Hoher kirchlicher Besuch in der Pfarreiengemeinschaft Altenahr
Weihbischof spendete das Sakrament der Firmung
Weihbischof Jörg Michael Peters begann seine Visitation in der Pfarrkirche in Kesseling
Kesseling. Der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters visitierte in der Pfarreiengemeinschaft Altenahr und spendete dort jungen Menschen das Sakrament der Firmung. Der Auftakt der Visitation begann mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche in Kesseling und war bewusst so gewählt, da vor 1250 Jahren die Christianisierung der Ahrregion und nördlichen Eifel aus der damaligen Klosterzelle (Cella Casleoaca) heraus passierte. Die Pfarrei Kesseling mit ihrer Pfarrkirche St. Peter zählt ebenso wie die Pfarreien Altenahr Maria Verkündigung, Berg (Vischel-Freisheim) St. Nikolaus, Dernau St. Johannes Ap., Kirchsahr St. Martin, Mayschoß St. Nikolaus und Rochus, Rech St. Luzia, Lind St. Notburga, Heckenbach St. Pankratius und St. Margarita und Hönningen St. Kunibert zu den zehn Pfarreien die zusammen die neue große Pfarreiengemeinschaft Altenahr bilden. So zog auch das Seelsorgeteam mit Pfarrer und Moderator Axel Spiller (Altenahr), Pfarrer Lothar Anhalt (Dernau), Pfarrer Volker Dupont (Ahrbrück) als Konzelebranten sowie die Gemeindereferentinnen Manuela Kremer (Altenahr) und Martina Gilles (Dernau) zusammen mit Weihbischof Peters und den Messdienern aus Kesseling und Ahrbrück in die Kirche ein. Da die Pfarreiengemeinschaft Altenahr deckungsgleich mit den Grenzen der Verbandsgemeinde Altenahr einhergeht und die Pfarreien zu den Ortsgemeinden ein gutes Verhältnis pflegen waren auch die Ortsbürgermeister Jürgen Flügge aus Kesseling und Erwin Kessel aus Berg anwesend. Von den Kirchengemeinden waren es die Mitglieder aus den Pfarrgemeinderäten der zehn Pfarreien, der Pfarreienrat sowie die Kirchengemeindeverbandsvertretung sowie Gemeindemitglieder, die den Gottesdienst besucht hatten. An der Orgel saß der Organist Markus Prange aus Dernau.
Nach rund eineinhalb Jahren hat sich die neue Pfarreiengemeinschaft auf den Weg gemacht, allerdings nicht, um in der Vergangenheit die Zukunft zu suchen, sondern ermutigt durch das Zeugnis der Vergangenheit, heute den Glauben zu leben, zur Sprache zu bringen und mit dem Blick in die Zukunft Gemeinde vor Ort für Menschen zu gestalten. So war auch das Logo in einem mehrmonatigen Prozess entstanden, bei dem zehn Fische mit dem Kopf nach vorn zur Mitte zeigen und die Schwanzenden offen nach außen stehen, offen und zugänglich für jeden Einzelnen.
Das Logo wurde ideenreich in den Farben eines Regenbogens vom Altenahrer Grafiker Philippe Mathar entworfen und umgesetzt. Für alle im Kirchenraum sichtbar hing die Fahne mit dem Logo und den zehn Ortsnamen der Pfarreien von der Kanzler herab, und nach dem Segen des Weihbischofs konnten alle Vertreter der zehn Pfarreien eine Fahne für ihre Pfarrkirche mitnehmen und für alle Gottesdienstbesucher gab es einen Aufkleber mit dem Logo als Erkennungszeichen der Pfarreiengemeinschaft Altenahr. Im Anschluss an die heilige Messe versammelten sich die Mitglieder der Räte, das pastorale Team, Vertreter des Dekanats Ahr-Eifel mit Weihbischof Peters in der Unterkirche in Ahrbrück zu einer Arbeitsbesprechung. Hier waren die Gespräche von den Herausforderungen denen man sich vor Ort gegenüber sieht geprägt. Neue Strukturen, sinkende Finanzen, steigende Kosten, eine religiöse Sprachlosigkeit in der Gesellschaft, Kirche nur noch als „Dienstleister“ waren ebenso Thema, wie auch hoffnungsvolle zukunftsweisende Erfahrungen, die in der neuen Pfarreiengemeinschaft gemacht wurden und auf denen man aufbauen will, waren sich alle einig.
Weihbischof Peters und Pfarrer Dupont mit den Messdienern.
