Wilhelm-Remy-Gymnasium Bendorf
Eine eher ungewöhnliche Studienfahrt
Oberstufenkurse absolvierten abwechslungsreiches kulturelles Programm in der Hauptstadt des „United Kingdom“
Bendorf. 31 Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler der Jahrgangsstufen elf und zwölf des Wilhelm-Remy-Gymnasiums in Bendorf nahmen an einer eher ungewöhnlichen viertägigen Studienfahrt nach London teil. Da die Initiative von Leistungskursschülern ausging, sagten Frau Bals und Herr Oertel ihre Unterstützung zu. Im vorbereitenden Unterricht von Frau Bals einigten sich die Schüler darauf, klimaschonend zu reisen und wählten die Anreise mit dem Bus. Eine Entscheidung, die auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen mag, aber schon auf der Fähre von Calais nach Dover stellte sich heraus, dass die Überfahrt nicht nur weniger CO2 emittiert, sondern auch ein Erlebnis und ein erster Höhepunkt der Anreise war: Die Kreidefelsen, Möwen und der Blick auf das Meer ließen geradezu Urlaubsstimmung aufkommen.
In Canterbury stoppte der Bus erneut. Dort gab es Gelegenheit, die Stadt zu entdecken oder auch die Kathedrale kennenzulernen. Neben der umweltfreundlichen Anreise war es der Vorbereitungsgruppe weiterhin wichtig, auch die im Unterricht erworbenen interkulturellen Kenntnisse einmal in der Praxis zu erproben. So nahmen englische Gastfamilien in einem Vorort von London am ersten Abend alle Anreisenden in Empfang. Eine nicht alltägliche Gelegenheit, Eindrücke von einem englischen Familienalltag zu gewinnen. Und die Gäste staunten sowohl über herzliche Gastfreundschaft als auch über die Tatsache, dass fast jede Woche neue Schüler aller Altersgruppen und „aus aller Herren Länder“ in den Familien aufgenommen werden, die sich auf diese Weise ein Taschengeld dazu verdienen.
Ausgeruht und motiviert freuten sich die Schüler und Schülerinnen dann an den nächsten beiden Tagen auf London. Eine erste gemeinsame Stadtbesichtigung machte die Gruppe mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vertraut. Ausreichend Zeit hatten die jungen Erwachsenen danach, in Kleingruppen selbstständig die Stadt kennenzulernen. In mehreren Vorbereitungstreffen hatten sie schon in Bendorf zum Teil mithilfe virtueller Stadtpläne ihre Interessen ausgelotet und erste Pläne geschmiedet, die sie in die Tat umsetzen: Anziehungspunkte waren unter anderem der lebendige und bunte Markt in Camden Town, das Museum of Natural History, oder auch die Möglichkeit sich Shakespeares Mittsommernachtstraum am Nachmittag in einem öffentlichen Park anzuschauen. Die souveräne Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler, ihre Verantwortungsbereitschaft füreinander und die hohe Motivation, sich mit der Stadt und der Fremdsprache vertraut zu machen, beeindruckte die beiden begleitenden Lehrenden Frau Bals und Herrn Oertel.
Aber auch die Schüler zogen positive Bilanz: „Das war mein erster Besuch in London, aber sicher nicht mein Letzter“, schwärmten viele auf der Rückreise. Und eine Schülerin meinte: „Einen schöneren Abschluss des Schuljahres hätte ich mir nicht vorstellen können.“