Arbeitslosigkeit geht im September wie erwartet deutlich zurück
Der Herbst belebt den Arbeitsmarkt
Mayen-Koblenz. Wie erwartet ging die Arbeitslosigkeit sowohl in der Stadt Koblenz als auch im Landkreis Mayen-Koblenz im September deutlich zurück, und zwar sowohl im kurz- wie im langfristigen Vergleich: 3.646 Frauen und Männer waren zum Monatsende in der Stadt arbeitslos gemeldet - 161 weniger als vier Wochen zuvor und 224 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,3 auf 6,4 Prozent. Im September 2012 lag sie bei sieben Prozent. Ähnlich ist die Entwicklung im Landkreis, wo die Statistiker im September 5.140 Arbeitslose zählten. Das sind 347 weniger als im August und 214 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,3 auf 4,5 Prozent. Günstig stellt sich im September auch der Stellenmarkt in der Stadt Koblenz dar. 695 Stellen wurden dem Arbeitgeberservice in den letzten vier Wochen von hier gemeldet, 73 mehr als im August und 242 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt sind damit in der Stadt derzeit 1.495 offene Stellen registriert. Knapp unter den Augustwerten liegt dagegen der Landkreis, wo im September 392 Stellen - und damit zehn weniger als im Vormonat - gemeldet wurden. Vor einem Jahr zählten die Statistiker aber auch hier 49 Angebote weniger. Unterm Strich liegen der Agentur Ende September aus dem Landkreis 1.055 offene Stellen vor. „Die auch im Vergleich zu anderen Regionen unseres Bezirks und zum Land sehr günstige Entwicklung ist zum großen Teil noch immer auf die Ansiedlung von Amazon zurückzuführen“, erklärt Frank Schmidt, der stellvertretende Leiter der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen. Gerade jetzt beginne die Vorbereitung auf das Weihnachtsgeschäft, die auch in den kommenden Wochen noch mit vielen zusätzlichen Einstellungen verbunden sei. „Selbst wenn dort nicht jeder auf Anhieb eine unbefristete Stelle findet, ist das für viele Menschen, die schon seit Jahren arbeitslos sind, eine wichtige Chance für einen beruflichen Neuanfang.“ Ein Blick auf die beiden Rechtskreise des Sozialgesetzbuches, in denen die Arbeitslosigkeit geregelt ist, offenbart deutliche Unterschiede im lang- und im kurzfristigen Vergleich: Gegenüber dem Vormonat geht die Arbeitslosigkeit in der Stadt und im Landkreis sowohl in der Versichertengemeinschaft des SGB III als auch bei den sogenannten Hartz IV-Empfängern des SGB II zurück. Verglichen mit dem Vorjahr ist dagegen die Entwicklung im SGB II deutlich günstiger. So sind in der Stadt Ende September 1.113 Menschen nach SGB III arbeitslos gemeldet. Das sind 114 weniger als vor vier Wochen, aber 61 mehr als 2012. Dem SGB II werden 2.533 arbeitslose Koblenzer zugeordnet, 47 weniger als im August und sogar 285 weniger als vor einem Jahr. Im Landkreis Mayen-Koblenz ging die Zahl der SGB III-Arbeitslosen in den letzten vier Wochen um 226 auf 2.098 zurück, das sind zehn weniger als vor einem Jahr. Im SGB II sinkt der Wert im September um 121 auf 3.042. Das sind 204 Arbeitslose weniger als im September 2012. In der Stadt Koblenz sind damit derzeit rund 30 Prozent der Arbeitslosen dem SGB III zugeordnet und rund 70 Prozent dem SGB II. Im Landkreis Mayen-Koblenz sind es rund 41 Prozent im SGB III und rund 59 Prozent im SGB II. Alles in allem sei man mit der Entwicklung im September zufrieden, erklärt Frank Schmidt. Zwar sei ein Rückgang der Arbeitslosenzahlen nach den Sommerferien durchaus üblich, in Stadt und Landkreis falle er aber erfreulich deutlich aus. Das spreche dafür, dass der Arbeitsmarkt in der Region zumindest stabil sei. „Außerdem gehen wir davon aus, dass sich die Lage im Oktober weiter entspannen wird, weil dann viele junge Leute, die jetzt noch bei uns registriert sind, ihr Studium aufnehmen oder doch noch eine Lehrstelle finden werden.“
Pressemitteilung der
Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen
