Übermittagsbetreuung der Grundschulen in Leimersdorf, Ringen und Gelsdorf
SPD Grafschaft bedauert den Rückzug der „Betreuungsvereine“
Grafschaft. Was jahrelang gut und reibungslos funktionierte, wurde nun durch die Kürzung der Zuschüsse im letzten Jahr zunichte gemacht. Gegen den erbitterten Widerstand der SPD-Fraktion beschloss der Gemeinderat 2013, auf Antrag der CDU die Zuschüsse für die betreuenden Grundschulen um 30 Prozent zu kürzen.
Diese hatten die Übermittagsbetreuung als Elterninitiative in Vereinsform durchgeführt. Dass die Kürzung das Aus für die Vereine bedeuten würde, hatte die SPD-Grafschaft schon damals befürchtet.
Und so ist es nun gekommen: Die Vorstände der Vereine haben angekündigt, sich aus dem Engagement der Übermittagsbetreuung zurückzuziehen.
Den Hahn zugedreht
„Wenn einem der Geldhahn so zugedreht wird, ist das natürlich eine nachvollziehbare Entscheidung.
Natürlich fragten sich Vereinsverantwortlichen, ob ihr Engagement dann noch sinnvoll ist, zumal auch der zeitliche Aufwand für die sie immer größer wurde“, bewertet der SPD-Fraktionsvorsitzende Hubert Münch die Situation. „Schade, dass eine so tolle Elterninitiative sich zurückziehen muss, nur weil die Politik falsche Entscheidung getroffen hat.
Nun muss die Verwaltung einsteigen und die Aufgabe übernehmen. Was bleibt auch anderes übrig. Das wird zunächst einmal erheblich teurer. Und es steht zu befürchten auch viel weniger flexibel“, ergänzt der SPD-Vorsitzende Udo Klein. „Wir befürchten, dass das Mitspracherecht der Eltern in einer kommunal geregelten Struktur nicht wie bisher gewährleistet wird.
Als langjährige Vorsitzende des Förderkreises der Grafschafter Grundschulen bedauere ich die Entwicklung zutiefst“, so Ratsmitglied Martina Münch sichtlich enttäuscht. Derzeit ist noch völlig offen, welche Auswirkungen die Übernahme für das bisher eingesetzte Betreuungspersonal haben wird.
Ehrenamtliches Engagement nicht ausreichend unterstützt
Die SPD Grafschaft meint, dass Elterninitiativen, die sich so engagiert um Kinder- und Jugendbetreuung bemühen, stärker zu fördern und zu unterstützen sind.
Die Mehrheitsentscheidung des Gemeinderates für eine Kürzung der Zuschüsse war ein völlig falsches Signal an alle ehrenamtlich Engagierten - trotz aller anderslautenden Bekenntnisse der Parteien im Rat. „Gerade bei der steigenden Zahl der zu betreuenden Kinder und dem Wunsch nach längeren Betreuungszeiten wäre statt einer Kürzung eine Erhöhung des Budgets richtig gewesen. Das hatte die SPD auch gefordert.
Vielleicht hätte man dadurch die „Betreuungsvereine“ zur Fortführung ihrer guten Arbeit motivieren können. „Die SPD Fraktion wird nun sehr genau darauf achten, ob das Angebot in Zukunft das bisherige Niveau halten kann.
Und wir hoffen, dass die Beiträge für die Eltern nicht steigen und die Anregungen des Betreuungspersonals weiter berücksichtigt werden. Und nicht zuletzt werden wir auch die Kostenentwicklung sehr genau im Auge behalten“, so abschließend Udo Klein.
Pressemitteilung
SPD Ortsverein Grafschaft
