Allgemeine Berichte | 02.06.2015

Sachbeschädigung beim SV Blau Weiss Sayn e.V.

Angriff auf die Sayner Fußballjugend

Jugend- und Kinder-Tore im Bach - Fahrräder auf dem Dach - Mülltonnen im Park - Polizei vor Ort

Die Fußballtore landeten im Saynbach. Privat

Sayn. Kopfschüttelnd steht das Sayner Fußball-Urgestein Rüdiger Döll Anfang Mai auf dem Sportplatz. Was er sieht, lässt ihn den Glauben an Anstand und Menschenverstand verlieren. Da liegen Jugend- und Kleinkinder-Tore im angrenzenden Saynbach, ein Fahrrad auf dem Dach der Kabinen. Von den Mülltonnen am Sportplatz fehlt jede Spur. Sie werden einige Tage später im Park auftauchen. Döll kennt den Sayner Fußball als Spieler und Spieler-Papa seit Jahrzehnten: „So was habe ich noch nicht erlebt und habe es bis auf den heutigen Tag auch nicht für möglich gehalten.“ Mit seinem Entsetzen steht er nicht allein. Vorstand, Trainer, Eltern und Kinder können es kaum fassen, mit wie viel Brachialgewalt und Zerstörungswut wertvolle Trainingsgeräte der Sayner Fußball-Kinder mutwillig zerstört werden. Auch die Seniorenfußballer des Vereins trauen ihren Augen nicht: „Das ist eine bodenlose Schweinerei“, schimpft Lill. Auf seine Initiative hin ziehen die tapferen Männer der zweiten Seniorenmannschaft Sayn das mehrere hundert Kilo schwere Tor aus dem Bach. Vorsitzender Frank Matthies hat sogleich die Polizei eingeschaltet und Anzeige erstattet. Die nahm vor Ort den Schaden und die Anzeige auf. „Auf den ersten Blick sieht es wie Vandalismus aus, ein Streich im Zuge der ersten Mainacht“, kommentiert Matthies. „Dagegen spricht jedoch die Planmäßigkeit des Vorgehens. Zu gezielt und zu überlegt sind die Täter vorgegangen. Außerdem handelt es sich hier leider nicht um einen Einzelfall. Im Frühjahr schon wurde der Verein Opfer einer heimtückischen Hacker-Attacke, die die Homepage des Vereins zerstörte.“ Einiges spricht dafür, dass von interessierter Seite die fußballerische Jugendarbeit des SV Sayn mit hinterhältigem Vorsatz sabotiert werden soll. Sabotage statt Vandalismus? Daran zweifeln im Sayntal nur noch wenige. Aber wer hat es auf die Sayner Fußball-Jugend abgesehen? Und warum? Ist Neid oder Dummheit oder dumpfe Wut auf den Verein das Motiv? Noch fehlen hier die Antworten. „Wer auch immer es ist: Die Täter sollen wissen, dass der Verein jede weitere Beschädigung und jeden Diebstahl konsequent zur Anzeige bringen wird. Wer also erwischt wird, darf nicht darauf hoffen, mit einem simplen „Sorry“ aus der Verantwortung entlassen zu werden, er wird die rechtlichen Folgen zu tragen haben“, hält Geschäftsführer Descourvières fest. Besonders schmerzt es den Vorstand, dass die feigen Attacken in erster Linie die Vereinsjugend treffen. „Wir stellen seit zwei Jahren den Verein sportlich und sozial auf sehr gesunde Füße. Unsere innovativen Projekte wie zum Beispiel die Fußball-Schule, der Mädchenfußball und die systematische Trainer-Ausbildung stoßen auch überregional auf sehr positive Resonanz. Daher klingt mir Sachbeschädigung viel zu abstrakt: Konkret sehe ich in der böswilligen Zerstörung unseres Trainingsmaterials eine unglaubliche Aggression gegenüber unserer erfolgreichen Jugend- und Bildungsarbeit“, so Descourvières. Und das muss aufhören! Pressemitteilung des SV

Blau Weiss 1911 Sayn e.V.

Alle Beteiligten sind über die Tat entsetzt.

Alle Beteiligten sind über die Tat entsetzt.

Mutwillig wurden die Tore der Fußball-Kinder zerstört.

Mutwillig wurden die Tore der Fußball-Kinder zerstört.

Die Fußballtore landeten im Saynbach. Fotos: Privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Imageanzeige
Imageanzeige - Dauerauftrag
Anzeigenauftrag #PR111825-2026-0007#
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Juni 2026
Lebenskunstmarkt Remagen
Kleinanzeige Gartenpflege
Empfohlene Artikel
BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 10
180

Jede Woche präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Schönste Rosen blühen in Löhndorf. Foto: ROB
222

Wer nach Löhndorf, einem Ortsteil von Sinzig, kommt, merkt schnell: Dieses Dorf hat nicht nur Zukunft, sondern auch eine beeindruckende Vergangenheit. Gleich dreimal wurde der rund 1.300 Einwohner zählende Ortsteil mit der Goldmedaille im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“ ausgezeichnet. Doch Auszeichnungen allein machen noch kein liebenswertes Dorf aus. Es sind vor allem die Menschen, die Löhndorf seinen besonderen Charme verleihen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Daniel Ferber ist zwischenzeitlich überregional bekannt. Mit seiner Hymne „Kowelenz“ landete er bereits vor Jahren einen Überraschungs-Erfolg. Mit der Neuauflage von „Dau bes Kowelenz“ gibt er erneut eine Liebeserklärung an seine Heimatstadt ab.
734

Mundart-Sänger Daniel Ferber mit neuem Projekt:

Die Neuauflage von „Dau bes Kowelenz“

Koblenz. Das Jahr 2006 ist vielen Koblenzern in guter Erinnerung: nicht nur durch das deutsche „Sommermärchen“, sondern auch durch ein ganz besonderes Projekt. Unter dem Motto „Dau bes Kowelenz“ produzierten Dirk Zimmer und das Café Hahn ein Kultvideo. Der bekannte Koblenzer Mundart-Sänger hat sich dieses Video vor einigen Wochen durch Zufall noch einmal angeschaut. Spontan entstand bei ihm die Idee, das Projekt in moderner Form neu aufzulegen und weiterzudenken.

Von Horst Hohn aus Mülheim-Kärlich

Weiterlesen

Der CDU-Landtagsabgeordnete Philip Rünz vor Ort am Peter-Altmeier-Ufer: Die neuen Fahrbahnschwellen mit beidseitigen Durchlässen für den Radverkehr ersetzen die zuvor kritisierten Einengungen.
86

Koblenz. Die Anpassungen der Verkehrsführung am Peter-Altmeier-Ufer sind fürs Erste abgeschlossen. Die Stadt Koblenz hat damit Maßnahmen umgesetzt, die den Kernforderungen der Petition von Philip Rünz weitestgehend entsprechen. Für den CDU-Landtagsabgeordneten und Stadtrat ist das auch ein Erfolg der Bürgerinnen und Bürger, die die Petition mit rund 1.400 Unterschriften unterstützt haben. „Diese Verbesserungen zeigen, dass Bürgerbeteiligung wirkt.

Von Büro Philip Rünz MdL aus Koblenz

Weiterlesen