Informationsveranstaltung im Bürgerhaus in Lind
Unterstützung für das Ehrenamt
Landrat Dr. Jürgen Pföhler und Baudirektor Raymund Pfennig stellten das Förderprogramm des Kreises vor
Lind. Das ehrenamtliches Engagement in der heutigen Zeit, wo die kommunalen Kassen immer leerer werden, umso wichtiger ist, hat der Landkreis Ahrweiler längst erkannt und mit einem umfangreichen Förderprogramm reagiert. Um dieses Programm, das der Landkreis auf sieben Säulen gestellt hat, den Vereinsvertretern, Vorsitzenden und Ortsbürgermeistern der Verbandsgemeinde Altenahr zu erläutern und näherzubringen, hatte Landrat Dr. Jürgen Pföhler zur Informationsveranstaltung ins Gemeindehaus nach Lind eingeladen. Dort begrüßte der Landrat stellvertretend für die Verbandsgemeinde Altenahr den 1. Beigeordneten Horst Riske, den Hausherren Ortsbürgermeister Helmut Hengsberg sowie die Ortsbürgermeister und
Ehrenamtliches Engagement ist unverzichtbar für die Region
Gleich zu Beginn stellte Pföhler fest, dass der Landkreis mit seinem Förderprogramm wohl richtig liege, dies bewiesen das große Interesse und der volle Saal. Ehrenamt werde immer wichtiger, und so dankte der Landrat der Verbandsgemeinde Altenahr für das Angebot dieses Informationsabends in Lind. Bereits zum Beginn seiner Amtszeit im Jahr 2000 hatte Pföhler die Wichtigkeit erkannt und das Thema „Ehrenamt und ehrenamtliche Tätigkeiten in Vereinen und Organisationen“ in den Mittelpunkt gestellt. Mitmachen und mitgestalten, so müsse die Devise lauten, um die positive Entwicklung in der Region zu stärken und zu festigen, so der Landrat. Zehntausende engagierte Bürgerinnen und Bürger folgten dieser Devise in Sport-, Musik- und Junggesellenvereinen, Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und Rotem Kreuz, aber auch in sozialen Einrichtungen, Heimat- oder Karnevalsvereinen, und sie alle seien unverzichtbare Säulen im gesellschaftlichen Leben unseres Kreises, so Pföhler.
Allein in der Verbandsgemeinde Altenahr gibt es über 130 eingetragene Vereine, sie alle sind wichtige Säulen im Ehrenamt, fördern die Orte, die Jugend und Senioren sowie das Miteinander und die Gemeinschaft. Für all dies hat der Landkreis sein Sieben-Punkte-Konzept entwickelt und aufgestellt.
Fördermöglichkeiten sind sehr vielfältig
Im Einzelnen gab Baudirektor Raymund Pfennig Erläuterungen und forderte die Vereinsvertreter auf, von den Angeboten auch Gebrauch zu machen: Förderung von Vereinen und Initiativen, worunter Neubau, Umbau, Ausbau, Sanierung vereinseigener Anlagen fallen; Förderung des Sports für lizenzierte Übungsleiter, Teilnahme von Schülern und Jugendlichen an Deutschen Meisterschaften oder höhere Kategorien; Förderung des Ehrenamtes durch Teilnahme an Fortbildungen für Ehrenamtliche, Durchführung von Fortbildungen mit Referenten. Dies alles könne gefördert werden, so Pfenning.
Ansprechpartner bei der Kreisverwaltung helfen
Wer darüber mehr wissen will, kann sich direkt an Ansprechpartnerin Annette Willerscheid per E-Mail an annette.willerscheid@aw-online.de und unter Tel. (0 26 41) 975-583 bei der Kreisverwaltung wenden. Für die Seniorenförderung mit Projektförderungen für Veranstaltungen oder zusätzliche jährliche Innovationsförderung sowie die Jugendraumförderung mit Neubau, Umbau, Ausbau sowie Einrichtung von Jugendheimen steht als Ansprechpartnerin Beate Elzer-Föhr unter E-Mail beate.elzer-foehr@aw-online.de ebenfalls bei der Kreisverwaltung zur Verfügung. Die Jugendförderung mit Ferienprogrammen, Wanderungen, Fahrten, Lagern und Freizeiten sowie Schulungen für ehrenamtliche Mitarbeitern und Förderung von Familien wird vom Jugendbüro des Jugendamtes, Tel. (0 26 41) 975-100, gefördert und betreut.
Um die siebte Säule, die Förderung des ländlichen Raums, kümmert sich als Ansprechpartner Baudirektor Pfenning persönlich unter E-Mail raymund.pfennig@aw-online.de, Tel. 02641-975-443. Hier werden Projekte bürgerschaftlicher und ehrenamtlicher Initiativen und Gruppierungen zur Dorfentwicklung, Dorferneuerung, Pflege der Dorfkultur, zum sozialen und kulturellen Leben ebenso gefördert wie gemeinsame Projekte und Maßnahmen der kommunalen Dorfentwicklung und Dorferneuerung.
Zu allen Maßnahmen wies Pfenning allerdings darauf hin, dass die vorgesehenen Projekte noch nicht begonnen wurden. Zu allen Förderprogrammen und Maßnahmen hält die Kreisverwaltung Info-Flyer bereit, und Landrat Dr. Jürgen Pföhler erinnerte daran, das jeder Euro, der in das Ehrenamt, die Senioren-, die Jugendförderung oder den ländlichen Raum als Anschubfinanzierung investiert wird, doppelt und dreifach an die Allgemeinheit zurückfließe.
Bei dieser ausführlichen Informationsveranstaltung gab es dann auch kaum Fragen und Anmerkungen, außer einer gewissen Kritik, dass sich die Vereine im Dschungel der Finanzbürokratie kaum noch selbst zurechtfänden und für Geld, das in der Vereinskasse beispielsweise zur Jugendförderung gebraucht werde, Steuerberatungskosten zahlen müssten. Hier versprach Pföhler, Gespräche direkt mit dem Finanzamt zu führen, um eine Vereinfachung für die Vereine und das ehrenamtliche Engagement zu erzielen.
