Deutscher Gewerkschaftsbund in Bendorf
DGB-Fahrt nach Verdun und Luxemburg
Bendorf. Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Bendorf organisierte eine zweitägige Bildungsreise aus Anlass des 100-Jahres-Tages des Ersten Weltkrieges nach Verdun an die Stätten der schlimmsten Schlachten sowie einen politisch-touristischen Besuch Luxemburgs. In Luxemburg erhielt die bunt gemischte Gruppe, zu der auch die Beigeordneten Bernhard Wiemer und Gaby Zils sowie der ehemalige Bürgermeister von Rennerod, Hans-Jürgen Heene, gehörten, einen Einblick in den kleinen, aber bedeutenden EU-Staat. Nach einem Stadtrundgang führte der Luxemburger Abgeordnete (vgl. Bundestag) Marc Angel die Gäste aus Bendorf durch die Abgeordnetenkammer, wo ihnen ein Historiker, Regis Moes, Rede und Antwort stand.
Zur Überraschung der Bendorfer Gäste gesellte sich dann Mars Di Bartolomeo, der Präsident der Abgeordnetenkammer, zur Gruppe dazu und plauderte aus dem Nähkästchen über die Luxemburger Demokratie wie auch über den neuen Luxemburger EU-Kommissionspräsidenten, Jean-Claude Juncker, mit dem die Gastgeber schon viele Jahre zuvor zusammengearbeitet hatten. Für die rheinische Gruppe waren es Informationen aus Europa aus wirklich erster Hand. Alle waren hiervon begeistert.
Am zweiten Tag schlug die Begeisterung zunächst in Betroffenheit um, als man sich auf dem ehemaligen Schlachtfeld mit einem Vertreter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge traf, der die Bendorfer Gruppe führte. Schon der Treffpunkt, das sog. „Gebeinhaus“, beherbergt hinter Glasscheiben Menschenknochen von namenlosen 130.000 Soldaten, die dort gefallen sind. In einer mehr als dreistündigen Führung über das Gelände besichtigte die Gruppe das sog. „Fort“ und auch Orte, die komplett zerstört wurden, die aber in Frankreich nach wie vor mit Namen und Gemeinderat aus Erinnerungszwecken geführt werden, um die Erinnerung wachzuhalten: An der jeweiligen Stelle sind „Steine“, die darauf hinweisen, dass dort eine Straße war oder ein Bauernhof, Bäckerei, Laden usw. Allen Teilnehmern wurde hier die Grausamkeit des Krieges bewusst und ungläubiges Staunen über so viel brutaler Sinnlosigkeit machte die Runde.
Um einen positiven freudigen Abschluss für alle zu finden, fuhr der Bus die Gruppe noch in das Stadtzentrum von Verdun, das am Fluss Maas liegt und eine sehr schöne Altstadt hat. Dort verbrachte die Gruppe den Nachmittag des zweiten Tages, ehe es die 292 Kilometer in einem durch nach Bendorf zurückging.
Alle Teilnehmer betonten, dass ihnen die Tour sehr viel Freude bereitet hat und forderten die beiden Verantwortlichen des DGB auf, eine ähnliche Zweitagestour im nächsten Jahr wieder durchzuführen. Noch im Bus besprach man die Möglichkeit, zum Europatag im Mai 2015 nach Brüssel zu fahren, um Europa näher kennenzulernen, aber auch um für ein gemeinsames Europa zu werben.
Gerade auch die Reise nach Verdun und die erstklassige Führung durch den Volksbund machten allen Teilnehmern bewusst, wie wichtig eine gemeinsame Zukunft in Europa ist.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wirbt u.a. für Europa und seine Arbeit mit dem Slogan „Wer nicht weiß, wofür Europa gut sein soll, der sollte einmal Kriegsgräber besuchen!“
Pressemitteilung
Deutscher Gewerkschaftsbund Bendorf