Einsatz der Starkregenarbeitsgruppe der FBL Dernau hat sich bewährt
Starkregenschäden blieben aus
Umgesetzte Maßnahmen zeigen bereits deutliche Verbesserungen
Dernau. Beim Gewitter-Starkregen am Montag, 10. August, wo in Dernau ca. 50 Liter pro Quadratmeter in einer Zeit von 2,5 Stunden niederregneten, war die Kapazität der Rückhaltebecken ausreichend und noch zusätzliche Reserven vorhanden. Natürlich sind die Verhältnisse nicht mit den Unwettern von 2010 und 2013 zu vergleichen, sagte der Leiter der Arbeitsgruppe, Udo Creuzberg. Aber verglichen mit ähnlichen Situationen in der Vergangenheit waren die Abflussverhältnisse deutlich besser. Besonders der “Flurbereinigungskanal“ in der Maar war nach dem Einsatz einer Hochdruckfräse und anschließender Spülung und Reinigung (hierbei wurden ca. 20 Tonnen Ablagerungen entfernt) in der Lage, die kompletten Wassermassen der beiden Auffangbecken “Albental“ und “Unteres Eigelstal“ abzuleiten, obwohl die Baumaßnahmen an den beiden Becken noch nicht abgeschlossen waren. Durch die Fertigstellung verspricht man sich weitere deutliche Verbesserungen, da durch eine zweite Spundwand ankommender Rebschnitt, Gehölz und Gestrüpp besser abgefangen und in seinen Auswirkungen unschädlich gemacht werden kann. Durch zusätzliche Kernbohrungen am Becken “Albental“ und einer Einleitungskammer am Becken “Unteres Eigelstal“ kann der Wasserabfluss weiter verbessert werden. Noch am Abend während des Regens wurden viele Fotos und Videoaufnahmen von den Brennpunkten erstellt, die in den nächsten Arbeitstreffen analysiert und ausgewertet werden. Der bestehende Maßnahmenkatalog enthält bereits jetzt noch 30 offene Punkte, ohne die hierdurch gewonnenen neuen Erkenntnisse. Bei einem gemeinsamen Grillabend wurden die neuen Erkenntnisse bereits diskutiert. Besonders im Bereich der Maar konnte der Mischwasserkanal deutlich entlastet werden, da die Rückhaltebecken nicht übergelaufen sind und die Wassermengen somit nicht über die Straßeneinläufe in die Kanalisation eingeleitet wurden. Somit war hier ausreichend Platz für das komplette Oberflächenwasser vorhanden. In einer nächsten Aktion wird man den Zustand des Flurbereinigungskanals und die Ablagerungen und Abflussbehinderungen in den Rückhaltebecken nach dem Unwetter überprüfen, um sicherzustellen, dass die Maßnahmen auch langfristig Wirkung zeigen.
Pressemitteilung
der FBL Dernau
