Politik | 30.09.2014

Deutscher Gewerkschaftsbund in Bendorf

DGB-Fahrt nach Verdun und Luxemburg

Der Luxemburger Parlamentspräsident Mars Di Bartolomeo und DGB-Vorsitzender Ferhat Cato.privat

Bendorf. Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Bendorf organisierte eine zweitägige Bildungsreise aus Anlass des 100-Jahres-Tages des Ersten Weltkrieges nach Verdun an die Stätten der schlimmsten Schlachten sowie einen politisch-touristischen Besuch Luxemburgs. In Luxemburg erhielt die bunt gemischte Gruppe, zu der auch die Beigeordneten Bernhard Wiemer und Gaby Zils sowie der ehemalige Bürgermeister von Rennerod, Hans-Jürgen Heene, gehörten, einen Einblick in den kleinen, aber bedeutenden EU-Staat. Nach einem Stadtrundgang führte der Luxemburger Abgeordnete (vgl. Bundestag) Marc Angel die Gäste aus Bendorf durch die Abgeordnetenkammer, wo ihnen ein Historiker, Regis Moes, Rede und Antwort stand.

Zur Überraschung der Bendorfer Gäste gesellte sich dann Mars Di Bartolomeo, der Präsident der Abgeordnetenkammer, zur Gruppe dazu und plauderte aus dem Nähkästchen über die Luxemburger Demokratie wie auch über den neuen Luxemburger EU-Kommissionspräsidenten, Jean-Claude Juncker, mit dem die Gastgeber schon viele Jahre zuvor zusammengearbeitet hatten. Für die rheinische Gruppe waren es Informationen aus Europa aus wirklich erster Hand. Alle waren hiervon begeistert.

Am zweiten Tag schlug die Begeisterung zunächst in Betroffenheit um, als man sich auf dem ehemaligen Schlachtfeld mit einem Vertreter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge traf, der die Bendorfer Gruppe führte. Schon der Treffpunkt, das sog. „Gebeinhaus“, beherbergt hinter Glasscheiben Menschenknochen von namenlosen 130.000 Soldaten, die dort gefallen sind. In einer mehr als dreistündigen Führung über das Gelände besichtigte die Gruppe das sog. „Fort“ und auch Orte, die komplett zerstört wurden, die aber in Frankreich nach wie vor mit Namen und Gemeinderat aus Erinnerungszwecken geführt werden, um die Erinnerung wachzuhalten: An der jeweiligen Stelle sind „Steine“, die darauf hinweisen, dass dort eine Straße war oder ein Bauernhof, Bäckerei, Laden usw. Allen Teilnehmern wurde hier die Grausamkeit des Krieges bewusst und ungläubiges Staunen über so viel brutaler Sinnlosigkeit machte die Runde.

Um einen positiven freudigen Abschluss für alle zu finden, fuhr der Bus die Gruppe noch in das Stadtzentrum von Verdun, das am Fluss Maas liegt und eine sehr schöne Altstadt hat. Dort verbrachte die Gruppe den Nachmittag des zweiten Tages, ehe es die 292 Kilometer in einem durch nach Bendorf zurückging.

Alle Teilnehmer betonten, dass ihnen die Tour sehr viel Freude bereitet hat und forderten die beiden Verantwortlichen des DGB auf, eine ähnliche Zweitagestour im nächsten Jahr wieder durchzuführen. Noch im Bus besprach man die Möglichkeit, zum Europatag im Mai 2015 nach Brüssel zu fahren, um Europa näher kennenzulernen, aber auch um für ein gemeinsames Europa zu werben.

Gerade auch die Reise nach Verdun und die erstklassige Führung durch den Volksbund machten allen Teilnehmern bewusst, wie wichtig eine gemeinsame Zukunft in Europa ist.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wirbt u.a. für Europa und seine Arbeit mit dem Slogan „Wer nicht weiß, wofür Europa gut sein soll, der sollte einmal Kriegsgräber besuchen!“

Pressemitteilung

Deutscher Gewerkschaftsbund Bendorf

Der Luxemburger Parlamentspräsident Mars Di Bartolomeo und DGB-Vorsitzender Ferhat Cato.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0354#
Weinblütenfest in Mayschoss
Kleinanzeige Gartenpflege
Reinigungskraft (m/w/d) für Kaisersesch gesucht
Empfohlene Artikel
Straßenquerung der Brecbachtalbahn.
147

Bendorf. Vor dem Verwaltungsgericht Koblenz fand am 02.06.2026 die mündliche Verhandlung in einem Verfahren statt, das unmittelbar mit der Reaktivierung der Brexbachtalbahn verknüpft ist. Die Eifelbahn Verkehrsgesellschaft mbH (EVG) klagt gegen das Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch den Landesbetrieb Mobilität (LBM), um eine Verpflichtung der Stadt Bendorf durchzusetzen, die Straßenquerung im Bereich...

Weiterlesen

Mit Dank und Blumen verabschiedete Bürgermeister Christoph Moor Gabriele Zils, die 15 Jahre lang Schiedsfrau war.
952

Bendorf. Ausgebremst hat der Bendorfer Stadtrat seinen Bürgermeister Christoph Mohr. Denn der wollte nicht, dass die Spiel- und Freifläche am Mülhofener Kirchhofsweg durch Teilverkauf verkleinert wird. Ungewöhnlich, denn meistens herrscht zwischen Stadtrat und Bendorfer Verwaltung „Friede, Freude, Eierkuchen“, denn überwiegend werden Verwaltungsvorlagen einstimmig durchgewunken.

Weiterlesen

Weitere Artikel
124

Kürrenberg. Ein neues, kostenfreies Angebot bringt ab Sommer mehr Aktivität und Geselligkeit in den Mayener Stadtteil Kürrenberg. Unter dem Dach des landesweiten Erfolgsprojekts „Bewegung in die Dörfer“ gründet sich eine neue Gruppe speziell für Seniorinnen und Senioren. Das Angebot richtet sich an ältere Menschen – ausdrücklich auch mit körperlichen Einschränkungen –, die gemeinsam aktiv bleiben und etwas für ihre Gesundheit tun möchten.

Von Kerstin Jobst-Durwen aus Mayen

Weiterlesen

Symbolbild.
998

Klettenberg. Nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn 4 zwischen dem Kreuz Köln-West und der Anschlussstelle Klettenberg am Montagabend, dem 15. Juni, ist die Polizei auf der Suche nach Zeugen. Bei der betroffenen Fahrerin des Seat handelt es sich um eine 22-jährige Frau aus Bonn, die noch am Unfallort aufgrund ihrer schweren Verletzungen verstarb.

Weiterlesen