„Frau und Kultur“ lädt ein zur Buchvorstellung
„Wahlverwandt und ebenbürtig“
Bad Neuenahr.„Wahlverwandt und ebenbürtig. Caroline und Wilhelm von Humboldt“ – Eine Lebensbeschreibung der beiden verfasst von Hazel Rosenstrauch. Sie ist Journalistin und Dozentin an verschiedenen Hochschulen und hat in Tübingen und Berlin Germanistik, Soziologie und empirische Wissenschaften studiert. Ihr Buch ist eine Schöpfung aus dem umfangreichen Briefwechsel des Ehepaares, das doch in der 40 Jahre dauernden Ehe häufig getrennt war; sich aber fast täglich geschrieben schrieb.
Wilhelm von Humboldt hat nicht nur Briefe, Sonetten, Gutachten und wissenschaftliche Aufsätze geschrieben, sondern auch täglich penibel Tagebuch geführt. Familienschriften und Briefwechsel mit berühmten Zeitgenossen wurden schon im 19. Jahrhundert von der Tochter und Enkelin veröffentlicht. Wilhelm von Humboldt war der große Reformer unseres Bildungswesens, Diplomat und Ästhet, der dem Wesen der Antike auf der Spur war. Ein Sprachphilosoph, der 20 Sprachen erforscht hat, und Freund der Klassiker Schiller und Goethe war. Seine Persönlichkeit ist nicht denkbar ohne seine Frau Caroline von Dacheröden – Mutter seiner acht Kinder. Eine Partnerin, die ihm an Bildung, Kunstsinn und tätigem Humanismus ebenbürtig war. Beide waren in allen Hauptstädten Europas zu Hause, weltoffen und weltneugierig. Eine Liebe auf gleicher Höhe, die trotz inniger und geistiger Verbindung jedem Freiheit ließ. Caroline war eine selbstbewusste Frau, deren Begriff von Liebe und Partnerschaft ihrer Zeit weit voraus war, und an deren freiem Wesen wachsend Wilhelm zu einem der großen liberalen Geister unserer Zeit wurde.
Minnie Rischkowsky stellt dieses Buch am Mittwoch, 28. Februar, 16 Uhr vor. Veranstalter: Frau und Kultur, Treffpunkt: Stadtbibliothek Bad Neuenahr, Willibrordusstraße. Infos: Elisabeth Odekerken Tel. (0 26 41) 2 55 86; Interessierte sind immer herzlich willkommen.
