Allgemeine Berichte | 02.04.2013

Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen

Arbeitsmarkt setzt auf den Frühling

Trotz frostiger Temperaturen geht die Arbeitslosigkeit im März zurück

Region. Damit hatten nur die größten Optimisten gerechnet: Obwohl vor der Tür nach wie vor Eisfachtemperaturen herrschten und sich die Region in den letzten Wochen oft bis in die Flusstäler tief verschneit präsentierte, geht die Arbeitslosigkeit in der Stadt Koblenz und im Landkreis Mayen-Koblenz im März deutlich zurück. 3.856 Frauen und Männer aus der Stadt Koblenz sind laut Statistik zum Monatsende bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet - 216 weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,4 auf sieben Prozent. Im Landkreis werden zurzeit 6.161 Arbeitslose gezählt, das sind 372 weniger als vor vier Wochen. Hier sinkt die Quote um 0,3 auf 5,5 Prozent. Dass es sich dennoch nicht um einen „normalen“ Verlauf handelt, zeigt der Blick auf die Vorjahreszahlen. Damals gab es im Landkreis 315 Arbeitslose weniger, die Arbeitslosenquote lag bei 5,3 Prozent. Günstiger fällt der Vorjahresvergleich für die Stadt aus: 99 Arbeitslose weniger wurden in diesem März gezählt. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 7,2 Prozent.

„Es lässt sich trotz der guten Entwicklung in Koblenz nicht leugnen, dass der außergewöhnlich lange Winter sich auf den regionalen Arbeitsmarkt niederschlägt“, meint Ulrike Mohrs, die Leiterin der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen. Vor allem Bauunternehmen, Straßen- und Landschaftsbauer, bei denen zu dieser Jahreszeit normalerweise bereits Hochbetrieb herrsche, befänden sich in vielen Fällen noch immer in der winterlichen Zwangspause. „Gerade deshalb sind wir angenehm überrascht, dass die Arbeitslosigkeit im März in allen von uns betreuten Regionen zurück gegangen ist. Der Frühling lässt sich offenkundig auch von Schnee und Dauerfrost nicht unterkriegen.“ Zum einen liege dies sicher an der Gastronomie, die sich fürs Ostergeschäft rüste. Die Tatsache, dass in Stadt und Kreis deutlich mehr Männer vom Aufschwung profitierten, zeige aber auch, dass viele andere Saisonbetriebe ihre Mannschaften bereits wieder an Bord holten. Von der klassischen „Saisonarbeitslosigkeit“ der kälteanfälligen Betriebe sind nämlich ganz überwiegend Männer betroffen, die zu Beginn des Winters entlassen und an dessen Ende in der Regel wieder eingestellt werden. Darüber hinaus wurden der Arbeitsagentur im März aus der Stadt und dem Landkreis 734 freie Stellen gemeldet - 39 mehr als im Februar. Insgesamt liegen damit derzeit 1.776 Stellenangebote aus der Region vor.

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitieren diesmal beide Rechtskreise des Sozialgesetzbuches (SGB), die sich mit dem Thema befassen. In der Stadt wurden bei der Arbeitslosenversicherung nach SGB III im März 1.253 Arbeitslose gezählt, das sind 105 weniger als im Februar und 113 mehr als vor einem Jahr. Im SGB II - also bei den sogenannten Hartz IV-Empfängern - sank die Zahl im Monatsvergleich um 111 auf 2.603. Vor einem Jahr waren sogar 212 Frauen und Männer mehr arbeitslos gemeldet. Ein ähnliches Bild präsentiert sich im Landkreis. Hier sank die Arbeitslosenzahl im SGB III im März um 300 auf 2.832. Sie liegt aber noch immer um 389 höher als im März 2012. Im SGB II gingen die Werte in den letzten vier Wochen um 72 und im Jahresvergleich um 74 auf nun 3.329 zurück. Damit gehören derzeit im Landkreis Mayen-Koblenz 46 Prozent aller arbeitslos gemeldeten Frauen und Männer zum SGB III und werden von der Arbeitsagentur betreut, 54 Prozent werden dem SGB II und damit den Jobcentern zugeordnet. In der Stadt Koblenz klafft die Schere deutlich weiter auseinander. Hier gehören 32,5 Prozent der Arbeitslosen zum SGB III und 67,5 Prozent zum SGB II.

Für den April erwartet Ulrike Mohrs einen weiteren, deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit. „Auch wenn er in diesem Jahr sehr spät kommt, steht der Frühling in den Startlöchern. Und damit werden wir zumindest die Winterarbeitslosigkeit endgültig abbauen können.“ Ob die Wirtschaft in der Region darüber hinaus optimistisch genug in die Zukunft schaut, um auch eine konjunkturelle Steigerung einzuleiten, werde sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen, meint die Agenturchefin.Pressemitteilung

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