Allgemeine Berichte | 10.08.2015

Mit der „Tour de Nazmi“ wahrten Freunde das Andenken des beliebten Andernachers

Eine bewegende Demonstration von Freundschaft und Trauer

Oberbürgermeister Achim Hütten ließ in seiner kurzen Begrüßungsrede sein freundschaftliches Verhältnis zu Nazmi Akbey erkennen.

Andernach. Seit Wochen beherrscht der plötzliche unverschuldete Unfalltod des langjährigen Andernacher Gastronomen Nazmi Akbey die Gespräche vieler Menschen in der Stadt und den Austausch hunderter Facebook-Freunde in lokalen Netzwerk-Gruppen. Ende Juli verlor der beliebte 55-jährige Familienvater und begeisterte Triathlet nach einem schweren Motorrad-Unfall sein Leben. Im Biergarten am KD-Anleger, dem Ort, den die Andernacher, in Anlehnung an Akbeys Brasserie „Casablanca“ liebevoll „Casa-Beach“ nennen, versammelten sich am Sonntagmittag erwartungsgemäß viele Freunde Akbeys mit ihren Fahrrädern, darunter seine DJK-Sportkameraden im Triathlon-Outfit. Sie folgten der Einladung des Nazmi-Akbeys Freundeskreises, der mit der jährlichen Ausrichtung der „Tour de Nazmi“ von nun an dauerhaft respektvoll an den Verstorbenen erinnern möchte.

„Jemand, der wirklich lebendig war.“

Markus Kütscher (DJK Thriatlon) begrüßte die fast 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und dankte allen, die diese Gedächtnistour ermöglichten. Der Schirmherr der Tour, Oberbürgermeister Achim Hütten, ließ in seinen, auch an die Familie gerichteten, anteilnehmenden und gedenkenden Worten seine Verbundenheit mit dem Verstorbenen erkennen: „Nicht alle, die leben, sind wirklich lebendig. Wirklich lebendig sind die, die das, was sie tun, mit Liebe und großer Leidenschaft tun. Und in diesem Sinne war Nazmi einer von denen, die wirklich lebendig waren.“ Hütten dankte dem in der Türkei geborenen Akbey auch für seine Liebe zur Stadt Andernach, die für ihn eine Heimat wurde, und hob sein herausragendes soziales Engagement hervor. Der im Rahmen der Veranstaltung erzielte Spendenerlös wird daher auch, im Sinne von Nazmi Akbey, der Caritas für die Andernacher Tafel übergeben. Wer es wollte, konnte ein Rad-Trikot erwerben, auf dem ein Logo der „Tour Nazmi 2015“ aufgebracht wurde.

Eine Radtour für jedermann

Die ausgeschilderte Strecke, mit einer Gesamtlänge von 45 Kilometern, führte dann den, ein schwarzes Trauerband tragenden erweiterten Freundeskreis, angeführt von der Familie Akbey, von Andernach über Bad Breisig, durch das Vinxtbachtal nach Königsfeld und wieder zurück. An zwei Raststationen gab es Gelegenheit zum Gespräch und zu einer kleinen Stärkung. Da die Initiatoren der „Jedermann-Radtour“ im Geiste des Familienmenschen Nazmi einen familiären Charakter gaben, konnten Radfahrer jeden Alters mit dabei sein und je nach Kondition und Laune die Distanz voll oder teilweise zurücklegen. Der DRK-Ortsverein und die Polizei sicherten die ersten Streckenkilometer. Am Ende erwartete alle noch ein Kuchen-Buffet in Nazmis beliebtem Biergarten. Die leidenschaftliche Radfahrerin und Tour-Organisatorin, Birgit Hohmann (MEKOM Event), berichtete uns über den Verlauf der Radtour: „Es war so beeindruckend. Die Leute waren total begeistert und überraschend viele sind bis zur Station zwei, in Königsfeld, mitgefahren. Bei so einem Erfolg wird es selbstverständlich eine „Tour de Nazmi 2016“ geben.

Oberbürgermeister Achim Hütten ließ in seiner kurzen Begrüßungsrede sein freundschaftliches Verhältnis zu Nazmi Akbey erkennen.
Fast 300 Teilnehmer starteten, mit schwarzem Trauerband am Arm, zur „Tour de Nazmi“. -MKA-

Fast 300 Teilnehmer starteten, mit schwarzem Trauerband am Arm, zur „Tour de Nazmi“. Fotos: -MKA-

Auf zum Kauf angebotenen Trikots konnte man das Logo der Nazmi-Tour aufbringen lassen.

Auf zum Kauf angebotenen Trikots konnte man das Logo der Nazmi-Tour aufbringen lassen.

Oberbürgermeister Achim Hütten ließ in seiner kurzen Begrüßungsrede sein freundschaftliches Verhältnis zu Nazmi Akbey erkennen.

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Kommentare
10.08.201517:06 Uhr
MKA

... kommt darauf an, wo man seine Ohren hat. :-)

10.08.201515:49 Uhr
Thomas Knieß

Nächstes Jahr will ich auch mit dabei sein1

Aber "seit Wochen" ist dann doch etwas übertrieben, oder?

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