Traditioneller Wadenheimer Klaaf lockte viele Gäste in die Grundschule
Wadenheim ein Gesicht geben
Bad Neuenahr. Bei der Bürgergesellschaft Wadenheim sind alle noch im Jubiläumsfieber. Nach dem Festkommers zum 25-jährigen Jubiläum des Vereins stand auch der beliebte Wadenheimer Klaaf ganz im Zeichen des Feierns.
In der Kurgartenstraße goutierte man beim Köchemarkt edle Speisen und feine Tropfen, und beim traditionsreichen Wadenheimer Sommerklaaf in der Bad Neuenahrer Grundschule zelebrierte man die pure Geselligkeit in gemütlich-zünftiger Runde. Mehr als 20 Helfer waren im Einsatz und versorgten die Gäste mit Grillwurst und frisch gezapftem Bier. Die gemütliche Atmosphäre steckte an. Nicht, dass man die Wadenheimer geschwätzig nennen würde - aber „geklaaft“ wurde bis in die Abendstunden hinein. In Spitzenzeiten zählte der Vorsitzende Horst Felten rund 180 Gäste auf dem Gelände der Grundschule. Das Miteinander zu fördern, das ist das erklärte Ziel. Horst Felten möchte daher „Brücken bauen“, für Jung und Alt, und was er verspricht, hält er auch: So gehören zum Terminkalender der Bürgergesellschaft diverse Feste, aber auch Fahrten, Lesungen und gemeinsames Speisen.
Der Schultes begrüßte unter anderem den Beigeordneten Detlev Koch, Bad Neuenahrs Ortsvorsteher Dieter Brand, Ahrtal-Tourismus-Geschäftsführer Andreas Wittpohl, Pastor Peter Dörrenbächer, Vertreter anderer Neuenahrer Vereine und die ehemaligen Bürgermeister Rudolf Weltken und Dr. Heinz Rüschenschmidt. Sie alle zollten Felten Respekt für sein Engagement, das er nach 25 Jahren als Vorsitzender im kommenden Jahr in jüngere Hände geben möchte. Er sei ein Vordenker und Initiator, ein Türöffner und Redner, lobten ihn seine Vereinskollegen in einer kurzen Laudatio. „Ein neugieriger Mensch, der zielorientiert handelt und Dinge auf den Weg bringt“, bemerkte einer seiner Weggefährten, Werner Unger. Mit Herzblut und Engagement habe sich Felten immer wieder eingesetzt für die Belange der Wadenheimer. Für ihn und seine Frau hatten die Vereinskollegen Präsente und eine Urkunde besorgt. Felten selbst hat noch zwei größere Projekte auf dem Plan, die er bis nächstes Jahr umsetzen möchte. Aus der Halbinsel an der Maria-Hilf-Brücke soll eine Blumeninsel ganz nach dem Vorbild der Bodensee-Insel Mainau. Weiterhin plant Felten, die Kurgartenstraße mit Glassteinen auszustatten, die im Dunkeln Gesichter bekannter Neuenahrer Persönlichkeiten zeigen.
Mit Projekten wie diesen möchte Horst Felten weiter dazu beitragen, dem Ortsteil Wadenheim ein Gesicht zu geben. „Das war unsere Grundidee vor 25 Jahren. Damals waren nur Beul, Hemmessen und Neuenahr den Leuten ein Begriff. Wadenheim kannten die wenigsten“, erinnert sich Felten. Heute sei das anders. „Mit unseren Aktionen und Veranstaltungen bauen wir Brücken und geben Wadenheim eine Identität.“ Brücken, die auch besonders Neubürger nutzen. Sie kamen beim Wadenheimer Klaaf mit Urwadenheimern ins „klaafen“.
Weil auch nur das Gespräch im Vordergrund stehen soll, gab es keine musikalische Begleitung. Bis auf einen Moment, als der Männer- und Frauenchor (MFC) Bad Neuenahr sein Geburtstagsgeschenk mit einem Ständchen einlöste. In der Aula der Grundschule zogen große Plakatwände Blicke auf sich. Zu sehen waren Bilder der letzten Aktivitäten der Bürgergesellschaft - etwa vom Festkommers oder der letzten Jahrestour nach Berlin und Potsdam. „Es ist immer wieder schön, wenn Eltern oder Großeltern mit ihren Kindern sich die Fotos anschauen und sich wiederentdecken“, sagt Horst Felten.
Seiner Bürgergesellschaft will er auch über das nächste Jahr hinaus treu bleiben. Nur nicht mehr als aktiver Vorsitzender.
Heinz Felten wurde für sein unermüdliches Engagement als Vorsitzender der Bürgergesellschaft geehrt.
