3. Jobmesse im Kreis Ahrweiler
Zugewanderte als Arbeitskräfte gewinnen
aus Bad Neuenahr-Ahrweiler
Remagen. Es war fast kein Parkplatz mehr im Umkreis der Rheinhalle in Remagen zu finden! Das signalisierte das große Interesse an der „3. Jobmesse für Zugewanderte“ im Kreis Ahrweiler. Diese wurde erneut von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz, Regionalgeschäftsstelle Ahrweiler organisiert und von vielen engagierten Partnern unterstützt.
Über 400 interessierte Besucherinnen und Besucher, die in Deutschland leben, arbeiten und Fuß fassen möchten, kamen zusammen. Sie informierten sich bei rund 25 regionalen Arbeitgebern über berufliche Chancen, einen möglichen Einstieg und Perspektiven.
Anfängliche Bedenken zu möglichen Sprachbarrieren erwiesen sich sehr schnell als unbegründet: Größtenteils war die Verständigung auf Deutsch gut möglich und wo es doch einmal hakte, halfen Dolmetscher für verschiedenste Sprachen aus.
Ergänzt wurde das Messeangebot durch ein breites Spektrum an Beratungsleistungen. Fachkundige Ansprechpartner informierten zu den Themen Anerkennung und Qualifizierung, Intensiv- und Berufssprachkurse, Ausbildung sowie zu Fördermöglichkeiten für Arbeitgeber bei der Beschäftigung von geflüchteten Menschen.
Die Wichtigkeit von Veranstaltungen wie dieser hoben IHK-Vizepräsident Jörg Schäfer, die Kreisbeigeordnete Christina Steinhausen und IHK-Regionalgeschäftsführerin Andrea Stenz in ihren Grußworten hervor. Zudem, so waren sich alle Redner einig, gelte ein großer Dank den zahlreichen Partnern, die die Jobmesse im Vorfeld und vor Ort unterstützten.
Die Bedeutung internationaler Fachkräfte betonte Jörg Schäfer, IHK-Vizepräsident und Inhaber zweier Rewe-Märkte im Kreis: „Jede unbesetzte Stelle bedeutet: Weniger Service, weniger Öffnungszeiten, mehr Druck im Team – und das betrifft inzwischen fast alle Branchen. Deshalb bin ich überzeugt: Zuwanderung ist keine Notlösung, sondern eine echte Chance für unsere Betriebe.“
IHK-Regionalgeschäftsführerin Andrea Stenz führte weiter aus: „Der Arbeits- und Fachkräftemangel ist omnipräsent und eine große Herausforderung. Integration gelingt dort, wo wir miteinander ins Gespräch kommen – offen, neugierig und mit echtem Interesse aneinander. Umso wichtiger sind der direkte Kontakt und Austausch zwischen regionalen Unternehmen und motivierten Arbeitssuchenden aller Nationalitäten, um möglichst viele potenzielle Arbeitskräfte für die regionale Wirtschaft gewinnen zu können.“
Unterstützer und Partner waren die Kreisverwaltung mit der Beauftragten für Gleichstellung und Integration, der Ausländerbehörde sowie der Wirtschafts-, Kultur- und Tourismusförderung; die Stadt Remagen; die Kreishandwerkerschaft; die Jobcenter Ahrweiler, Neuwied und Bonn; die Handwerkskammer (HwK) Koblenz; die Agentur für Arbeit Bad Neuenahr-Ahrweiler und Koblenz-Mayen; die Kreisvolkshochschule (KVHS) und der Zukunftsregion Ahr e.V..
Das Fazit der Veranstaltung fiel für alle Beteiligten äußerst positiv aus. Bereits vor Ort wurden Termine für Vorstellungsgespräche vereinbart, Bewerbungsmappen übergeben und Kontaktdaten ausgetauscht. „Wir sind gespannt zu erfahren, was sich aus den Begegnungen an diesem Tag entwickeln wird“, so Stenz.
Für 2027 ist die 4. Jobmesse für Zugewanderte im Kreis Ahrweiler geplant.
Interessierte Unternehmen können sich bereits jetzt bei Mareike Schug, IHK-Regionalgeschäftsstelle Ahrweiler, melden (schug@koblenz.ihk.de, Tel 02641 99074-15).
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IHK-Team aus Ahrweiler und Koblenz freute sich über das große Interesse und die rege Beteiligung an der Messe. Foto: IHK Koblenz