Seniorennetzwerk in Bad Neuenahr besteht neun Jahre
Tanzen, Denksport und Theater
Bei der Geburtstagsfeier im Evangelischen Gemeindehaus zeigt der Verein sein breites Angebot
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Sehr unterhaltsam ging es zu bei der Geburtstagsfeier des Seniorennetzwerks (SNW) im Evangelischen Gemeindehaus in Bad Neuenahr. Seit neun Jahren bietet die Vereinigung ein breites Programm für ältere Junggebliebene oder junge ältere Bürger an und hat in dieser Zeit ungezählten „Kunden“ frohe, nachdenkliche, informative, sportliche und vor allem jung und fit haltende Stunden beschert. Von Ahnenforschung über Computer, Denksport, Gesprächskreis, Kreatives Schreiben, Malen oder Meditatives Tanzen, Spielen, Seidenmalerei und Singen, Literatur und Schach bis hin zum Theaterspiel reicht die Spanne an Beschäftigungen. Die Gruppen kommen im Mehrgenerationenhaus, im Evangelischen Gemeindehaus, in der Villa Sibilla und im Augustinum zusammen. Nicht nur, dass die Bevölkerung immer älter wird. Speziell in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit seiner hervorragenden Infrastruktur, gerade für Senioren, ziehen auch viele Älteres zu, so dass das Seniorennetzwerk immer intensiver nachgefragt wird. Die Moderatoren Friedemann Bach und Rainer Nennmann begrüßten bei der Geburtstagsfeier daher auch viele Gäste, fast ausschließlich Nutzer der verschiedenen Kurse. Die SNW-Treffs werden regelmäßig im Gemeindehaus durchgeführt, da ist Gelegenheit zum Austausch, es können neue und Verbesserungsvorschläge gemacht werden, oder es wird einfach nur gemütlich beisammen gesessen.
Eigene Interessen pflegen
Friedemann Bach stellte den Netzwerkgedanken vor. „Hier haben Sie Gelegenheit, eigenen Interessen nachzugehen und sie zu pflegen. Es ist Ihr Forum für Integration, Kommunikation und Information. Das SNW bietet Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten, sich mit Ihren Fähigkeiten ehrenamtlich zu engagieren. Netzwerkarbeit im SNW ist eine Investition in die Zukunft. Wenn Sie eines Tages Hilfe brauchen, sind andere für Sie da.“ Bach sprach außerdem an, sich schon vor der Pensionierung mit diesem neuen Lebensabschnitt zu beschäftigen. Gleichaltrige und Gleichgesinnte sollten Gemeinsamkeiten und Interessen austauschen und sie gemeinsam leben. Treffen in verschiedenen Gebieten bietet das Netzwerk an. Bei seinem Ausblick erwähnte Bach mögliche Aktivitäten wie eine Reise nach Wien, gemeinsamen Religionsunterricht, Gespräche mit Türken am Bahnhof, Deutschunterricht im Mehrgenerationenhaus und weitere Pläne an. Dazu gehört auch das Ausloten einer Zusammenarbeit mit WeKiss, die Westerwälder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe hat gerade mehrere Neigungsgruppen für Senioren in der Kreisstadt aufgelegt. „Gut, dass wir einander haben“, klang dann als Lied durch den Saal, ein für die engagierte Arbeit des SNW sehr passender Satz.
Stolze Bilanz
Neun Jahre sind schon eine lange Zeit, stellten Bach und Nennmann an diesem Vormittag fest und blickten auf eine stolze Bilanz des Netzwerks zurück. Einen kleinen Überblick gab es dann von den Leitern verschiedener Gruppen. So hatte Rosemarie Schröder die Lacher auf ihrer Seite bei den „Fünf Geboten für Senioren“, Dieter Rossbach zeigte das ernste und lustige Gesicht des Schachspiels. Meditativen Tanz demonstrierte gekonnt der Kursus von Helga Könyves-Tòth, Monika Seeh verblüffte mit überraschenden Denksportaufgaben. Die Kindertagesstätte Arche Noah brachte einen gesungenen Geburtstagsgruß, Marion Surrey, die Leiterin des Mehrgenerationenhauses, hatte gleich ein Kuchenbüfett mit dabei. Die Theatergruppe „Spicker“ zeigte als furioses Finale Ausschnitte aus ihrem neuen Programm.
