Politik | 27.07.2015

CDU-Kreistagsfraktion Mayen-Koblenz Alkoholpräventionskonzept

2. Baustein des Präventionskonzeptes wird gestärkt

Jugendhilfeausschuss des Landkreises beschäftigte sich mit Projekt zur Prävention vor riskantem Alkoholkonsum

Das Kreistagsmitglied Horst Hohn ist Sprecher der CDU-Fraktion im Jugendhilfeausschuss Mayen-Koblenz. Das Gremium beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Alkoholpräventionskonzept „HaLT“.privat

Mayen-Koblenz . „HaLT - Hart am Limit“ so lautet der Name eines bundesweiten Alkoholpräventionskonzeptes, mit welchem sich auch das Jugendamt des Landkreises Mayen-Koblenz beschäftigt. Vor einem Jahr, im August 2014, hat das Land Rheinland-Pfalz eine Rahmenvereinbarung mit den gesetzlichen Krankenkassen zur Umsetzung und finanziellen Förderung des Konzeptes „HaLT“ abgeschlossen. Das Büro für Suchtprävention der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. übernimmt im Auftrag der Landesregierung die Koordination des Projektes in Rheinland-Pfalz. Das Konzept „HaLT“ besteht aus zwei unterschiedlichen Bausteinen, die sich gegenseitig ergänzen und verstärken.

Reaktiver Projektbaustein (individueller Ansatz)

Im reaktiven Projektbaustein (individueller Ansatz) werden Jugendliche nach stationär behandelter Alkoholvergiftung mit dem sogenannten „Brückengespräch“ meist noch im Krankenhaus angesprochen. Geschulte Fachkräfte bieten Hilfsmaßnahmen an. Schnittstelle für die Umsetzung des reaktiven Bausteins ist das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein in Koblenz und Mayen. Der Caritasverband Koblenz e.V. ist ebenfalls bereit, sich mit dem Zentrum für ambulante Suchtkrankenhilfe an dem HaLT-Projekt zu beteiligen und die Aufgaben des reaktiven Projektbausteins für den gesamten Landkreis Mayen-Koblenz und die Stadt Koblenz zu übernehmen. Die Kosten zur Durchführung dieses reaktiven Bausteins tragen erfreulicherweise die Krankenkassen. Die beiden Jugendämter des Landkreises Mayen-Koblenz und der Stadt Koblenz führen „HaLT“ als gemeinsamer Qualitätsstandort durch (bundesweit gibt es ca. 170 Standorte). Ende Mai 2015 fand hierzu eine Auftaktveranstaltung im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein unter der Schirmherrschaft des Ersten Kreisbeigeordneten Burkhard Nauroth und der Koblenzer Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein statt.

Proaktiver Projektbaustein

Ergänzend zu dem individuellen Ansatz gibt es den proaktiven Projektbaustein. Hierbei handelt es sich um eine Präventionsstrategie, die das Ziel hat, Alkoholexzesse und schädlichen Alkoholkonsum im Vorfeld zu verhindern. Hierzu gehört beispielsweise die Sensibilisierung der Bevölkerung, die konsequente Einhaltung des Jugendschutzgesetzes durch Gewerbetreibende aber auch die Vorbildfunktion von Erwachsenen. Bei der Umsetzung dieses proaktiven Bausteins kommt den Verbandsgemeinden und der Stadt Bendorf als Träger von Jugendarbeit und Schulsozialarbeit eine wichtige Rolle zu. Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Mayen-Koblenz hat sich daher in seiner jüngsten Sitzung mit der Thematik beschäftigt. Einstimmig wurde die Verwaltung des Jugendamtes beauftragt, die Verbandsgemeinden und die Stadt Bendorf anzuregen, sich am proaktiven Projektbaustein des regionalen Alkoholpräventionskonzeptes“ HaLT - Hart am Limit“ zur Etablierung einer Gesamtstrategie für den Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes zu beteiligen.

„Erfreulicherweise haben viele Kommunen vor Ort bereits in den letzten Jahren entsprechende Aktivitäten durchgeführt. Im proaktiven Teil des Konzepts können somit bereits vorhandene Ressourcen genutzt werden, sodass diese Bestandteile einer Gesamtstrategie zur kommunalen Alkoholprävention werden“, so Horst Hohn als Sprecher der CDU-Fraktion im Jugendhilfeausschuss. Die Christdemokraten begrüßen hier ausdrücklich die Initiative des Jugendamtes des Landkreises Mayen-Koblenz.

Pressemitteilung

der CDU-Kreistagsfraktion

Mayen-Koblenz

Das Kreistagsmitglied Horst Hohn ist Sprecher der CDU-Fraktion im Jugendhilfeausschuss Mayen-Koblenz. Das Gremium beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Alkoholpräventionskonzept „HaLT“.Foto: privat

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