Maria Hilf Krankenhaus veranstaltet Arzt-Patienten-Seminar
Was sind Hernien?
Kreis Ahrweiler. Auch wenn Ärzte bei einer Leistenhernie von einem „Bruch“ sprechen, splittern dabei keine Knochen. Vielmehr wird Gewebe durchstoßen, denn die Leiste muss viel Druck aushalten: Immer wenn wir husten, niesen oder schwer tragen, drücken die Bauchorgane auf den Leistenbereich. Hält dieser dem Druck nicht mehr Stand, können Schichten der Bauchwand den sogenannten Leisten-Kanal durchbrechen und eine Ausstülpung bilden. Dann sprechen Mediziner von einem Leistenbruch. Wie Ärzte das erkennen und warum eine Operation nötig wird - für solche Fragen sind Prof. Dr. Klaus Prenzel, der Chefarzt der Abteilung Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie und die chirurgische Fachärztin Heike Rollwagen vom Krankenhaus Maria Hilf Experten. Gemeinsam mit dem Förderverein veranstaltet das Interdisziplinäre Bauchzentrum des Krankenhauses ein kostenloses Arzt-Patienten-Seminar zum Thema: „Was sind Hernien? - Ursachen, Diagnostik und Behandlung von Bauchwandbrüchen“.
Am Mittwoch, 9. September sind von 18 bis 19.30 Uhr dazu alle Interessierten in die Aula des Krankenhauses Maria Hilf eingeladen. Ein Leistenbruch ist in den meisten Fällen ungefährlich. Unbehandelt vergrößern sich Hernien jedoch, und es kann sich zum Beispiel eine Darmschlinge einklemmen. Das führt zu starken Schmerzen, zusätzlich kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Fieber kommen - ein Notfall, der sofort operiert werden muss. Beim Arzt-Patienten-Seminar erläutern die Experten anschaulich, warum bei einem Leistenbruch eine Operation auch dann nötig ist, wenn der Patient keine oder nur leichte Beschwerden hat, und stellen verschiedene Operationsverfahren vor, die zum Einsatz kommen können und über die Arzt und Patient jeweils individuell entscheiden.
