Sachbeschädigung beim SV Blau Weiss Sayn e.V.
Angriff auf die Sayner Fußballjugend
Jugend- und Kinder-Tore im Bach - Fahrräder auf dem Dach - Mülltonnen im Park - Polizei vor Ort
Sayn. Kopfschüttelnd steht das Sayner Fußball-Urgestein Rüdiger Döll Anfang Mai auf dem Sportplatz. Was er sieht, lässt ihn den Glauben an Anstand und Menschenverstand verlieren. Da liegen Jugend- und Kleinkinder-Tore im angrenzenden Saynbach, ein Fahrrad auf dem Dach der Kabinen. Von den Mülltonnen am Sportplatz fehlt jede Spur. Sie werden einige Tage später im Park auftauchen. Döll kennt den Sayner Fußball als Spieler und Spieler-Papa seit Jahrzehnten: „So was habe ich noch nicht erlebt und habe es bis auf den heutigen Tag auch nicht für möglich gehalten.“ Mit seinem Entsetzen steht er nicht allein. Vorstand, Trainer, Eltern und Kinder können es kaum fassen, mit wie viel Brachialgewalt und Zerstörungswut wertvolle Trainingsgeräte der Sayner Fußball-Kinder mutwillig zerstört werden. Auch die Seniorenfußballer des Vereins trauen ihren Augen nicht: „Das ist eine bodenlose Schweinerei“, schimpft Lill. Auf seine Initiative hin ziehen die tapferen Männer der zweiten Seniorenmannschaft Sayn das mehrere hundert Kilo schwere Tor aus dem Bach. Vorsitzender Frank Matthies hat sogleich die Polizei eingeschaltet und Anzeige erstattet. Die nahm vor Ort den Schaden und die Anzeige auf. „Auf den ersten Blick sieht es wie Vandalismus aus, ein Streich im Zuge der ersten Mainacht“, kommentiert Matthies. „Dagegen spricht jedoch die Planmäßigkeit des Vorgehens. Zu gezielt und zu überlegt sind die Täter vorgegangen. Außerdem handelt es sich hier leider nicht um einen Einzelfall. Im Frühjahr schon wurde der Verein Opfer einer heimtückischen Hacker-Attacke, die die Homepage des Vereins zerstörte.“ Einiges spricht dafür, dass von interessierter Seite die fußballerische Jugendarbeit des SV Sayn mit hinterhältigem Vorsatz sabotiert werden soll. Sabotage statt Vandalismus? Daran zweifeln im Sayntal nur noch wenige. Aber wer hat es auf die Sayner Fußball-Jugend abgesehen? Und warum? Ist Neid oder Dummheit oder dumpfe Wut auf den Verein das Motiv? Noch fehlen hier die Antworten. „Wer auch immer es ist: Die Täter sollen wissen, dass der Verein jede weitere Beschädigung und jeden Diebstahl konsequent zur Anzeige bringen wird. Wer also erwischt wird, darf nicht darauf hoffen, mit einem simplen „Sorry“ aus der Verantwortung entlassen zu werden, er wird die rechtlichen Folgen zu tragen haben“, hält Geschäftsführer Descourvières fest. Besonders schmerzt es den Vorstand, dass die feigen Attacken in erster Linie die Vereinsjugend treffen. „Wir stellen seit zwei Jahren den Verein sportlich und sozial auf sehr gesunde Füße. Unsere innovativen Projekte wie zum Beispiel die Fußball-Schule, der Mädchenfußball und die systematische Trainer-Ausbildung stoßen auch überregional auf sehr positive Resonanz. Daher klingt mir Sachbeschädigung viel zu abstrakt: Konkret sehe ich in der böswilligen Zerstörung unseres Trainingsmaterials eine unglaubliche Aggression gegenüber unserer erfolgreichen Jugend- und Bildungsarbeit“, so Descourvières. Und das muss aufhören! Pressemitteilung des SV
Blau Weiss 1911 Sayn e.V.
Alle Beteiligten sind über die Tat entsetzt.
Mutwillig wurden die Tore der Fußball-Kinder zerstört.