26 km Pilgerweg erleben
Wallfahrt von Walporzheim nach Langenfeld: Gemeinschaft und Glaube auf 26 Kilometern
aus Bad Neuenahr-Ahrweiler
Walporzheim. Regen und Sturm am Freitag, strahlender Sonnenschein am Samstag: Besser hätte sich das Wetter für die diesjährige Wallfahrt von Walporzheim nach Langenfeld kaum wenden können.
Früh am Morgen machten sich die Pilgerinnen und Pilger auf den rund 26 Kilometer langen Weg, der nicht nur körperliche Ausdauer, sondern auch Zeit für Besinnung, Gebet und Gemeinschaft bot.
Um 7.30 Uhr versammelte sich die Gruppe an der Kreuzigungsgruppe am Calvarienberg. Mit dem Pilgersegen begann der gemeinsame Weg. Von der Quarzkaul aus führte die Strecke zunächst in Richtung Ramersbach und weiter nach Blasweiler, wo eine erste Rast eingelegt wurde. Anschließend ging es weiter in Richtung Lederbach. Auf Kuhnigk’s Ranch stärkte sich die Gruppe bei der Mittagspause für die nächsten Etappen.
Ein besonderer Moment erwartete die Pilgerinnen und Pilger an der Marienkapelle in Netterhöfe. Dort trafen sie auf die Wallfahrtsgruppe aus Ahrweiler. Die Begegnung wurde zu einer schönen Gelegenheit, gemeinsam innezuhalten, Lieder zu singen und Fürbitten zu halten. So wurde spürbar, wie der gemeinsame Glaube Menschen verbindet.
Danach führte der Weg weiter zum Pilgerkreuz nach Arft. Unterwegs war die Wallfahrt geprägt von vielfältigen geistlichen Impulsen: An ausgewählten Stellen wurde gesungen und gebetet, Geschichten wurden vorgetragen, und ein Wegabschnitt wurde bewusst in Stille zurückgelegt. Gerade diese stillen Momente gaben Gelegenheit, den eigenen Gedanken nachzugehen, persönliche Anliegen im Gebet vor Gott zu bringen und neue Kraft zu schöpfen.
Auf dem letzten Wegstück nach Langenfeld betete die Gruppe Litaneien zu Ehren des heiligen Jodokus. Mit dem gemeinsamen Gesang „Lobe den Herren“ zog sie schließlich in Langenfeld ein. In der Kirche St. Quirinus empfingen die Pilgerinnen und Pilger den Segen und konnten auf die zurückgelegte Strecke und die vielen besonderen Augenblicke des Tages zurückblicken.
Eine Neuerung gab es in diesem Jahr bei der anschließenden Einkehr: Zum ersten Mal traf sich die Gruppe im Pfarrhaus. Bei Kaffee und mitgebrachtem Kuchen konnten sich alle stärken und die Erlebnisse des Tages miteinander teilen. Dabei blieb reichlich Zeit für gute Gespräche, gemeinsames Lachen und den Austausch über die Eindrücke der Wallfahrt.
Den feierlichen Abschluss bildete um 18 Uhr die heilige Messe mit anschließendem Abschlusssegen. Nach rund 26 Kilometern ging damit ein Tag zu Ende, der von Glauben, Dankbarkeit und einer wunderbaren Gemeinschaft getragen war.
Ein solch gelungener Pilgertag ist nur durch das Engagement vieler Menschen möglich. Ein besonderer Dank gilt Andrea Wittkopf für die Organisation und Vorbereitung der Wallfahrt. Ebenso herzlich bedankt sich die Gruppe beim Fahrerteam mit Karl Knieps, Colja Berndt und Monika Kirmes, das mit dem Verpflegungsfahrzeug für die notwendige Unterstützung unterwegs sorgte.
Der größte Dank gilt jedoch allen, die sich auf den Weg gemacht haben und diesen Tag mit ihren Gebeten, Liedern, Gedanken, Gesprächen und ihrer Gemeinschaft bereichert haben. Die Wallfahrt hat einmal mehr gezeigt: Pilgern bedeutet nicht nur, gemeinsam eine lange Strecke zurückzulegen. Es bedeutet auch, miteinander unterwegs zu sein, einander zuzuhören, Stille zu teilen und den Glauben auf besondere Weise zu erleben.
Mit vielen schönen Erinnerungen und gestärkt an Leib und Seele ging die diesjährige Wallfahrt nach Langenfeld zu Ende.
Andrea Wittkopf
Richtung Langenfeld Foto: Andrea Wittkopf
Über Stock und Stein Foto: Andrea Wittkopf
gemeinsames Gebet Foto: Andrea Wittkopf
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Ankunft Marienkapelle Netterhöfe Foto: Andrea Wittkopf