Allgemeine Berichte | 27.02.2015

Arbeitsagentur registriert wenig Bewegung bei der Arbeitslosigkeit

Arbeitsmarkt: Frühling sendet erste Boten

Deutlicher Zuwachs an offenen Stellen

Kreis MYK. Während draußen der letzte Schnee fällt, sind auf dem Arbeitsmarkt in der Region bereits erste Hinweise auf den Frühling erkennbar. So steigt die Arbeitslosigkeit in der Stadt Koblenz zwar noch einmal um 65 auf 4.349 an, die Steigerung liegt aber deutlich unter der des Januars - vor vier Wochen war ein Plus von 560 zu verzeichnen. Verglichen mit Februar 2014 liegt die Arbeitslosigkeit derzeit um 128 höher, womit sich die Lücke zum Vorjahr ebenfalls deutlich verringert hat. Die Arbeitslosenquote liegt in der Stadt zurzeit bei 7,5 Prozent und damit um jeweils 0,1 Prozentpunkte über dem Vormonats- und dem Vorjahreswert. Noch entspannter ist die Lage im Landkreis Mayen-Koblenz, denn hier sinkt die Arbeitslosigkeit um 27 auf 6.160. Vor einem Jahr waren sogar 83 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote liegt wie im Januar bei 5,4 Prozent. Vor einem Jahr lag sie um 0,1 Prozent höher. „Dass der winterliche Anstieg der Arbeitslosigkeit bereits so früh im Jahr so deutlich gebremst werden konnte und sich im Landkreis sogar schon umgekehrt hat, ist natürlich eine sehr erfreuliche Entwicklung“, erklärt Ulrike Mohrs, die Leiterin der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen mit Blick auf die soeben vorgelegte Februarstatistik. „Das lässt uns hoffen, dass der Arbeitsmarkt das Winterloch diesmal zügig überwinden kann.“ Genährt wird diese Hoffnung von der Entwicklung des Stellenmarktes. So wurden dem Arbeitgeberservice im Februar 571 Stellen aus dem Landkreis und 448 aus der Stadt gemeldet - knapp doppelt so viele wie in den vier Wochen zuvor. Insgesamt registriert die Arbeitsagentur damit zurzeit 1.104 Stellenangebote aus Koblenz und 1.415 aus dem Umland.

Wie immer entwickelten sich die beiden Rechtskreise des Sozialgesetzbuches (SGB), die sich mit Arbeitslosigkeit befassen, unterschiedlich: Das SGB III regelt die Arbeitslosenversicherung, wonach all jene Menschen versorgt werden, die noch nicht länger als ein Jahr arbeitslos sind und Arbeitslosengeld I beziehen, während im SGB II die Regeln der Grundsicherung festgehalten sind, nach denen die sogenannten Hartz IV-Empfänger betreut werden, die meist schon länger arbeitslos sind. In der Stadt Koblenz stieg die Zahl der nach SGB III gemeldeten Arbeitslosen in den vergangenen vier Wochen um 46 auf 1.375 an. Vor einem Jahr waren im SGB III allerdings noch 33 Koblenzer mehr arbeitslos gemeldet. Im SGB II stieg die Arbeitslosigkeit im Februar um 19 auf 2.974 an, gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 161. Im Landkreis sinkt die Zahl der Arbeitslosen im SGB III seit Januar um 25 auf nun 2.861, was gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 163 bedeutet. Im SGB II bleibt die Arbeitslosigkeit mit 3.299 im Vergleich zum Januar - wo 2 Arbeitslose mehr gezählt wurden - nahezu stabil. Im Vorjahr wies die Statistik allerdings 80 arbeitslose Menschen weniger aus. Insgesamt offenbare die Februarstatistik zwar keine spektakulären Überraschungen, meint Ulrike Mohrs. „Aber die aktuellen Zahlen lassen zumindest für die nächsten Wochen auf eine zeitige und nachhaltige Frühjahrsbelebung hoffen.“

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag Imageanzeige
Dauerauftrag 2026
Imageanzeige Werbeplan 2026
Stellenanzeige - Dauerauftrag 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0354#
Stellenanzeige Mitarbeiter
Weinblütenfest Mayschoß
Empfohlene Artikel
BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 10
194

Jede Woche präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Schönste Rosen blühen in Löhndorf. Foto: ROB
251

Wer nach Löhndorf, einem Ortsteil von Sinzig, kommt, merkt schnell: Dieses Dorf hat nicht nur Zukunft, sondern auch eine beeindruckende Vergangenheit. Gleich dreimal wurde der rund 1.300 Einwohner zählende Ortsteil mit der Goldmedaille im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“ ausgezeichnet. Doch Auszeichnungen allein machen noch kein liebenswertes Dorf aus. Es sind vor allem die Menschen, die Löhndorf seinen besonderen Charme verleihen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Blick in die St.-Pius-Straße in Bachem.  Foto: ROB
1086

In der Kreisstadt wird die Geschwindigkeit kontrolliert:

Ab 15.06.: Blitzer in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten plant die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler vom 15. Juni bis 21. Juni in der Kalenderwoche 25 Geschwindigkeitskontrollen in den Stadtteilen Lohrsdorf und Bachem. Die Messungen sind in der Sinziger Straße in Lohrsdorf sowie in der St.-Pius-Straße in Bachem vorgesehen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Jochen Tack / Polizei NRW
2758

Bad Marienberg. Am 13.06.2026 gegen 22:31 Uhr kam es im Bereich des Parkhauses in der Albrechtstraße in Bad Marienberg zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde ein Pärchen von einer bislang unbekannten Personengruppe angegriffen. Die Gruppe soll aus mehreren Personen, nach ersten Erkenntnissen etwa acht jungen Männern, bestanden haben.

Weiterlesen

Mit Dank und Blumen verabschiedete Bürgermeister Christoph Moor Gabriele Zils, die 15 Jahre lang Schiedsfrau war.
469

Teilfläche soll für 350 000 Euro verkauft werden – Verwaltung ist dagegen

Bendorf: Stadtrat will Verkleinerung der Spielfläche am Mülhofener Kirchhofsweg

Bendorf. Ausgebremst hat der Bendorfer Stadtrat seinen Bürgermeister Christoph Mohr. Denn der wollte nicht, dass die Spiel- und Freifläche am Mülhofener Kirchhofsweg durch Teilverkauf verkleinert wird. Ungewöhnlich, denn meistens herrscht zwischen Stadtrat und Bendorfer Verwaltung „Friede, Freude, Eierkuchen“, denn überwiegend werden Verwaltungsvorlagen einstimmig durchgewunken.

Weiterlesen