Lokalsport | 10.03.2015

Turnerschaft Bendorf - Abteilung Handball

Bittere Derbyniederlage

Bendorf. Es war alles angerichtet für einen großen Abend. Volles Haus, gute Stimmung und ein bis zur letzten Sekunde spannendes Spiel. Die Partie war zwar keineswegs hochklassisch, lebte aber von ihrer Intensität und Leidenschaft. Anders als man üblicherweise das Bendorfer Spiel kennt, lieferten sich beide Teams von Anfang bis Ende eine Abwehrschlacht, geprägt von vielen Gelben Karten und später auch Zwei-Minuten-Zeitstrafen. So stand es nach zehn Minuten erst 4:4. Auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte wurde sich kein Zentimeter geschenkt, eben ein richtiges Derby. Kaum ging die Turnerschaft in Führung, folgte die Antwort der Örmser auf dem Fuß. Dennoch schafften es die TSB Falken kurz vor der Pause eine 11:8-Führung herauszuspielen.

Zweite Halbzeit

Diese wurde jedoch wieder durch das schnelle Aufbauspiel des SVU bis zur Halbzeit auf 12:10 relativiert. Nach dem Seitenwechsel führte Bendorf dann sogar mit 13:10, aber dabei blieb es nicht. Im Angriff wurden zahlreiche Bälle verworfen oder durch technische Fehler verloren, so dass Urmitz kurze Zeit später beim 14:14 wieder gleich auf war. Von nun an ging es hin und her. Mal führte Bendorf, mal Urmitz. Jede Aktion der Spieler wurde von beiden Seiten frenetisch bejubelt, doch von einer Zwei-Tore-Führung oder mehr war nicht zu denken. Einzige Ausnahme bildete beim Stande von 21:20 ein verworfener Ball des SVU, der einen Gegenstoß der TSB einleitete und von Lucas Litzmann zum 22:20 vollendet wurde. Doch auch diese Führung hielt nicht lange an. Über 22:22, 24:24 und 25:25 ging es dann die letzten Minuten. Mario Kos nahm für Bendorf noch einmal eine Auszeit, beschwor sein Team und brachte sie dadurch auch mit 26:25 in Front, trotz Unterzahl. Denn kurz zuvor hatte Alex Klapthor wegen angeblichem Zeitspiel eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe kassiert. Im Gegenzug trafen auch die Gäste, so dass es wieder pari stand. Allerdings kam noch eine weitere Zeitstrafe hinzu, sodass bis zum Schlusspfiff mit einem Mann weniger auszukommen war. Dennoch, Bendorf im Angriff bei etwa 40 Sekunden Restspielzeit, der Sieg war noch drin. Jedoch nahm sich Dustin Keip einen Wurf überhastet, der nicht unbedingt zu den aussichtsreichsten Wurfpositionen zählt und verwarf. Im Anschluss waren nur noch wenige Sekunden zu spielen. Urmitz kreuzte noch einmal auf der Mitteposition, passte den Ball auf die halblinke Position und dort tat sich eine Lücke auf, die genutzt wurde. Der Ball landete drei Sekunden vor Abpfiff in der linken oberen Ecke des Tores, die Bendorfer entsetzt, die Örmser außer sich vor Freude. Vielleicht lag es schlussendlich an der letzten verunglückten Abwehraktion, vielleicht an der letzten vergebenen Offensivaktion oder einfach an der unzureichenden Siebenmeterausbeute. Denn während Urmitz sechs von sieben Siebenmetern verwandelte, traf die TSB nur vier von sieben. Aber alles "Hätte, Wenn und Aber" hilft letztlich nichts. Handball ist ein Mannschaftssport; die Mannschaft gewinnt zusammen und verliert zusammen. Mit dem letzten Quäntchen Glück hätte die Begegnung auch ebenso gut andersherum enden können. So gehen Glückwunsch wie auch zwei Punkte auf die andere Rheinseite. Eine kämpferische Leistung wurde geboten, die von den Bendorfer Fans auch ausreichend honoriert wurde. Die treuen Fans standen wie eine Wand hinter der Mannschaft - das ist großartig! Rheinlandliga: TSB I – SV Urmitz 26:27 (12:10) Es spielten für Bendorf: Stefan Brinkmann (6/2), Konstantin Becher (1), Lars Dreidoppel, Andreas Dahmen (6), Jonas Strüder, Moritz Gutfrucht, Lucas Litzmann (2), Nicolas Barreteau (3), Felix Franken, René Engler (6/2), Dustin Keip (2), im Tor: Alexander Winkel, Alexander Klapthor.

