Ettringer Jugendfeuerwehr richtete zu ihrem Jubiläum den Kreisjugendfeuerwehrtag aus
Die Zukunft der Feuerwehr ist gesichert
Seit 45 Jahren engagieren sich in dem Ort am Hochsimmer junge Leute in Sachen Sicherheit
Ettringen/Kreis Mayen-Koblenz. Es ist wahrscheinlich eine Aufgabe für junge Feuerwehrleute, die für ihr ganzes Leben prägend sein kann - dem Anderen zu helfen, und dies nach dem hehren Wahlspruch der Floriansjünger: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.“ So hatten die jungen Jubiläum feiernden Akteure aus Ettringen, ob nun weiblichen oder männlichen Geschlechts, ein turbulentes Wochenende hinter sich gebracht. Denn verbunden mit den „Tagen der offenen Tür“ mit vielen Aktivitäten und Informationen rund um die Feuerwehr, einer Bilderausstellung oder Schau der Gerätschaften mit Fuhrpark sowie der dazu gehörenden Unterhaltung wurde der Kreisjugendfeuerwehrtag des Landkreises Mayen-Koblenz in den Ablauf integriert. So führten die Jugendfeuerwehren, angereist aus dem gesamten Kreisgebiet, am vergangenen Samstag feuerwehrtechnische, sportliche und spielerische Wettkämpfe in und um den Ort Ettringen durch. Da galt es für die in 14 Gruppen eingeteilten über 150 jungen Feuerwehrleute, ihr Können und ihre Einsatzfähigkeit sowie die Kenntnisse in puncto Feuerwehr zu beweisen.
Ehrung für Harald Monreal
„Diese Veranstaltung hatte wieder einmal einen hohen Stellenwert. Diese jungen Menschen, das ist unsere Feuerwehrzukunft“, so Bürgermeister Gerd Heilmann, Ortschef Werner Spitzley und Wehrführer Björn Barz, bei der vom Ettringer Feuerwehrjugendwart Stephan Schäfer durchgeführten Eröffnung. Zur Ehrung am Nachmittag war der Schirmherr, Landrat Dr. Alexander Saftig, angereist, um die Leistungen aller Teilnehmer zu würdigen und einen besonderen Feuerwehrkameraden mit dem Goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichen zu ehren: Harald Monreal, just am Jubiläumstag der Jugend seit ebenfalls 45 Jahren dabei, im Alter von 13 Jahren eingetreten, sozusagen ein Mann der ersten Stunde, der viel Herzblut für die Ettringer Wehr geopfert hat als Truppmann, Sprechfunker, Maschinist, Truppführer, Löschmeister oder gar Organisator vieler unvergesslicher Feuerwehrfahrten. „Du bist ein Mann mit vielen Fähigkeiten, der diese hohe Ehrung mit Fug und Recht verdient hat. Offen für alles Neue, sozusagen aus der Praxis für die Praxis und dies alles für Deine Feuerwehr“, freute sich Ettringens „Feuerwehrboss“ Björn Barz.
Außerdem konnten wieder viele junge Floriansjünger Urkunden und Pokale in Empfang nehmen. Dabei erreichte die Jugendfeuerwehr aus Nörtershausen den ersten Platz, und die Gruppe aus Mayen-Kürrenberg erhielt den steinernen Hochsimmerturm, einen Wanderpokal, der nach dem ersten Jugendwart Ludwig Schlaf benannt wurde.
Schirmherr Landrat Dr. Alexander Saftig erklärte: „Ich freue mich, wenn so viele junge Menschen, wie hier in Ettringen, sich der Idee der Feuerwehr verbunden fühlen, und ich weiß, dass die Jugendfeuerwehren unser Rückgrat für die Zukunft sind, damit wir die Sicherheit im Ort gewährleisten können.“
„Heute ist ein Tag, um zurückzublicken. Und wir alle können mit Stolz feststellen, dass diese Jugendwehr im Dorf am Hochsimmer von Beginn an sehr aktiv war. Aus dem gesellschaftlichen Leben des Ortes ist diese engagierte Jugendfeuerwehr nicht mehr wegzudenken“, lobte auch der Verbandsgemeindebürgermeister Gerd Heilmann in seiner Ansprache. Und darauf sind die begeisterten jugendlichen Mitglieder, zehn Jungen und ein Mädchen sehr stolz. Man kann sagen, dass die Initiative zur Gründung einer Jugendfeuerwehr durch die verantwortungsbewussten Führungskräfte Werner Lanz, Ludwig Schlaf, Helmut Lanz sowie den Feuerwehrkameraden Heinrich Weber Früchte getragen hat. Und durch die gemeinsamen Aktivitäten der Jugendlichen bei diesem nun zum vierten Male in Ettringen ausgetragenen Kreisjugendfeuerwehrtag werden Schlagkraft, Kameradschaft und Zusammenhalt der jungen Truppe mit Sicherheit noch stärker. Und der Zusammenhalt bestätigte sich auch bei weiteren Fest-Aktivitäten.
Neues Fahrzeug übergeben
Am Sonntag gab es ein weiteres Highlight, als VG-Bürgermeister Gerd Heilmann die Übergabe vornahm und Einsegnung des neuen Mannschaftstransportfahrzeugs (MTF) durch Kaplan Andreas Burg, selbst aktiver Floriansjünger, erfolgte. Damit wurde ein Fahrzeug mit neun Sitzplätzen und tollem Interieur in Dienst gestellt, das dem neuesten Stand der Technik und den heutigen Anforderungen an eine schlagkräftige Feuerwehr entspricht. Der „Alte“ war nach 23 Jahren in die Jahre gekommen. Die Gesamtkosten betragen einschließlich Zubehör und Sonderausstattung 59.500 Euro. Davon bleiben, nach Abzug des Anteils der Verbandsgemeinde Vordereifel und der Zuwendung durch den Landkreis rund 21.300 Euro für die Ettringer Wehr zu zahlen. Diese Summe konnte durch Geld- und Sachspenden von RWE, EVM, Kreissparkasse, Volksbank und der Firma Autodienst Spitzley reduziert werden, so Björn Barz, Gerd Heilmann und Wehrleiter Hermann Josef Schmitt, und auch, weil rund 230 Mannstunden durch die Ettringer Floriansjünger in Eigenleistung erfolgten. Des weiteren erhielt die Ettringer Wehr ein neues Notstrom-Aggregat, Gesamtkosten 7.262 Euro, Anteil VG Vordereifel 7.000 Euro, Anteil Feuerwehr Ettringen 262 Euro. Mit dem „Blauen Montag“ fand das von der Sonne verwöhnte Festwochenende seinen Abschluss.
Den ersten Platz belegten die Jugendlichen aus Nörtershausen.
Den Ludwig-Schlaf-Wanderpokal erhielten die Kürrenberger.
Das Goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen für Harald Monreal (Mitte, mit Ehefrau Rosi).
