Deutsche Meisterschaft und Europacup in Italien
Sturz, Hagel und starke Konkurrenz
Harte Bedingungen warteten auf Downhillfahrer Jacques Bouvet aus Spessart
Spessart/Kreis Ahrweiler. „Die Trauben hängen in der Eliteklasse eben höher“, kommentierte Josef Bouvet die letzten Auftritte seines Sohnes Jacques (Basislager Ghost Racing Team) bei den Deutschen Meisterschaften und im iXS European Downhill Cup (EDC) im italienischen Pila. Als Junior startet der Mountainbikefahrer aus Spessart seit dieser Saison ausschließlich in der Männerklasse.
Sturz beendet Deutsche Meisterschaften
Zunächst fand in Bad Wildbad im nördlichen Schwarzwald die Deutsche Meisterschaft und gleichzeitig ein weiterer Lauf des iXS German Downhill Cups statt. Für das Rennen waren rund 450 Fahrer aus 13 Nationen gemeldet. Die guten Wetterprognosen für das Wochenende bestätigten sich, so dass an allen drei Tagen auf trockener Piste gestartet werden konnte. Allerdings war bereits bei der Streckenbegehung am Freitagmorgen schnell ersichtlich, dass der Kurs anspruchsvoll war und durch die vielen Starter schon bald ausgefahren sein würde.
Das Training am ersten Tag verlief für Bouvet Erfolg versprechend. Leider stürzte er allerdings in seinem Seeding Run, dem eigentlichen Qualifikationslauf für das Rennen am Folgetag, so dass er am Ende „nur“ einen 20. Platz belegte. Schlimmer noch: Bei dem Fall zog sich der Nachwuchsfahrer eine starke Prellung am Oberschenkel zu. Trotzdem ging Bouvet noch hoffnungsvoll in den abschließenden sonntäglichen Trainingsrun, merkte jedoch schon zu Beginn, dass er das betroffene Bein nicht belasten konnte, so dass an ein rundes Treten nicht zu denken war. Daraufhin beschloss er schweren Herzens, am Rennen nicht teilzunehmen.
Guten 26. Rang erreicht
Nach einer Woche voller Fotos und Filmaufnahmen ging es weiter nach Pila in Nordwestitalien. Für das Rennwochenende waren 350 Starter aus 22 Nationen gemeldet. Die Strecke mit 2.600 m Länge und über 500 Höhenmetern gehörte erneut zu den anspruchsvollsten der Saison. Das Freitagstraining verlief für den 18-Jährigen hervorragend bei nahezu perfekten Wetterbedingungen. Auch am Samstagmorgen waren die äußeren Bedingungen noch bestens, was sich allerdings zu den Qualifikationsläufen ändern sollte. Denn bald zog ein schweres Unwetter auf, das heftigen Regen und Hagel mit sich brachte, so dass an Downhillfahren nicht mehr zu denken war. Der Seeding Run wurde daher auf Sonntagmorgen verschoben. Angesichts der auch da noch schwierigen Streckenverhältnisse und des Sturzes bei der Deutschen Meisterschaft im Hinterkopf ließ Bouvet sowohl in Qualifikation wie auch im Finallauf Vorsicht walten. Obwohl er nicht 100 Prozent gab, reichte es am Ende zu einem 16. Platz im Seeding Run und einem guten 26. Rang im Finale. Als einziger deutscher Starter tauchte sein Name damit in der Bestenliste unter den 35 Erstplatzierten auf - bei allen Schwierigkeiten des Wochenendes also noch ein großer Erfolg. Er behauptete sich damit erneut im starken Feld der Polen, Neuseeländer, Schweizer, Italiener, Slowenen, Briten, Franzosen, Österreicher oder Südafrikaner, die auf den vorderen Rängen zu finden waren.