Aktueller Termin

Kommenden Samstag reisen die Falken in den Hunsrück zur HSG Irmenach/Kleinich/ Horbruch. Der Beginn der Begegnung ist um 19:30 Uhr in der Hirtenfeldhalle Kleinich.

Juniorteam überrascht!

Verbandsliga Ost: TSB II – TuS Bannberscheid 29:29 (13:15) Einen unerwarteten Punktgewinn verzeichnete am Samstagnachmittag die 2. Mannschaft der Turnerschaft Bendorf. Gegen den Tabellendritten aus dem Westerwald hatte man sich im Vorfeld der Partie nicht viel ausgerechnet, zumal im Hinspiel der TuS recht deutlich mit sechs Toren gewinnen konnte. Doch im Rückspiel wäre der doppelte Punktgewinn für die TSB II sogar verdient gewesen. Nach wiedermal verschlafenem Beginn lief die „Zwote“ recht schnell einem 1:3-Rückstand hinterher. Technische Fehler hatten dabei den Weg frei gemacht für zwei Gegenstöße der Gäste. Die TSB Anfangsformation vom Güls-Spiel fand noch nicht so recht in die Spur. Bendorf glich zwar wenig später aus, doch wiederum setzte der TuS Bannberscheid einen kleinen Zwischenspurt an, der den Spielstand auf 4:7 und kurze Zeit später auf 6:10 festsetzte. Durch kleinere Umstellungen im Bendorfer Spiel und einige klare Worte vom Trainergespann wurde in der Folge effektiverer Handball gespielt. Die Hausherren verkürzten immer weiter, so dass zum Seitenwechsel nur noch zwei Treffer Differenz waren, die es aufzuholen galt (13:15). Symbolisch für die Aufholjagd der ersten Hälfte war dabei eine Aktion kurz vor Abpfiff, als Niko Jansen einen Torwurf glänzend parierte und durch die ganze Halle einen präzisen Pass auf Pascal Brink spielte. Dieser fackelte nicht lange und versenkte das Spielgerät.

