Allgemeine Berichte | 20.01.2017

Bauarbeiten zur Dorferneuerung enden spätestens im Mai

Walporzheim bekommt ein eigenes Wappen

Feierliche Einweihung des neuen Festplatzes

Der Walporzheimer Ortsbeirat freut sich über das neue Ortswappen, von links Werner Schüller (Mitglied des Stadtrates Bad Neuenahr-Ahrweiler), Bert Flohe, Petra Lanzerath, Gregor Sebastian, Annette Sebastian und Klaus Beu.DU

Walporzheim. Unter reger Beteiligung der Bevölkerung fand jetzt in der Gaststätte „Winzerschenke“ die erste öffentliche Sitzung des Ortsbeirats Walporzheim statt. Nach der offiziellen Begrüßung durch Ortsvorsteher Gregor Sebastian berichtete Sascha Bach von der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler über den aktuellen Stand in Sachen „Neugestaltung Ortsmitte Walporzheim“.

Die hierfür notwendigen Bauarbeiten laufen im Rahmen des Dorferneuerungskonzeptes bereits seit dem 1. September vergangenen Jahres. Nach Abstimmungen mit Versorgern und Entsorgern wurden unter anderem Gas/Wasser Haupt- und Hausanschlüsse erneuert sowie bei einem Kunden ein neuer Gasanschluss erstellt. Zudem entstand eine neue Straßenentwässerung samt neuen Kanälen. Im Bereich des Festplatzes verzögerten sich die Arbeiten, da das dortige, sehr alte und kompakte Versorgungsnetz aufwändig erneuert werden musste. Darüber hinaus installierte man auch neue technische Anlagen für den Festplatz im Dorfzentrum. Neu ist auch die Straßenbeleuchtung; im Bereich der „Bahnseite“ sind die Arbeiten an einer Natursteinrinne bereits weit fortgeschritten, noch zu bepflanzende Baumroste wurden gesetzt. Außerdem musste ein während der Bauarbeiten „ausgehobener“, alter Regenwasserkanal ebenso zurückgebaut werden, wie die im Bereich des „Maibaumlochs“ gefundenen Betonfundamente früherer Häuser. Obwohl sich im Oktober ein Ende der Arbeiten bis Weihnachten andeutete, konnte dieses schließlich nicht realisiert werden, zumal später das Frostwetter hinzu kam und einen Einsatz der Baufirma unmöglich machte. So ist auch der Bereich am Ende der Walporzheimer Straße Richtung Marienthal von der Dorfseite aus immer noch für den Verkehr gesperrt. Auf jeden Fall ist Mai ist die feierliche Einweihung des neuen Festplatzes geplant. „Bis dahin werden wir definitiv fertig sein“, versprach Sascha Bach den anwesenden Bürgern und Ortsbeiratsmitgliedern. Auch beim Thema Karnevalszug konnte Bach für Erleichterung sorgen: Pünktlich zum Fastelovend wird die Strecke von der Baufirma so hergerichtet sein, dass der Karnevalszug ohne Probleme durch Walporzheim ziehen kann.

Bürger wählten ein Ortswappen für Walporzheim

Schon im vergangenen Jahr hatte der Ortsbeirat ein Bürger-Voting für ein Walporzheimer Ortswappen durchgeführt. Hintergrund einer Neugestaltung eines Walporzheimer Wappens ist das 50-jährige Jubiläum der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler im Jahr 2019, zu dem jeder Ortsteil eine eigene Fahne erhalten soll. Da es diese in Walporzheim bislang noch nicht gab, entschied sich der Ortsbeirat zu genannter Maßnahme. Mit Erfolg: Zahlreiche Bürger beteiligten sich an der Wahl, wobei das „Modell Nummer 1“ schließlich die mit großem Abstand meisten Stimmen im Vergleich zu den beiden Mitbewerbermodellen erhielt. Dem stimmte jetzt auch der Ortsbeirat offiziell zu, sodass eine entsprechende Fahne schon bald auf dem Dorf/Festplatz gehisst werden kann. Darüber hinaus wird es für die Bürger die Möglichkeit geben, Fahnen via Sammelbestellung zu ordern.

Das Wappen in Schildform ist rot und weiß geviert mit schräg liegendem Schlüssel, „halbiertem“ Adler, Felsformation, Weintraube und schwarzem Kreuz. Das durchgehende schwarze Kreuz steht für das Kurfürstentum Köln, denn Walporzheim wurde 1246 an das Kölner Domkapitel übertragen.

Der silberne Schlüssel symbolisiert das älteste Gasthaus an der Ahr, „Sanct Peter“. Der Adler weist auf die Grafen von Are hin, die von 1100 bis 1246 die Herrschaft über Walporzheim hatten. Die Felsformation steht für die bekannte „Felsnase“ der „Bunten Kuh“ oberhalb von Walporzheim. Die Weintraube steht für das Weindorf Walporzheim, lässt sich hier doch der Weinbau bis in die Römerzeit nachweisen.

Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Wenn die Dorferneuerungsarbeiten beendet sind, möchten die Walporzheimer zum insgesamt dritten Mal am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilnehmen. Der Ortsbeirat beschloss dies einstimmig für das Jahr 2018 - dann werden alle öffentlichen und privaten Erneuerungsmaßnahmen zum Abschluss gebracht worden sein. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war das ebenfalls 2018 anstehende 1.125. Ortsjubiläum. Hierzu ist ein Festkommers beim Patronatsfest oder alternativ beim traditionellen Josefstag angedacht. Dies soll von einer historischen Bilderausstellung begleitet werden. Auch die Erstellung einer Festschrift wurde vorgeschlagen. (Platz)Probleme könnte es höchstens in Sachen „Location“ geben, denn schon beim jüngsten Patronatsfest wurde erneut deutlich, dass der Winzerfestsaal mit seiner Kapazität an Grenzen stößt. Beim Punkt „Verfügungsmittel“ wurden unter anderem dem „Verein Weindorf Walporzheim“ 500 Euro zu Beschilderung des Wanderparkplatzes zugebilligt.

Weiterhin beginnt im Frühjahr die Neugestaltung des Walporzheimer Kriegerdenkmals. Zum Schluss nannte Gregor Sebastian noch die kommenden Termine: So findet die Ahruferreinigung am 18. Februar, der traditionelle „Dreck-weg-Tag“ in Walporzheim/Marienthal am 1. April statt.

Der Walporzheimer Ortsbeirat freut sich über das neue Ortswappen, von links Werner Schüller (Mitglied des Stadtrates Bad Neuenahr-Ahrweiler), Bert Flohe, Petra Lanzerath, Gregor Sebastian, Annette Sebastian und Klaus Beu.Foto: DU

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