Jugendtreff Mayschoß unterwegs
Segeln auf dem Ijsselmeer
“Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf dem Sonnendeck“
Mayschoß. Der Jugendtreff erfüllte sich nach fast dreijähriger Arbeit einen lang gehegten Traum und buchte im Frühjahr den Zweimaster „Eenhorn“ für einen Segeltörn auf dem Ijsselmeer. In der ersten Sommerferienwoche, nach ausgiebigen Einkäufen, umfangreichen Packaktionen mit Schlafsack, Isomatte und sonstigem Gepäck hieß es: „Los geht’s“. Nach einer entspannten Bustour landeten alle im Hafen von Enkhuizen. Nach einer Stärkung in der Hafenkneipe wurde „das Schiff“ in Besitz genommen. Der Skipper Koen und der Maat Niko begrüßten die neue Crew an Bord und gaben eine kurze Erklärung zu den wichtigsten Bordregeln ab. Nachdem die Kabinen in Beschlag genommen wurden, das Gepäck verstaut und Kochteams gebildet waren, ging es zum gemütlichen Teil über. Der Kapitän besprach noch die Reiseroute und dann wurden Spiele ausgepackt.
Raus aufs Ijsselmeer
Nach einem ausgiebigen Frühstück und Windstärke sechs bis sieben sowie heftigen Regengüssen hieß es am nächsten Morgen: “Leinen los“. Der Matrose zeigte, wie Segel gehisst, Leinen gelöst, wieder befestigt und so aufgerollt werden, damit sie beim Wenden und Hälsen nicht blockieren. Nachdem dann innerhalb der nächsten Stunde fast alle durchnässt waren, wurde eine neue Regenbekleidung aus blauen Müllsäcken kreiert, die absolut regentauglich war und die dann auch eine halbe Woche zum Einsatz kam. Am Frühen Abend legte die Eenhorn in dem Hafenstädtchen Stavoren an. Da der Skipper Koen auf jeden der Wünsche einging, wurde am nächsten Morgen bei Windstärke sieben in Richtung Amsterdam gesegelt, wo alle nach einem anstrengenden Segeltag und einigen Schleusen spät abends ankamen. Das Kochteam begab sich schnell an die Fertigstellung des Abendessens und dann wurden die ersten Eindrücke dieser lebendigen Stadt gesammelt, wo etwa 140 Nationen zusammenleben.
Amsterdam erkundet
Am Mittwoch ging es nach spannenden Diskussionen gemeinsam ins Städtchen, wo mit einer Grachtenfahrt gestartet wurde. Ein Shoppingbummel durfte natürlich auch nicht fehlen und nach einem stärkenden Abendessen im Steakhaus stürzten sich alle gemeinsam ins Nachtleben dieser pulsierenden Stadt. Der Abschluss fand in einer Karaoke-Bar statt, wo einige von der Gruppe ihr gesangliches Talent präsentierten.
Baden auf See
Da Petrus am nächsten Morgen ein Einsehen hatte, konnte auf der Fahrt nach Hoorn der erste Badestopp eingelegt werden. Mit einem kleinen Bummel durch Hoorn, wo gerade ein Käsemarkt stattfand und einer fröhlichen Abschiedsfeier, ging es dann am nächsten Morgen mit einer sonnigen Flaute und Hilfe des Motors zurück nach Enkhuizen, natürlich nicht ohne spektakuläre Sprünge ins kalte Jjsselmeer. Auf die Tradition des Schiffsputzens und Deckschrubbens wurde diesmal aufgrund der wenigen Sonnenstunden verzichtet. Es war eine rundum gelungene Woche mit vielen neuen Eindrücken, Segelsetzen und einholen, Spielen, Diskussionen, gutem selbstgekochten Essen, enormen Mengen von Süßem, nettem Skipper und Matrosen, einem tollen Betreuerteam und witzigen und coolen Teilnehmern.
