Bendorfer Kulturverein präsentierte Becker, Becker und Pohlmann
Edelzwicker: Musikalische „Heimatliebe“
Bendorf. Vierzig Jahre ist es her, dass Harald Becker und Manfred Pohlmann - damals noch als „Becker und Pohlmann“ - ihre Musikerkarriere starteten. In der Brombeerschänke fand der erste Auftritt statt, der beide später zum Duo „Edelzwicker“ formierte. „Wir fühlten uns edel und haben gerne politisch gezwickt“, erinnert sich Manfred Pohlmann beim Bendorfer Kulturverein, der im AWO-Zentrum eines der wenigen Edelzwicker-Konzerte präsentierte. Manfred Pohlmann startete solo als „Vorprogramm“. Mit dem Lied über eine kleine Katze und ihr neu erlerntes Vertrauen, stellte er einen Titel seiner neuen CD „gguggugg“ vor, die zu seinem Bühnenjubiläum in diesem Jahr erscheinen wird. Auch mit einem musikalischen Ausflug nach Wien knüpft er an seine eigene Vergangenheit an. „Genieße das Leben“, stellte er als Botschaft damit in den Saal. Und natürlich darf in Bendorf die Geschichte des Fährmanns und dem „Hol iwwer“ nicht fehlen. Als „Mehrgenerationenprojekt Becker und Becker“ stellten sich Vater Harald und Sohn Jonas vor, die gemeinsam musizieren und inzwischen über Hundert Titel im Repertoire haben. Lieder aus der Bretagne oder über Flüchtlinge, ein Ausflug nach Schottland und ein Dudelsack anmutendes Schifferklavier boten eine bunte Vielfalt der Musik bis hin zu einem Beatles-Medley und virtuosem Gitarrenspiel zu „Sultans of swing“. Die Formation Edelzwicker wird seit 1991 „von unserem 2 ½ Edelzwicker Jonas“ ergänzt und Manfred Pohlmann fragte mit einem Grinsen: „Bist Du sicher, dass ich früher dabei war?“
Zurück zu den Anfängen
Mit „Heimat“ führten Becker, Becker und Pohlmann zurück zu den Anfängen und stimmten in die gewohnten Edelzwicker-Titel ein. Auch „Sään“, nach einem Text von Fritz Pohlmann, gehört natürlich dazu. „Et soaß e klän well viellsche“, mit einem kleinen Schlusszwitschern und der „Moselfänkisch-Sprachkurs“ des Titels „Gemiggel“ sind Geschichte und untermauern das Repertoire.
Die Gedanken sind früher in der Abteischule mit dem Blick auf die Eisenbahn im Rechenunterricht von Lehrer Martini schon mal abgeschweift und dazu passte der Titel vom „Wundervogel“. Das Ganze war ein schöner Ausflug in die Musikhistorie von Bendorf beim Konzert, das Karin Patt-Wüst und Jörg Lomberg moderierten.
PS