Stadthalle: „Pohlmanns Wohnzimmer“
40 Jahre Manfred Pohlmann auf der Bühne
Bendorf. Es war ein ganz besonderes Konzert: ein Reigen leiser Töne, viel Zuversicht, Hoffnung, Vertrauen und viel „Moddersprooch“. Ein Saal begeisterter Zuhörer, voller Wegbegleiter und Freunde. So wurde die Stadthalle beim 40. Bühnenjubiläum zum „Wohnzimmer“ für Manfred Pohlmann, der den Abend sichtlich genoss und Freude an der Musik und dem Musizieren mit seinen Kollegen hatte. Sein Wegbegleiter Yannick Monot, in dessen Studio nun auch seine jüngste Liedermacher-CD „gguggugg“ entstanden ist, war mit dabei und faszinierte nicht nur mit Begleitung, sondern auch mit seiner Cajunmusik. Eine wahrlich „lebendige Stimme“ hat Regina Lindinger, die aus München angereist war und mit ihren Texten und Interpretationen faszinierte. Irgendwie schien auf der Bühne ohnehin eine Seelenverwandtschaft unter den Musikern zu herrschen. Meister der leisen und nachdenklichen Töne ist dann auch Rene Eglés. Auch bei ihm klangen Friede, Beschaulichkeit und Miteinander aus den Texten. Dirko Juchen untermalte hier und da wie immer stimmungsvoll und auch Bruce Bush überraschte mit einer Einlage. Manfred Pohlmann präsentierte natürlich Titel seiner neuen CD, aber auch altbewährtes. Da war vom „Vertrauen der klääne Katz“ genauso die Rede, wie vom geschüttelten Geldbeutel beim ersten Kuckucksruf. Viele Dinge, die auch seinen Pohlmanns Vater Fritz erinnern, der seinem Sohn die Liebe zu Wien weiter gegeben hat. So erweitert Manfred Pohlmann nun auch sein Repertoire um Wiener Lieder, die er perfekt vorträgt, obwohl er noch nie in der Stadt am Prater war. Dabei schien er stimmgewaltiger denn je und man glaubte, ihm eine gefühlte Zufriedenheit anzumerken. Ein beeindruckendes Konzert, das lange nachhallen wird und die Zuhörer erdet. Besinnung auf das Wesentliche, toll untermalt mit gefühlvollen Lichtstimmungen und feinen Instrumenten. Den Schluss besiegelte nach einigen Zugaben dann wieder das Lied vom Fährmann „Stephan Holl Iwwer“. Ein Genuss, wenn man dabei sein durfte.
-PS-
Manfred Pohlmann kann mit 40 Jahren Bühnenerfahrung glänzen.