Pilgerwanderung Assisi
Spirituelle Pilgerwanderwoche in Assisi: Impulse und Gemeinschaft erleben
aus Bad Neuenahr-Ahrweiler
Assisi. Foto: Die Pilgergruppe Assisi auf dem Festungshügel oberhalb der Stadt.
Fotografin: Katja Bruch, ausdrücklich für diese Veröffentlichung freigegeben
Zu Besuch beim Poverello, bei Klara und mir selbst
Die Pilgerwanderwoche in und um Assisi rüttelte auf, stellte in Frage und bot eine gute Mischung aus spirituellen Impulsen und Gemeinschaft. Planungen für die kommenden Jahre bereits angelaufen.
Pastoraler Raum. Zugegeben: es schien in diesem Sommer unmöglich, ihm aus dem Weg zu gehen. Zum 800. Todestag des heiligen Franz überschlugen sich die Medien mit unterschiedlichen und doch immer ähnlichen Lebensbeschreibungen und Analysen. Und trotzdem rundete sich für die 27 Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Pilgerfahrt nach Assisi erst vor Ort das Bild dieses konsequenten und entschiedenen Mannes an den Stätten seines kurzen Lebens.
Der Pastorale Raum hatte zur Fahrt nach Umbrien eingeladen, um dem \u201cPoverello\u201c, so der Spitzname Franziskus\u00b4, auf die Schliche zu kommen, der, wie kaum ein anderer, allerorten Bewunderung findet. Ein Universalheiliger, der jedem etwas bietet, auch Ungl\u00e4ubigen und Zweiflern. Ein Mann, der einfach nur seinen Glaubensweg suchte und dabei als Nebenprodukt einen Orden gr\u00fcndete. Der radikal Armut lebte und pl\u00f6tzlich f\u00fcr tausende von Anh\u00e4ngern Sorge tragen musste. Der Schmerzen und Krankheiten erduldete und im gr\u00f6\u00dften Leid im wunderbaren Sonnengesang ein Lob auf Sch\u00f6pfer und Sch\u00f6pfung anstimmte.
In Assisi, seiner Heimat, suchte die Pilgergruppe rund um Pastoralreferent Markus Hartmann, Annemie Ulrich und Diakon David Bruch nach seinem geistigen Erbe und auch nach der Bedeutung f\u00fcr den eigenen Glaubensweg. Und das konsequent zu Fu\u00df, immer mit viel Zeit, den Ort sprechen zu lassen, und stets im lebendigen Austausch untereinander \u2013 Markenzeichen der Pilgerwanderwochen des Pastoralen Raums.
Auch ohne den frommen Hintergrund ist die Stadt am Fu\u00dfe des Subasio-Gebirges bereits eine Reise wert. Steile, enge und mittelalterliche Gassen und Mauern, in Gold geh\u00fcllt beim Sonnenuntergang, berauschen. Sie pr\u00e4sentieren sich heute nicht viel anders als zu Zeiten von Franziskus und seiner Seelenverwandten Klara, deren Lebensst\u00e4tten an weiteren Tagen aufgesucht wurden. Sicherlich ein H\u00f6hepunkt: die Wanderung \u00fcber die steilen Pfade im Hinterland zu Eremitagen und H\u00f6hlen, in denen die ersten Franziskaner die Stille suchten.
Vor 800 Jahre lebte dort Franziskus seine leidenschaftliche Liebe zur Sch\u00f6pfung - seine Botschaft ist angesichts von Klimakrise, Artenschwund und Umweltkatastrophen aktueller denn je. Und Klara und Franz gaben und geben etwas mit: Impulse, Gedanken, brachten und bringen zum Innehalten und Nachdenken.
\u201cGenau das ist doch, was wir wollen,\u201d erl\u00e4utert das Leitungsteam unisono. \u201cWenn was in Bewegung kommen soll, dann m\u00fcssen wir uns bewegen. Aus dem Gewohnten ausbrechen, loslassen, uns auf Neues einlassen!\u201d
In diesem Geiste laufen bereits heute Planungen f\u00fcr weitere Pilgerwanderwochen in den kommenden Jahren. \u201cGenauso intensiv und aufr\u00fcttelnd\u201d, so Markus Hartmann, \u201cgenauso gesellig und bereichernd \u2013 aber wir bleiben dann nochmals in der N\u00e4he und suchen die sch\u00f6ne Eifel heim.\u201d
Interessensbekundungen und R\u00fcckfragen an Markus Hartmann, Pastoralreferent, 0171-1827107 oder markus.hartmann@bistum-trier.de