Weshalb ein intaktes Freibad plattmachen?
Wie kann eine Stadt ein so einmaligesFreibad aufgeben wollen?
Das Freibad in Bad Neuenahr ist mehr als nur ein Schwimmbad! Es ist ein Freibad mitten in einem Park mit altem Baumbestand. Generationen suchten hier Erholung und Freizeitgestaltung. In meiner Jugendzeit war es im Sommer und in den Sommerferien Spaß und Freizeit pur. Und eine solch einmalige Begegnungsstätte will man künftigen Generationen nicht mehr vergönnen? Die Stadt beabsichtigt eine intakte soziale Einrichtung, also keine marode Ruine, zu zerstören, die in dieser einmaligen Art unwiederbringlich ist. Bis heute hat das Freibad noch nichts von seinem Charme, seiner Schönheit und seiner Attraktivität verloren. Gerade in der heutigen Zeit, wo Kinder und Jugendliche im Stadtgebiet fast keine Bewegungsräume mehr für Freizeitgestaltung haben, würde ihnen das Freibad als wichtigste Sport- und Spielstätte im Sommer genommen. Frühere Bürgermeister hatten uns Bürgern ein wunderschönes Schwimmbad geschaffen. Fühlt sich die Stadt nicht auch verpflichtet, das Erbe der nächsten Generation zu erhalten?
Weshalb also ein intaktes Freibad einfach plattmachen? Auch wenn das Schwimmbad wenig oder auch gar keinen Gewinn einbringen mag, sollte nicht vergessen werden, dass es sich um eine soziale Einrichtung handelt. Zählt heute nur noch Gewinnoptimierung? Wäre das TWIN rechtzeitig repariert worden, stünde das Freibad nicht vor der Aufgabe! War es nicht Aufgabe der Stadt, die Sanierung rechtzeitig durchzuführen? Nun sollen wir Bürger wieder mal die Zeche zahlen.
Die Kreisstadt sollte stolz auf eine derart schöne Schwimmbadanlage sein. Das geplante Hallenbad kann kein Ersatz für das vorhandene Schwimmbad darstellen. Für eine Kreisstadt eine unwürdige Lösung. Remagen und Kempenich leisten sich Freibäder, wozu eine Kreis- und Badestadt offensichtlich nicht mehr in der Lage ist.
Wo sollen die jungen Familien mit ihren Kleinkindern an heißen Sommertagen ( ca. 1600 Personen am Tag )schwimmen gehen? Etwa wie wir früher in der Ahr? Im Gegensatz zu früher sind heute zwar komfortable Ruhebänke und gepflegte Liegewiesen an der Ahr vorhanden, ersetzen aber keineswegs das einmalig schöne Gartenbad.. Manfred Röhle
