eva Langenfeld klärt in letzter Sekunde vor Europameisterin Simone Laudehr. Norbert J. Becker

Kreisstadt.Der Zweitligist SC 07 Bad Neuenahr hat dem 1. FFC Frankfurt in der 2. Runde des DFB-Pokals der Frauen einen großartigen Kampf geliefert und konnte nach dem 0:5 (0:2) erhobenen Hauptes den Platz verlassen. Fatmire Bajramaj, Saskia Bartusiak, Dzsenifer Marozsan und zwei Mal Kerstin Garefrekes machten den erwarteten Erfolg des FFC klar. 312 Zuschauer verabschiedeten die Elf von Trainer Carsten Beschorner mit anerkennendem Applaus und gingen mit dem Gefühl nach Hause, eine leidenschaftliche Heimelf gesehen zu haben. Einziger Wermutstropfen war der zweifache Rippenbruch von Melanie Eminger, den die Innenverteidigerin sich zwei Minuten vor Schluss zuzog.

Noch vor Beginn der Partie bedankte sich das Präsidium des SC 07 bei Celia Sasic, Peggy Kuznik und Colin Bell für ihre langjährige Tätigkeit beim Kurstadtclub. Für Celia Sasic war es ein „irgendwie fremdes Gefühl“, als Gast in „ihrem“ Stadion aufzulaufen. Alle drei hatten sich in den letzten Jahren große Verdienste um den SC 07 erworben. Doch mit Anpfiff des Spiels war nur noch das Ergebnis vorrangig, sodass die „Millionentruppe“ vom Main gleich klarstellte, wer der Favorit war. SC 07 Trainer Carsten Beschorner musste die erkrankte Lena Wiersch durch Eminger ersetzen, hatte aber seine Schützlinge ausgezeichnet auf den übermächtigen Gegner eingestellt. Die meisten der Gästespielerinnen hatten schließlich mehr Länderspiele absolviert, als die Küken des SC 07 Liga- geschweige denn DFB-Pokalspiele.

Torhüterin Elena Bläser machte ein überragendes Spiel

Und natürlich erarbeiteten sich die Gäste etliche Chancen zur Führung, doch entweder warfen sich alle Feldspielerinnen in die Schussversuche, oder die überragende Elena Bläser brachte noch irgendwie einen Körperteil an den Ball. Die gerade einmal 18 Jahre alte Torhüterin verdiente sich in dieser Partie die Note Eins mit Sternchen. Egal ob Laudehr aus kurzer Distanz oder Marozsan mit einem 25 Meter-Hammer - Bläser behielt die Ruhe und die Oberhand. So dauerte es bis zur 27. Minute, ehe Fatmire Bajramaj der tapferen Keeperin mit einem platzierten Schuss aus 16 Metern keine Chance ließ. Zehn Minuten später war es Saskia Bartusiak, die nach einer Ecke zum 2:0 einköpfte. Wer nun dachte, es würde ein Debakel, sah sich getäuscht. Voller Leidenschaft wurde jeder Zentimeter Boden von der Heimelf verteidigt. Keiner der Zuschauer hoffte auf eine Sensation, war aber begeistert vom Willen des „neuen“ SC 07. Mit Wiederanpfiff setzte sich der Spielverlauf fort und bereits nach sechs Minuten erhöhte Dzsenifer Marozsan auf 3:0. Auch hier hatte Elena Bläser noch ihre Hände am Ball. Aufgeben war trotzdem ein Fremdwort für die Beschorner Elf. Weiterhin wurde erfolgreich versucht, das Unvermeidliche in Grenzen zu halten. Kerstin Garefrekes machte dann mit ihren beiden Treffern den Endstand perfekt (63. und 80.). Absolut klar wurden die Kräfteverhältnisse mit den Auswechslungen. Während Beschorner mit Debora Vinci und Fatbardha Sekiraca zwei 16-Jährige brachte, konnte Colin Bell mit Kozue Ando und Ana-Maria Crnogorcevic zwei gestandene Nationalspielerinnen aus Japan und der Schweiz bringen. Einig waren sich beide Trainer nach dem Spiel über den Spielverlauf.

Carsten Beschorner: „Einige Male wäre ich beinahe laut geworden, habe mir dann aber ins Gedächtnis gerufen, gegen wen wir gespielt haben. Meine Mannschaft hat alles gegeben und ich darf ihr ein Kompliment machen. Gratulation an Frankfurt für den Einzug in die nächste Runde. Für uns war das ein Testspiel für die wichtigen Spiele, die jetzt in der Liga folgen“.

Colin Bell: „Wir mussten geduldig sein. Mein ehemaliger Club hat sehr diszipliniert gespielt. Aber bei so einer Überlegenheit fallen die Tore zwangsläufig. So auch hier. Ich wünsche dem SC 07 alles Gute und hoffe, dass sie irgendwann wieder in der Bundesliga spielen“.

FFC-Manager Siggi Dietrich ergänzte in der Pressekonferenz noch: „Wenn wir dem SC 07 in irgendeiner Form helfen können, werden wir das tun“.

Es spielten: SC 07: Elena Bläser; Franziska Wendel (67. Fatbardha Sekiraca), Melanie Eminger, Magdalena Schumacher, Caroline Asteroth, Jana Sebastian (57. Debora Vinci), Lisa Umbach, Maren Weingarz, Sarah Krumscheid, Eva Langenfeld (78. Angelina Weber), Svenja Streller.

1. FFC Frankfurt: Desiree Schumann; Melanie Behringer (67. Kozue Ando), Celia Sasic, Dzsenifer Marozsan, Simone Laudehr (67. Asuna Tanaka), Meike Weber, Kerstin Garefrekes, Fatmire Bajramaj (78. Ana Maria Crnogorcevic), Bianca Schmidt, Saskia Bartusiak, Peggy Kuznik.

Tore: 0:1 Fatmire Bajramaj (27.), 0:2 Saskia Bartusiak (37.), 0:3 Dzsenifer Marozsan (50.), 0:4 und 0:5 Kerstin Garefrekes (63. und 80.).

Schiedsrichter: Marija Kurtes (Düsseldorf) mit Caroline Telahr und Francine Poschmann.

Zuschauer: 312.

Eva Langenfeld klärt in letzter Sekunde vor Europameisterin Simone Laudehr. Foto: Norbert J. Becker

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