Begegnung auf Augenhöhe

In Spielabschnitt zwei zeigte sich eine Begegnung auf Augenhöhe, in der das Juniorteam aber zunehmend an Oberwasser gewann. Folglich glich der Gastgeber in der 35. Minute auf 19:19 aus und markierte anschließend sogar die erstmalige Führung. Das konsequente „Durchstoßen“ im Angriff offenbarte immer wieder Lücken in der TuS Abwehr, die die Turnerschafts Reserve ausnutzte. Zusätzlich parierte Patrick Schneider noch zwei Siebenmeter auf der Gegenseite und stand auch bei vielen Angriffen der Bannberscheider immer wieder richtig. Über 23:22, 26:24 und 28:25 ging es dann in die heiße Phase der Begegnung, die Schlussminuten. Die Nervosität auf der Bank der Gäste nahm immer weiter zu, wie auch die Zuversicht auf der Bendorfer Bank über die sich anbahnende Überraschung. Per Siebenmeter verkürzten die Westerwälder auf 28:26. Im Gegenzug traf Niklas Peltner, 29:26, noch gut zwei Minuten zu spielen. Wieder trafen die Gäste, 29:27. Bendorf vertändelte im folgenden Angriff den Ball und Bannberscheid hatte die Möglichkeit aufzuschließen. Nach einer unglücklichen Abwehraktion musste die TSB ohne Philipp Majewski die letzte Minute auskommen. Zusätzlich folgte der Anschlusstreffer, 29:28. Bei noch 35 Sekunden zu spielen, nahm dann die Bendorfer Bank die Auszeit, um möglichst lange den Ball auszuspielen. Aber wie das im Sport ebenso ist, hatten scheinbar nicht alle den Trainern zugehört. Kurz nach Wiederanpfiff folgte, ohne Zeitdruck seitens des Schiedsrichters der Wurf – gehalten! Und es kam, wie es kommen musste. Der TuS nutzte den letzten Angriff und schaffte den Ausgleich wenige Sekunden vor Abpfiff. Zusätzlich kassierte Markus Zwick noch die Rote Karte und dann war Schluss. Das letztendliche Unentschieden war enttäuschend, aber der Punktgewinn nicht! Dem TuS Bannberscheid einen Punkt abzutrotzen war für viele eine Überraschung, aber nach den zuletzt starken Auftritten gegen Horchheim und Güls die logische Konsequenz.

Vorschau

Mit nun 13 Punkten im Gepäck kann die TSB II am kommenden Samstag zuversichtlich zur HSG Römerwall fahren. Diese rangieren, allerdings erst mit 14 Spielen, auf Rang elf (elf Punkte). Anpfiff ist um 19 Uhr in der Römerwallhalle Rheinbrohl. Es spielten für Bendorf II: Philipp Majewski (1), Pascal Pretz (7/6), Florian Schmitt (4), Felix Gutfrucht, Philipp Hopfner (1), Dominik Pretz, Pascal Brink (2), Christian Balthasar, Lukas Schlicht (3), Niklas Peltner (4), Markus Zwick (6), im Tor: Patrick Schneider, Niko Jansen

Auswärtssieg nach Auswärtssieg für die Dritte

Landesliga: TuS Kaisersesch – TSB III 17:22 (6:13) Nach dem Auswärtssieg beim SV Urmitz II gewann die 3. Mannschaft der Turnerschaft Bendorf nun abermals beim Tabellenschlusslicht TuS Kaisersesch. Mit dem 22:17-Erfolg bezwang Bendorf zugleich seinen "Sonntagsfluch", denn die drei Sonntagspartien zuvor wurden jeweils verloren. Weil die TSB III in der Anfangsphase TuS-Rückraumspieler Denny Busse nicht in den Griff bekam (er erzielte die ersten fünf Tore für sein Team), entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie. Doch dann zündeten die Gäste den Turbo, erzielten sechs Tore in Folge und stellten damit von 4:5 auf 4:11.

Zweite Halbzeit

Mit diesem Vorsprung wechselte man auch die Seiten (Halbzeitstand: 6:13). „Gegen sechs Gegentore in Halbzeit eins kann man nichts sagen. Wir haben heute mal wieder das Spiel in der Abwehr gewonnen“, so Trainer Dirk Koch. In der zweiten Halbzeit agierte Bendorf wesentlich unkonzentrierter, führte aber über weite Strecken mit sieben, acht Toren Unterschied. Kurzum: Die Dritte ließ die Gastgeber nicht mehr herankommen und brachte den nächsten Auswärtssieg sicher nach Hause. Für Bendorf III spielten gegen Kaisersesch: Thorsten Corcilius, Mario Müller; Yarek Byczek (2), Frank Flöck, Ingo Flöck (4), Thomas Gutfrucht (7), Dirk Koch (1), Tobias Möllney (5), David Pommer, Christian Thiel (1), Marc Veerman (2).

Das nächste Spiel

Am kommenden Samstag spielt die 3. Mannschaft um 19.30 Uhr in der Sporthalle am Lohweg gegen Tabellenführer TV Bad Ems II.

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